Am Herd

Sunday, 20. november 2011 7 20 /11 /Nov. /2011 16:09

lammschaschlik mit bohnengemüse - schaschlikspießeWidmen wir uns nach dem Bericht über all diese substanzschädigenden Tätigkeiten einmal dem Abendessen. Gestern hatten wir noch ein schönes Stück Heidschnuckenlammrücken erbeutet. Der sollte heute die verbrannten Kalorien wieder zuführen.

Meine Experimentierfreude hat zugegebenermaßen nach dem Wels-Flop von letzter Woche etwas gelitten. Desgleichen mein Selbstvertrauen am Herd. Heute hieß es "Keine Experimente!". Deshalb kochte ich nach einem Rezept aus der Küche des sehr verehrten Herrn Klink.

Dem Lamm gesellten sich einige Beilagenfreunde hinzu. Zusätzlich zum Bohnengemüse aus dem Rezept gab es ein paar Kartoffelnudeln, die in Butter angebraten und mit etwas Rosmarin gewürzt waren. Prima Kombination!

Hier nun das Originalrezept von Vincent Klink:
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Lammschaschlik mit Bohnengemüse
Zutaten (für zwei Personen)
... für das Schaschlik:
1 Stange Lauch
etwas Salz
400 g Lammrücken, entbeint
1 Zwiebel
2 EL Olivenoel
etwas Pfeffer
1 EL Tomatenmark
150 ml Fleischbrühe (oder Lammfond)
1 Zweig Rosmarin
1 TL Mehlbutter (Mehl und weiche Butter zu gleichen Teilen gemischt)
...für das Bohnengemüse:
50 g getrocknete Tomaten
1 Zweig Rosmarin
6 schwarze kernlose Oliven
2 EL Olivenöl
400 g breite Bohnen oder Buschbohnen
1 Zwiebel
1 Tomate
1 TL Tomatenmark
80 ml Gemüsebrühe
etwas Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Für das Bohnengemüse die getrockneten Tomaten 15 Minuten in kaltem Wasser einweichen.
Rosmarinnadeln fein hacken. Oliven halbieren.
Die Bohnen putzen und in 3 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden, Tomate waschen und würfeln. Getrocknete Tomaten abtropfen und fein hacken.
In einer Pfanne mit 2 EL Olivenöl Zwiebelringe anschwitzen, Tomatenmark untermischen. Bohnen und getrocknete Tomaten zugeben, Gemüsebrühe angießen und ca. 15 Minuten dünsten. Dann frische Tomaten, Oliven und Rosmarin untermischen. Noch 5 Minuten köcheln und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Für das Schaschlik den Lauch putzen und in ca. 4 cm große Stücke schneiden, diese in Salzwasser kurz blanchieren, herausnehmen, abschrecken und abtropfen lassen.
Den Lammrücken in ca. 4 cm große Würfel schneiden. Abwechselnd Lammfleisch und Lauchstücke auf Schaschlikspieße aufspießen. Fleischstücke und Lauch sollten gleich hoch sein, damit der Spieß in der Pfanne eben aufliegt.
Zwiebel schälen und grob würfeln.
In einer Pfanne mit 1 EL Olivenöl die Schaschlikspieße von allen Seiten braten und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann herausnehmen und warm stellen. Die Zwiebel in der Fleischpfanne mit 1 EL Olivenöl anschwitzen und leicht bräunen, Tomatenmark zugeben und mit Fleischbrühe ablöschen. Einen Zweig Rosmarin mit in die Pfanne geben und die Sauce ca. 3 Minuten köcheln lassen. Dann Mehlbutter unterrühren und die Sauce damit binden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Spieße nochmal kurz in die Sauce legen und wärmen, dann mit dem Bohnengemüse anrichten.
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Das war sehr, sehr lecker. Das Fleisch war herrlich zart, und die Kombination aus Bohnen und Tomaten schmeckte köstlich. Was so gut schmeckt, kann nicht traurig gewesen sein. Nicht mal ein Tier aus dem Streichelzoo.    

