Monday, 30. march 2009
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19:40
Habe ich am Freitag geschrieben, es wäre nicht
feucht im Haus? Gelogen! Es ist mittlerweile ziemlich feucht. An den Fenstern glitzern hübsche Kondenswassertropfen. Und eins war klar: Jetzt ist es soweit! Stoßlüften!
Also marschierte ich einmal durchs ganze Haus und riss alle Fenster auf. Sehr wohltuend. Selten habe ich mich über Durchzug mehr gefreut. Vom Sommer 2003 in der total überhitzten Stadtwohnung
einmal abgesehen.
Bei meinem Rundgang fiel mir auf, dass im Schlafzimmer etwas fehlte. Vorher -> Nachher - Suche den Unterschied! Richtig. Das fette Solarkabel ist verschwunden. Das hatte ich am
Freitag wohl übersehen, da es im OG (und draußen natürlich auch) stockdunkel war. Da stellte sich jetzt nur die Frage: Wo isses?
Ein Blick von außen aufs Haus schaffte Klarheit. Immerhin können jetzt die Wände im Schlafzimmer
gespachtelt und verputzt werden. Ein Problem weniger.
Zu der illustren Runde noch bestehender Probleme gesellte sich allerdings nach einem Tom-Telefonat wieder eines hinzu. Die Lüftung war noch nicht in Betrieb genommen worden. Das bedeutet,
dass wir eigenhändig lüften müssen. Theoretisch dreimal am Tag, was natürlich absolut nicht machbar ist. Toms Vorschlag, Nachbarn darum zu bitten, halten wir für einen Witz. Wem soll man
derartiges zumuten? Höchstens Leuten, bei denen es einem nichts ausmacht, wenn sie einen anschließend lebenslang hassen.
Bleibt immerhin noch die Möglichkeit, erneut einen Trockner zu mieten. Oder besser zwei. Meine Lieblingsnachbarin hatte letzthin erwähnt, dass es in der Nähe eine Firma gäbe, die die Dinger günstig
ausleihen würde. Letztendlich werden wir wohl auf diese Variante zurückgreifen müssen, damit das Haus am Ende nicht total schwitzig wird.
Auf dem Rückweg suchte ich unablässig neben der Straße nach Haltmöglichkeiten. Der Himmel war sensationell und
schrie geradezu danach, fotografiert zu werden. Die Fahrt dauerte dementsprechend ca. dreimal so lange wie auf dem Hinweg. Bei meinem letzten Halt entdeckte ich auf einem Feld zwei von den Gänsen,
die ich bereits im letzten Frühjahr im Frankfurter Palmengarten fotografiert hatte, und die ich hinterher als Nilgänse identifizieren konnte.
Recht hübsche Viecher - leider offensichtlich ziemlich blöd, wie ich bereits damals feststellen musste. Und
dieser Eindruck verfestigte sich leider. Die beiden Exemplare von heute auf einem Acker in der Nähe von Wehen legten ein ähnliches Verhalten an den Tag wie der letzte Dodo - kurz bevor er freudig und unbedarft auf den Seefahrer zulief, der daraufhin ihm und seiner ganzen Art kurzentschlossen mit einem Knüppel den Garaus
machte.
Ich ließ sie natürlich am Leben, schlich mich an und ärgerte mich dabei unablässig, nicht das stärkere der beiden Teleobjektive dabei zu haben, das ich vor der Abfahrt aus Gewichtsgründen aus dem
Kamerarucksack entfernt hatte. Wozu hätte ich es am Bau auch brauchen können?
Als die beiden blöden Vögel allerdings immer noch dumm und gelangweilt auf dem Acker herumstanden, als sie bereits locker in Reichweite des EF 70-200 mm waren, ließ mein Ärger nach. Das
Kopfschütteln jedoch nicht. Das waren doch keine "wilden Tiere". Die wären höchstens jedem anständigen wilden Tier peinlich gewesen. Es würde sich
erst kurz schämen, sie anschließend in sehr gehässigem Ton als "Haustiere!" beschimpfen und sie schließlich - so es sich um ein fleischfressendes wildes Tier handelte - genüsslich in
Stücke reißen. Mahlzeit!
von MrsFlax
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veröffentlicht in: Nebenbaustellen
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Sunday, 29. march 2009
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19:32
Danke, Sommerzeit! Heute
morgen herrschte bereits zu unchristlicher Zeit völlige Verwirrung. Haben wir verschlafen? Oder doch nicht? Oder etwa doch?! Ein Blick auf die im Oktober nicht umgestellte Anzeige des
Videorekorders (Umstellen wird wirklich völlig überschätzt. Jetzt stimmt die Zeit ja wieder!) brachte die Gewissheit: Wir sind pünktlich.
