Am Herd

Saturday, 30. january 2010 6 30 /01 /Jan. /2010 17:00
gmw - teller2Nachdem es hier seit ungefähr 48 Stunden pausenlos schneit, wurden alle Außentermine erstmal abgesagt. Max wird sein Training verpassen müssen, bekam aber die unschätzbare Chance, die fehlende körperliche Betätigung durch Räumarbeiten wieder auszugleichen.
Seit einer Weile plante ich bereits, ein Rezept meiner Oma Greta zu reanimieren. Die Zutaten waren bereits vor zwei Wochen besorgt worden. Für derartige Experimente ist ja nun heute ausreichend Zeit vorhanden, da andere Betätigungen ausfallen.
"Grießmehlschnittche mit Weinsoß" - das war etwas, das es desöfteren bei ihr gab, und das ich seit mindestens zwanzig Jahren nicht mehr gegessen hatte. Bis heute.
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Grießschnitten mit Weinsoße
Zutaten Grießbrei:
200 g Weichweizengrieß
750 ml Milch
30 g Butter
2 EL Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
Zubereitung:
Milch, Butter, Zucker und Salz in einem Topf aufkochen, den Grieß einrühren und kurz quellen lassen. Anschließend das Eigelb mit unterrühren.
Auflaufform, Schüssel o.ä. mit kaltem Wasser ausspülen und Grießbrei darin glatt streichen. Erkalten lassen.
Zutaten Weinsoße:
400 ml Weißwein
100 g Zucker
Zitronensaft nach Geschmack und Belieben
2 Eier (getrennt)
3 EL Speisestärke
200 ml Sprudelwasser
Zubereitung:
Wein mit Zucker und einem (oder mehreren) Spritzer(n) Zitronensaft aufkochen, kurz abkühlen lassen und Eigelb und Speisestärke unterrühren. Nochmals kurz aufkochen und erkalten lassen.
In die kalte Soße den Sprudel rühren. Dann die Eiweiße zu Schnee schlagen und vorsichtig unterheben.
Zutaten Grießschnitten:
1 Ei
Semmelbrösel
Butterschmalz zum Anbraten
Zubereitung:
Kalten Grießbrei in Scheiben schneiden. Scheiben in verquirltem Ei und Paniermehl wenden und in der Pfanne von beiden Seiten anbraten (vorher -> nachher).
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Ich bin eigentlich nicht so sehr ein Freund süßer Hauptspeisen, aber das hier wollte ich unbedingt nochmal ausprobieren. An die "Schrattele" meiner Oma wage ich mich nicht so ganz heran. Die bekomme ich eh niemals so hin, wie sie damals geschmeckt haben. Ähhh... Es heißt natürlich "Béchamel-Kartoffeln".
Vielleicht ein Projekt für die Zukunft: Die Suche nach dem perfekten "Schrattele"-Rezept.
Am Ende erwiesen sich die "Gri
eßmehlschnittche" als sehr lecker - besonders die Weinsoße, die eher ein Weinschaum war. Jedenfalls wurde sie wesentlich fluffiger als bei meiner Oma, aber nicht schlechter. Alles in allem: Gibt es demnächst wieder (Kommentar Bauherr: "Mmmmhhh. Lecker. Wie Fischstäbchen ohne Fisch!"). An heißen Tagen sicher auch mit kalten Grießschnitten nicht schlecht.
Geplantes Großprojekt des Tages: Errichtung eines satisfaktionsfähigen Schneemanns, nachdem sein Vorgänger sang- und klanglos in den Schneemassen der letzten beiden Tage sein weißes Grab gefunden hat. Max konnte nach langen und zähen Verhandlungen als Helfer rekrutiert werden, während der Bauherr unverrückbar der Meinung ist, dass derartiges keinesfalls unter "in guten wie in schlechten Tagen" einzuordnen sei.