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Monday, 7. november 2011 1 07 /11 /Nov. /2011 18:38

max 2011 - gâteau au chocolat & pflaumeneisNach der Arbeit sprang ich wie man in Juristendeutsch so schön sagt "ohne schuldhaftes Zögern" in meine Laufschuhe und eroberte sie in Nebel und Halbdunkel: die ersten beiden Laufpünktchen des diesjährigen Winterpokals. Hart verdient! Auf dem Eichhörnchenweg.

Morgen wird aus sportlichen Betätigungen ohnehin nichts, da ich nach der Arbeit noch mit Kolleginnen essen gehe. Und dafür gibt es ja leider keine Punkte. Oder auch glücklicherweise. Je nach Blickwinkel.

Nach einer Woche Urlaub gab es heute allerhand Neuigkeiten u.a. die Verlegung unserer gesamten Abteilung an einen Standort in der Innenstadt, der zwei Gehminuten von meiner alten Wohnung entfernt ist. Leider etwas zu spät, um wirkliche Freude zu empfinden. Stattdessen darf ich mich jetzt wohl ab Januar für den Großteil meines Arbeitswegs dem ÖPNV anvertrauen. 

Die Sache hat nur ein Gutes: Ich kann in der zweiten Winterhälfte vom Büro aus wieder meine alte Laufrunde am Rhein in Angriff nehmen. Dafür werde ich wohl vom Hörbuch wieder aufs 'echte' Buch umsteigen. Das erscheint mir im Bus dann doch etwas praktischer.

So. Und für alle Freunde des gestrigen Gâteau au chocolat hier das Rezept, nach dem ich ihn hergestellt habe. Fürs Foto oben platzierte ich ihn eben neben dem letzten verbliebenen Pflaumeneis nach BBC-GoodFood-Rezept ("Plum Ice Cream"), das ich auch gleich mal anhänge. Was sich bewährt hat, sollte man auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Und außer Pflaumen gibt es sicher noch einige andere Früchte, mit denen es lecker schmecken könnte. 
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Gâteau au chocolat
Zutaten (für eine 28er Springform):
325 g Bitterschokolade (70%)
180 g Butter
160 g Zucker
5 Eier Größe M
50 g Mehl
Zubereitung:
Schokolade und Butter in Stückchen im Wasserbad schmelzen. Zucker unterrühren und etwas abkühlen lassen.
Eier trennen. Eiweiß zu Schnee schlagen, Eigelb unter die etwas abgekühlte Schokomassen rühren. Anschließend nacheinander Mehl und Eischnee unterheben.
Springform mit Backpapier auslegen, Rand fetten. Bei 150° C Ober-/Unterhitze etwa 40 Minuten abbacken. Eignet sich stückchenweise (und ich meine wirklich stückCHENweise!) auch hervorragend als Dessertbestandteil. Et voilà!     
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Pflaumeneis
Zutaten (für etwa einen Liter Eis):
450 g reife Pflaumen, entsteint und geviertelt
125 g brauner Zucker
4 Eigelb
125 g Puderzucker
284 ml Crème double (habe ich durch 100 ml Crème double und 200 ml Schlagsahne ersetzt)
Zubereitung:
Pflaumen mit dem braunen Zucker und 300 ml Wasser in einen Topf geben und kurz aufkochen. Zugedeckt etwa 10 Minuten weiterköcheln lassen, bis die Pflaumen weich sind. Flüssigkeit abgießen, Früchte durch ein Sieb drücken. Püree im Kühlschrank 20 Minuten kühlen.
Eigelb und Puderzucker in einer Schüssel über einem Wasserbad kräftig aufschlagen, bis die Mischung erwärmt ist. Vom Herd nehmen und weiterschlagen. Ebenfalls zum Abkühlen in den Kühlschrank geben.
Sahne aufschlagen (ich schlug erst die Schlagsahne auf und gab dann die Crème double zu). Pflaumenpüree und Eiermischung unterheben und in die Eismaschine geben. In Portionsförmchen einfrieren und vor dem Anrichten kurz in heißes Wasser tauchen, damit sich das Eis besser aus den Förmchen lösen lässt.