Also hurtig gefrühstückt und dann ab Richtung Platz. Während der Herr Max und seine Kollegen den einzigen Gegner in der SWBSV-Juniorenliga zweimal mit Mercy Rule vernaschten,
widmete ich mich schweren Aufgaben: aufräumen, putzen, ausmisten, packen - und zwischendurch krank sein.
Es ist doch immer wieder erstaunlich, was sich so in fast vierzehn Jahren ansammelt. Und wieviel man davon wahrscheinlich nie wieder braucht, obwohl man gedacht hat: "Mmmmhhh... Das brauche ich
bestimmt noch 'mal. Das lege ich mal in die Kiste dort." Und dann liegt es für die nächsten zehn Jahre in einer Kiste, die man nie öffnet. Weil nichts drin ist, das man suchen würde oder
jemals dringend bräuchte. Man wirft die Kiste aber auch nicht weg, obwohl sie bei jeder größeren Putzaktion dadurch auffällt, dass sie Platz einnimmt, den man dringend für etwas anderes brauchen
könnte. Zum Beispiel für eine andere Kiste mit Dingen, von denen man denkt, dass man sie unbedingt nochmal braucht.
So habe ich mich also durch einige Dinge gewühlt, die ich schon vor langer, langer Zeit hätte wegwerfen können. Und was soll ich sagen? Der "Mmmmhhh... Vielleicht brauche ich das doch
nochmal..."-Gedanke ging mir trotzdem mehrfach durch den Kopf. Und wenn nicht der, dann der "Eigentlich zu schade zum Wegwerfen"- oder der "Ach... Das erinnert mich
an..."-Gedanke. Drei Gedanken die eindeutig Feinde von Ordnung und geregelter Haushaltsführung sind. Sozusagen die Reiter der Chaos-Unordnung-schlechte-Hausfrau-Apokalypse.
Apropos "Reiter": Während der ganzen Aktion lief erst Springreiten und dann ein Dressurbericht im TV. Diese Reitsportkommentatoren sind eine wirklich bewunderungswürdige Gattung. Unaufgeregt,
gleichmäßig nett, sprachlich erträglich. Wenn ich mir vorstelle, dass mich die beiden Eurosport-Radsport-Suppenkasper beim Aufräumen mit ihrem präpubertären Verbaldurchfall belästigt
hätten... Man weiß nicht, was passiert wäre...
Dann war noch der Kleiderschrank dran. Nein. Eigentlich ist es kein "Kleider"-Schrank. Es ist ja schließlich keine Kleidung drin. Der ganze Schrank ist voll von "Waaaaahhhhh! Ich hab' nix zum
Anziehen!!!" Auch toll... Diesmal habe ich allerdings jegliche sentimentalen und "Zieh' ich vielleicht doch nochmal an"-Bedenken über Bord geworfen und bin nach einem völlig neuen
Prinzip vorgegangen:
Bei jedem Kleidungsstück habe ich mich gefragt: "Hatte ich das tatsächlich im vergangenen Jahr irgendwann an?" Wenn ich diese Frage eindeutig mit "Nein! Hatte ich ganz sicher
nicht!" beantworten konnte, hab' ich es schnell in einen Müllsack gestopft. Rücksichtslos. Und ohne langes Zaudern. Und vor allem ohne "Könnte man aber vielleicht doch noch bei ebay
verticken..."-Selbstbetrugsversuche. Ich war also sozusagen der Umpire des Kleiderschranks und callte die Klamotten: "Strike three. He's out!" oder "Safe!!!"