Am Ende war es ohnehin egal. Der Schnee taugt mal wieder null, und wir beschränkten uns darauf, den alten Schneemann auszugraben und vom Schnee zu befreien, und die Parkplätze und den Weg zum Haus zu räumen. Immerhin fielen diese Aktivitäten in die erste Schneepause seit fast zwei Tagen.
Und kurz riss sogar der Himmel auf und ein paar Sonnenstrahlen trafen auf den Waldrand vor meinem Küchenfenster und auf das Solarpanel, das dank seiner Anbringung an der Hauswand im Gegensatz zu denen der Nachbarn als einziges voll funktionsfähig ist.
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Friday, 29. january 2010 5 29 /01 /Jan. /2010 16:57
rka - rosenkohlGestern versprochen, heute gehalten: Hier ist das polarisierende Rosenkohl-Rezept.
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Rosenkohl-Auflauf
Zutaten:
1000 g Rosenkohl (frisch o. TK)
400 g Geflügelfleischwurst
2 Eier
400 g Saure Sahne o. Crème fraîche
ca. 100 g Parmesan, gerieben
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Rosenkohl waschen, putzen und blanchieren
(bei TK-Ware: nur blanchieren). In eine Auflaufform geben. Fleischwurst würfeln, zugeben und mit dem Rosenkohl mischen.
Eier trennen, Eigelb mit der Sauren Sahne bzw. der Crème fraîche und dem Parmesan vermischen. Eiweiß steif schlagen und unterziehen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Alles über die Rosenkohl-Fleischwurst-Mischung geben und verteilen.
Bei 200° C (Umluft) 35 bis 40 Minuten auf mittlerer Schiene garen. Fertisch!
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Die angegebenen Mengen sollten für vier Personen ausreichend sein. Oder für zwei Personen mit Aufwärmen am nächsten Tag...
Apropos "aufwärmen"... Hier schneit und schneit und schneit es ununterbrochen, während in Mainz und Wiesbaden Tauwetter herrscht. Der Heimweg nach dem Büro war wie eine Reise in eine andere Welt. Am Wiesbadener Nordfriedhof, an dem ja offensichtlich ohnehin eine andere Klimazone beginnt, schlug der Nieselregen in Schnee um. Dann in mehr Schnee. Und schließlich in unglaublich viel Schnee.
So viel Schnee, dass es Norbert heute anscheinend nicht zu seiner Futterstelle, von der allerdings auch nichts mehr zu sehen ist, geschafft hat. Armer, kleiner Norbert! Jetzt irrt der wahrscheinlich ausgehungert auf Futtersuche durch Kälte und Schnee und seine kleinen Füßchen sind eiskalt. Wenn ich nur wüsste, wie man ihm helfen könnte!
Vom Einkaufen habe ich ihm eben jedenfalls mal etwas mitgebracht. Was für Hamster und Meerschweinchen gut ist, kann ja einer Maus nicht schaden. Irgendwie hat die Packung nur ein "T" zuviel...
Nachdem wir es im Anschluss an den Einkauf kaum noch schafften, das Auto auf den Parkplatz zu fahren, beschlossen Max und ich, dass es wohl eindeutig an der Zeit sei, ein wenig Schnee zu schippen. Die Parkplätze sind jetzt von der Straße aus wieder gefahrlos zu erreichen. Der vom Schneepflug angehäufte Wall ist komplett entfernt. Jedenfalls für die nächsten paar Stunden.
Desweiteren haben wir einen Weg zur Tür geschaufelt, damit der Zeitungsmann morgen nicht wieder abzieht, weil er nicht bis zum Briefkasten durchkommt. Lustig war auch der Moment, in dem wir ins Überlegen kamen, aus wievielen Palettenstufen unsere Designertreppe denn nun eigentlich besteht. Das waren doch mehr als eine, oder? Allerdings. Die untere war nur ebenerdig eingeschneit und komplett verschwunden.