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Sunday, 6. november 2011 7 06 /11 /Nov. /2011 19:20

max 2011 - feigen mit ziegenfrischkäseWas ich heute gemacht habe? Beginnen wir mal mit dem, was ich nicht gemacht habe: gefaulenzt, technisch perfektes Essen zubereitet und Fotos davon gemacht. Bereits gestern abend tat sich die erste "Baustelle" auf. Die beiden Test-Pflaumencrumbles, die ich in den Backofen geschoben hatte, waren eine absolute Enttäuschung. Die Pflaumen schmeckten nach nichts und die Streusel, mit denen ich es besonders gut gemeint hatte, waren trocken und doof.

Das führte dazu, dass ich sämtliche für heute vorbereiteten Crumbles in die Tonne kloppte und mir kurz vor Toresschluss die letzten der vergangene Woche für aromatisch und köstlich befundenen Biopflaumen bei tegut unter den Nagel riss. Heute morgen bastelte ich dann alles nochmals zusammen und nahm für die Streusel mein bewährtes Rezept. 

Während ich da so vor mich hinwerkelte, spielte sich im Backofen allerdings das nächste Drama ab: Die für den 'Gruß aus der Küche' vorbereiteten Herzen aus Pizzateig verkokelten bis zur Unkaubarkeit. Sie wanderten zur ersten Crumblefertigung in die Tonne. Der Bauherr besorgte ein Roggenbaguette. Für Alternativen war es bereits zu spät. Wenigstens keine Krise im zweiten Ofen, indem die Chorizoscheibchen und Datteln sich aufwärmten.

Immerhin schmeckte der Hummus. Als die Gäste eintrafen, gab es einen Klecks davon mit dem Baguette und einer gebratenen Chorizoscheibe mit Quittenmus: ein Klick! zu einem der drei Fotos des heutigen Tages. Zumindest das konnte jetzt nicht mehr schiefgehen.

Währenddessen richtete ich in der Küche die Vorspeisenteller an. Bis auf das etwas schlechte Timing - ich hätte die Feigen eben doch früher zum Gratinieren in den Ofen schieben müssen - lief die Sache ganz ordentlich. Neben Feldsalat und geschmolzenen Cocktailtomaten mit Balsamicoreduktion gab es Datteln im Schinkenmantel, die bereits erwähnten Feigen mit Ziegenfrischkäse und Fetapralinen. Das Fetapralinenrezept habe ich gestern nochmals überarbeitet. Jetzt ist es annähernd perfekt. Zumindest für meinen Geschmack. Ich werde berichten.

Nachdem die Vorspeise halbwegs ordentlich über die Bühne gegangen war, gab es beim Hauptgang das nächste Problem: Meine mehrfach erprobten Spinatknödel fielen zum erstenmal auseinander. Es gelang mir irgendwie die besten Exemplare auf die Teller zu retten. Die Blamage hielt sich einigermaßen in Grenzen. Immerhin war das Schnitzelschwein schön zart und die Soße hatte eine nahezu perfekte Konsistenz. Wenn das jetzt auch noch in die Hose gegangen wäre, hätte ich mir im Durchgang zum HWR die Schlinge aus der Bauphase zurückgewünscht.

Beim Dessert musste ich dann feststellen, dass ich die Kombination nicht wirklich durchdacht hatte. Zumindest was das Anrichten betraf. Tonka-Panna cotta und Pflaumeneis warteten auf dem Dessertteller auf den Pflaumencrumble, der aber so heiß aus dem Ofen kam, dass ich ihn unmöglich zum Eis auf den Teller stellen konnte. So improvisierte ich am Ende einen zweiten Teller für den Crumble und einen Klecks Sahne. Nicht sehr hübsch anzusehen, aber wenigstens geschmacklich in Ordnung. Schwein gehabt!

Sehr empfehlenswert - aber letztendlich auch "Death by chocolate": Der neu getestete Gâteau au chocolat gab dann wirklich Allen den Rest. Der Zupfkuchen des Bauherren und die Wiener Sandtorte der Geburtstagskindoma gingen - völlig unverdient - im allgemeinen Wehklagen und "Ich kann nicht mehr"-Gejammer unter. Darüber geriet dann auch das längst überfällige Käsebrett einmal mehr in Vergessenheit. Mist!