Nachdem das mit dem Kleiderschrank eigentlich ganz prima funktioniert hat, werde ich in der kommenden Woche abends jeweils eine oder zwei Stunden darauf verwenden, weitere Dinge loszuwerden, die
ich im Haus auf keinen Fall mehr sehen will. Weil sie nur unnötig Platz wegnehmen. Mein Gott, ich klinge so vernünftig. Ich bekomme fast Angst vor mir selbst. Mal sehen, wie lange das
anhält...
von MrsFlax
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Saturday, 28. march 2009
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15:53
Wegen meiner Erkältung befahl der
Bauherr heute einen arbeitsfreien Tag. Eigentlich eine ganz gute Idee, da ich erstens sowieso nicht voll einsatzfähig bin, und zweitens endlich mal einiges in der Wohnung erledigen kann bzw. sollte
bzw. muss.
Habe ich dann auch getan. Wäsche gewaschen, Kleiderschrank aus- und umsortiert, einige Bücher in die bereits besorgten Bananenkisten gepackt und Hausarbeit erledigt.
Desweiteren wird gerade die Kühlschrankentscheidung diskutiert. Nicht ganz einfach, da unser ursprünglich bevorzugtes Foron-Modell
zwar gut aussieht, aber ein paar schlechte Kritiken bekommen hat. Die Retro-Optik mit einem hübschen Griff war ja ursprünglich mein Hauptkriterium, aber nun sieht es so aus, als ob wir uns doch
zugunsten der Energieeffizienz und der Geräuschpegels für ein anderes Modell entscheiden werden. Das Retro-Modell von Electrolux hat das Gefrierteil oben. Das wird von der Größe her
nicht ausreichend sein. Besser dann dieser hier von AEG-Electrolux. Die Griffe sind zwar nicht so hübsch, passen aber
ganz gut zu den Küchengriffstangen. Auch nicht schlecht: die Bosch- oder Bauknecht-Alternative.
Hat ja aber noch einen Augenblick Zeit und muss nicht sofort entschieden werden. Vielleicht sollte man mal durch eine größere Elektroabteilung schlendern und sich die Dinger "in echt" anschauen,
bevor man sich festlegt. Der Kühlschrank ist ja normalerweise ein Gerät, das doch eine relativ lange Zeit läuft, bevor es sich irgendwann verabschiedet.
So. Ich muss noch Brownies backen fürs Baseball-Turnier morgen. Und dann gleich nochmal die Küche aufräumen. Und das alles, obwohl ich eigentlich todkrank bin. Nur gut, dass ich mich als Frau nicht
mit dieser Nah-Todes-Erkältung anstecken kann, die nur Männer bekommen können und dann immer höchst knapp überleben.
von MrsFlax
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veröffentlicht in: Hausbau
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Friday, 27. march 2009
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22:11
Da konnte ich mich doch heute
abend trotz Erkältung wirklich nicht mehr beherrschen und musste mich vergewissern, ob das THZettchen endlich läuft. Und: Es läuft! Der Technikraum ist tatsächlich ziemlich vollgestopft, dabei
fehlt immer noch der Stromzähler. Die Wärmepumpe hängt derzeit noch am Baustrom, aber das wird sich in den nächsten Tagen wohl ändern.
Die Brauchwasseranlage scheint auch fertig montiert zu sein. Der Elektrokasten befindet sich da, wo er hin gehört. Der Elektriker scheint überhaupt in dieser Woche aus
dem Winterschlaf erwacht und äußerst aktiv gewesen zu sein. Es hat sich doch einiges getan. Äußerst bemerkenswert!
Allerdings ist seine Rechtschreibung sehr kreativ. Es dauerte eine Weile, bis ich "Arbaitcymer"
verstanden hatte. Und ich dachte schon, der Trockenbauer habe mit "OSB-Blatte" den Orthographie-Hit gelandet. Leider verloren!
Im Haus herrschten übrigens sehr angenehme Temperaturen. Für meinen Geschmack fast zu warm, aber
es wird wohl im weiteren Verlauf des Estrichtrocknungsprogramms noch wärmer werden. Vorbei die Zeit der Wochenenden mit Schniefnase in der zugigen, arktischen Baustelle. Verputzen und Tapezieren
werden wohl unter angenehmeren Bedingungen ausgeführt werden können.
Die Monteure scheinen während der Arbeit Ü-Eier gegessen zu haben. Zwischen zwei Gipskartons steckt ein kleiner Schneemann. Schade, dass der irgendwann beim Spachteln entfernt werden muss...