Komplett verschwunden ist er zwar noch nicht, aber das scheint nur eine Frage der Zeit zu sein: der Schneemann bzw. was von ihm übrig ist. Ich denke, wir werden ihn morgen vergrößern müssen, damit man noch etwas von ihm erkennen kann. Witzig auch der Tisch auf der Terrasse, der wie ein riesige Pilz aussieht. Nahaufnahme gefällig? Hier bitte sehr! Gut, dass ich morgen nicht ins Büro muss.
von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Thursday, 14. january 2010 4 14 /01 /Jan. /2010 16:53
LachsnudelnManchmal muss es bei der Nahrungszubereitung flott gehen. Heute war das so ein Tag. Das heutige Abendessen gibt es seit ca. drei Jahren immer mal wieder. Eins von den Rezepten, die man mal ausprobiert hatte, und die es dann in die Standardliste geschafft haben.
Besonders die beiden Herren verlangen immer mal wieder danach. Und - wie gesagt - es geht flott und einfach. Da beugt man sich den Bitten doch besonders gern.
Und so schafften es die Lachsnudeln (Ja... Sorry... Schon wieder Lachs, aber diesmal kein Räucherlachs...) auch in mein Kochbuch mit den Lieblingsrezepten. Jeder Haushalt hat ja so seine Stammgerichte, die sich von Zeit zu Zeit wiederholen. Manche sind "ererbt", manche selbst entdeckt, manche irgendwo gegessen und hinterher nachgekocht, aber sie haben eins gemeinsam: Sie sind meist ohne größeren Aufwand herzustellen, benötigen nicht übermäßig viele oder gar ausgetickerte Zutaten, schmecken lecker und man kocht sie irgendwann ohne Blick aufs Rezept.

Heute gab es also
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Lachsnudeln
Zutaten:
500 g Bandnudeln
4 Lachsfilets (TK oder frisch)
Öl
200 ml Brühe
200 ml Sahne
100 ml Milch
1 Tube Tomatenmark
Basilikum
Petersilie
Salz
Pfeffer
Zubereitung:
Den Lachs in Würfel schneiden, salzen, pfeffern und in etwas Öl scharf anbraten. Die Würfel dürfen ruhig etwas Farbe bekommen, sollten aber möglichst nicht komplett zerfallen. Mit Brühe, Milch und Sahne ablöschen. Tomatenmark nach Geschmack zugeben (wir mögen es gerne etwas tomatiger...), mit Kräutern, Salz und Pfeffer würzen und abschmecken.
Parallel Nudeln kochen. Fertisch!
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Nachdem ich vor einiger Zeit dieses Tomatenmark entdeckt habe, benutze ich es ganz gerne. Besonders bewährt hat sich auch die scharfe Version mit Chili für schärfere Gerichte. Gewürzt wird natürlich trotzdem noch.
Wer Tomatenmark gar nicht mag, kann es vielleicht auch mal mit passierten Tomaten probieren. Stelle ich mir mit sehr klein gehackten Tomatenstückchen zusätzlich auch ganz lecker vor.
So. Ich denke, das war jetzt erstmal das letzte Lachsrezept. Es gibt ja durchaus auch noch andere leckere Sachen.
Ansonsten bestand das Highlight des Tages aus Max' Versuch, einen Engelabdruck in der Schneeverwehung vor meinem Auto zu hinterlassen. Ohne Rücksicht auf Verluste ließ er sich schwungvoll rückwärts in die vermeintlich weichen Schneemassen fallen - und landete mit einem etwas hohl klingenden "Wupp!" auf statt im Schnee. Was locker aussah, war über den Tag ziemlich stark angefroren. Dumm gelaufen!
Aus dem Schneemann wurde auch heute wieder nichts. Das Zeug klebt einfach kein bißchen. Total frustrierend. Fast so frustrierend wie nach Luft schnappend und in Rückenlage wie ein riesiger Käfer auf einem Schneeberg zu stranden... Oops! Sorry, Max!
von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Sunday, 3. january 2010 7 03 /01 /Jan. /2010 13:27
Umland:Landschaft 0246swEs gibt guten Schnee und es gibt doofen Schnee. Der, der sich zur Zeit auf unserem Grundstück befindet, gehört definitiv zur zweiten Sorte. Man bekommt nicht mal einen gescheiten Schneeball hin.