Rückblickend danke ich allen Gästen für ihre Leidensfähigkeit und dem Bauherren für seinen unendlichen Langmut und seine unschätzbare Hilfe. Und... Irgendwo war doch noch ein Pflaumeneis, oder?  

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Wednesday, 2. november 2011 3 02 /11 /Nov. /2011 11:42

41 - Nutzgarten 1551Was ist denn da los? Da treten ja gerade sämtliche alteingesessenen Oberbürgermeister in Rhein-Main zurück. Nicht, dass es bei Herrn Beutel in Mainz (Sonderausgabe der AZ als pdf) nicht ohnehin überfällig gewesen wäre. Jetzt auch noch die schwarze Frau Roth in Frankfurt. 

Für Beutel - offensichtlich mit meist leerem Beutel unterwegs - wurden jetzt drei Gläschen Rotwein offensichtlich zum sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein. An der Poolbar in Kigali. Wie soll man auch wissen, dass diese undankbaren Kellner im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda beim weißen Gönner tatsächlich abkassieren wollen. Vor allem, wenn man sich selbst so weit von der Realität entfernt hat, dass einen Getränkerechnungen nun wirklich nicht mehr belasten sollten.

Am Ende zahlte der Parteigenosse die Zeche. Und ärgerte sich darüber und plauderte. Die Empörung war groß. Der OB ein Zechpreller! Oh mein Gott! Dass er unter partieller Amnesie leidet, weiß man doch spätestens seit seinen Zeugenaussagen im Wohnbau-Prozess. Der Mann kann gar nichts dafür. Der ist einfach ans "Dschango zahlt heute nicht" gewöhnt.

Ratlos bleibt man nur angesichts der Tatsache, dass er alle vorher aufgeflogenen Klüngeleien mit der Handkäs-Mafia - ob VIP-Tribüne am Bruchweg, ob Wohnbau-Pleite, ob Erbpacht oder private 15(!)-Gänge-Menues im "Mollers" (uff meenzerisch: "Lieber de Mage verrenkt, als em Wert was geschenkt!") oder Vergnügungsreisen mit der Frau Gemahlin nach Capri oder zum Tegernsee - bisher locker überlebt hat.

Petra Roths Rücktritt wurde dann heute vom feinen Herrn Bouffier als "innerhalb der CDU abgesprochen" bezeichnet. Als Nachfolger wurde gleich Boris Rhein präsentiert. Der hat wohl endgültig die Schnauze voll davon, in Wiesbaden hinter Bouffier herzuräumen. Und - wie praktisch - Frankfurt hat dann auch einen Rhein. Glückwunsch!

Von Rotwein und Roth zu den (roten) Tomaten - und damit zum gestrigen Abendessen. Sehr empfehlenswert! Ich hatte Seelachs, und ich hatte Tomaten - das wurde daraus:
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Ofenseelachs mit Cherrytomaten
Zutaten (für 4 Personen):
3 frische Seelachsfilets
Olivenoel
Salz, Pfeffer, Zitrone, Senf
500 g Kirschtomaten
4 mittelgroße Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Basilikum, Oregano, Majoran, Thymian, Rosmarin
etwas Chiliwürzsoße
etwas Zitronensaft
200 ml Crème fraîche
geriebener Käse
Zubereitung:
Fischfilets waschen, trocken tupfen und in eine mit Olivenoel gefettete Auflaufform geben. Mit etwas mittelscharfem Senf einreiben, kräftig mit Meersalz, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Zitrone würzen. Tomaten halbieren, Zwiebeln in halbe Ringe schneiden, Kräuter hacken.
Olivenoel in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Tomaten und Kräuter nach Geschmack zugeben und mit etwas Zitronensaft und Chilisoße abschmecken. Nur kurz in der Pfanne lassen, damit die Tomaten nicht matschig werden. Crème fraîche unterrühren und alles über den Fisch geben.
Mit dem geriebenen Käse bestreuen und ab in den Ofen. Bei 200° C Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten garen lassen, bis der Käse verlaufen und gebräunt ist.
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Das war sehr lecker - auch ohne jegliche Sättigungsbeilagen. Und die Arbeitszeit hielt sich auch in überschaubaren Grenzen. Zur Nachahmung empfohlen! Die Reste gibt es heute Abend. Es soll ja nichts Gutes verkommen.