Highlight des Abends war dann noch die Bestellung der Tapeten. Ins Wohnzimmer (die Nischenwand hinter dem Sofa) kommt die bereits letzthin ausgesuchte Contzen-Tapete. Gleicher Hersteller - anderes Muster - andere Wand: die Garderobentapete. Und die Überlegungen wegen der Küche haben auch ein Ende. Die dem Fenster gegenüberliegende Wand bekommt
ein Foto von mir - auf Vlies-Tapete gedruckt - verpasst. Das Grün sollte eigentlich ganz gut zum Weiß der Küche, zur
dunklen Olivenholz-Arbeitsplatte und zum Schachbrettfußboden passen und bleibt damit der einzige echte Farbkleks im Raum.
So. Und jetzt Feierabend. Na los, Erkältungsviren, tut, was ihr tun müsst...
von MrsFlax
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veröffentlicht in: Hausbau
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Thursday, 26. march 2009
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19:31
Radsportmeldung des Tages: Jan Ullrich ist als PR-Berater für Balls "Rock Racing"-Team im Gespräch. Rock Racing... PR-Berater... Super... Das könnte
nur noch von einer dpa-Meldung getoppt werden, in der uns schonend beigebracht wird, dass Ratzinger seine "Karriere" als Papst beendet, um zukünftig mit Albert von Monaco Schwulenpornos zu drehen.
MIT Kondom! Und entgegen dem tridentinischen Ritus mit dem Gesicht zur Kamera.
Man glaubt es nicht. Wie kann jemand PR-Berater werden, der seinen eigenen PR-Wert in den vergangenen knapp drei Jahren derartig konsequent gegen die Wand gefahren hat? Das ist absurd. Völlig
absurd. Andererseits passt er natürlich super in dieses Team. Pevenage, Hamilton, Sevilla, Mancebo... Finde den nächsten Namen!
Hundefreund Hamilton mit der "Kraft der zwei Herzen", Sevilla mit seinem legendären "Wenn sie mich kriegen, kriegen sie Ullrich auch", Büffel Gutiérrez, der es immerhin geschafft
hat, von Phonak suspendiert zu werden (Respekt!) und Mancebo, der Wacheldackel, dem man im Juli 2006 zumindest noch zugute halten konnte,
dass er mit einem "Das war es dann wohl" seine Karriere beendete (offensichtlich nur vorläufig...) - eine sehr illustre Gesellschaft, in die sich der gute Ulle da zu begeben gedenkt.
Offensichtlich hat Pevenage Probleme, einen Sponsor zu finden, den er eigentlich schon für die laufende Saison benötigen würde. Und offensichtlich reißt er sich gerade wieder ein Team unter den
Nagel und kann es dann nicht finanzieren. Hatten wir ja alles eigentlich schon mal. Die Frage ist nur, wer oder was ihn auf die wahnwitzige Idee brachte, ausgerechnet Ullrichs Namen ins Gespräch zu
bringen, um Aufmerksamkeit zu erregen.
Dessen bisherige Versuche, seit seinem TdF-Ausschluss im Juli 2006 auf irgendeine denkbare Art
und Weise Geld zu verdienen, sind doch nun wirklich kläglich gescheitert: bei Beckmann ("Was ist für Sie
Doping?" oder alternativ die Richling-Version), in Sportunterwäsche, mit Reifendichtmitteln, die offensichtlich super funktionieren, oder auch beim gerade erst erfolgten Promoten seines tollen "Enthüllungsbuchs", das erst erscheint, "wenn Deutschland reif dafür ist"
- also wahrscheinlich nie.
Warum soll es ihm auch besser gehen als Armstrong, der per twitter vermeldet: "Surgery/anesthesia/jetlag = hurtin' like hell."?
Egal. Heute gibt es jedenfalls - am Rande bemerkt - keinerlei Baunews, da ich zum Geburtstag meines Patenkinds eingeladen war, und deshalb mal die Bauherrinnenzügel habe schleifen lassen. Keine
Ahnung, ob die "Drecks-THZ" mittlerweile läuft. Morgen werde ich auf alle Fälle nach dem rechten sehen. Länger halte ich die Spannung unmöglich aus.
von MrsFlax
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veröffentlicht in: Sports
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