Da ich nun nicht kochen musste, verarbeitete ich die vor ein paar Tagen eigentlich zu einem anderen Zweck erworbenen Bio-Pflaumen zu einem Pflaumencrumble. Und wehe, das schmeckt nicht wie mein letztes Crumble in Irland! Ich glaube, ich gönne ihm noch eine Ladung Schlagsahne oder ähnliches.

Und auch wenn es nicht wirklich zum Fisch passt: Wir trinken heute drei Gläschen Rotwein. Zwar nicht an der Poolbar, sondern am eigenen Esstisch, aber wir zahlen trotzdem nicht.    

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Sunday, 30. october 2011 7 30 /10 /Okt. /2011 14:01

rote beete - im topf... folgt sie ihren Spuren
Und ist von ihrer Farb' beglückt,
Das Schönste sucht sie in den Fluren,
Womit sie ihre Beete schmückt.
O zarte Knolle, süßes Hoffen,
Des ersten Einkochens gold'ne Zeit,
Das Auge sieht den Himmel offen,
Es schwelgt das Herz in Seligkeit;
O dass sie ewig bleiben täte,
Die schöne Zeit der Roten Beete!"

Rote Hände, rote Küche. Ich habe sie endlich in die Gläser gezwungen - die letzte Rote Beete aus Mutters Garten. Scheibchenweise darf sie dann den Winter über wieder auftauchen. Mjam!

Der Plan war eigentlich, vier große Gläser zu füllen und einen Rest für ein Carpaccio heute Abend übrig zu behalten. "Der Rest" waren dann sechs kleine Scheibchen. Nicht genug für meine großen Pläne. Kurzerhand würfelte ich sie, schnitt zwei Äpfel klein und kochte alles mit etwas Honig im Einkochsud auf.

Ein Kontrollgang zu den immer noch im Garten ausharrenden Physalis ergab, dass die erste Frucht gerade orange wird. Vielleicht wird es ja doch noch was mit einem winzigen Gläschen Physalis-Marmelade. Jetzt bitte keinen Frost! Bitte, bitte nicht!

Die für heute geplante Gartenarbeit wurde kurzerhand auf kommende Woche verschoben. Ich habe ja Zeit genug! Uuuurlaub! Einzig die eine Woche lang gewässerte rosa Herbstanemone und eine weitere Staude von der - Achtung! Schweres Wort! - Bauherrinenschwesterschwiegermutter wanderten ins Beet.  Nach hinten, da sie relativ hoch werden. Ein paar Blumenzwiebeln folgten, aber es ist noch einiges übrig für die Stellen, an denen noch die Riesentagetes und die Zinnien stehen.

Das war der dreckige Teil des Tages. Kehren wir also zurück in die Küche. Die Fetapralinen waren gestern. Heute versuchen wir uns an einer weiteren Käsespielerei zum Salat: Ziegenfrischkäse in Filo. Und zwar auch als eine Art kleine Päckchen. Ich gönnte dem Käse ein paar Schinkenstreifen und reichlich Petersilie, würzte mit Salz und Pfeffer und packte ihn ordentlich ein. Im Ofen kurz abgebacken - fertisch! Die Rote Beete-Apfel-Kombi kam dabei richtig gut zur Geltung. Lecker!

Was mich heute allerdings echt irritierte, war der frühe Sonnenuntergang. Trotz Erkältung machte ich mich noch auf den Weg zu einer Runde durch den Wald, aber plötzlich wurde es dunkel. Und als ich nach Hause kam, stellte ich fest, dass es noch total früh war. Winterzeit... Blöd...

von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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