Mein Projekt "Riesenschneemann" scheiterte bereits im Ansatz kläglich. Da klebte gar nichts. Und die Kugel, die ich längere Zeit tapfer vor mir herrollte, wurde eher kleiner als größer. Nach einer Weile musste ich wohl oder übel einsehen, dass das so auch mit übermenschlicher Willenskraft nichts werden konnte, und gab frustriert auf.
Menno! Und als dann auch noch der Schmitti in Innsbruck nicht unter die besten 30 kam, hakte ich den Tag ab und ergab mich der magischen Wirkung der roten Kuscheldecke.
Ein Verlust war das nicht. Draußen war nichts als Nebel und später gesellte sich dann Dunkelheit dazu. Da musste man nicht unbedingt mit von der Partie sein, wenn es sich irgendwie vermeiden ließ. Und es ließ sich vermeiden.
Um meine Untätigkeit zu kaschieren, haue ich jetzt einfach das Alternativ-Lachs-Auflauf-Rezept drunter. Da wirkt der Blogeintrag gleich etwas fülliger.
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Kartoffelauflauf mit Lachs
Zutaten:
300 g Räucherlachs
1 kg Kartoffeln
1 EL Mehl
2 EL Butter
250 ml Milch oder Sahne
1 Spritzer Zitronensaft
1/2 Bund Dill
2 EL Crème fraîche
200 g geriebenen Käse
Zubereitung:
Kartoffeln schälen und - je nach Geschicklichkeit und / oder Geduld - in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Eine Lage fächerartig in eine gefettete Auflaufform schichten. Mit einer Lage Räucherlachs belegen. Wiederholen bis Lachs und Kartoffeln aufgebracht sind. Erfahrungsgemäß komme ich damit auf drei Lagen Kartoffeln und zwei Schichten Lachs.
Für die Soße eine Mehlschwitze herstellen, mit Milch bzw. Sahne ablöschen, mit Zitrone und Dill abschmecken und mit Crème fraîche verfeinern.
Soße über den Auflauf geben und diesen mit geriebenem Käse bestreuen.
Für 30 Minuten bei 180° C Umluft bzw. 200° C Ober- / Unterhitze in den vorgeheizten Backofen schieben.
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Fotos werden irgendwann im Laufe der Woche nachgereicht.

Edit: Done!
von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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Thursday, 31. december 2009 4 31 /12 /Dez. /2009 13:00
28 - Advent & Weihnachten 0067... bin ich heute morgen irgendwie angeschlagen und erkältet aufgewacht. Momentan geht es noch einigermaßen und ich schleppe mich so durch die Silvestervorbereitungen.
Wichtigster Aspekt: Wäsche abhängen! Es müssen ja nicht gleich unnötige Risiken, was den positiven Verlauf des Neuen Jahres angeht, eingegangen werden.
Und: Ja, da bin ich irgendwie abergläubisch.
Und weiter: Ja, das ist Unsinn und widerspricht sowohl dem gesunden Menschenverstand als auch dem christlichen Glauben, ich muss es aber trotzdem alljährlich tun. Pah!
Weiterhin habe ich mich eben bereits daran gemacht, die Reste des Weihnachtsblätterteigs zu verwerten. Ein Teller mit Hackfleisch und Feta gefüllten Blätterteighäppchen ist das Ergebnis.
Jetzt suche ich noch nach einer zündenden Idee, was ich mit dem Büffelmozzarella und den Sardellen anfangen könnte. Momentan geht es in Richtung Crostini. Mmmmhhh...
Der Abend wird ruhig und gemütlich werden. Zumindest für den Bauherren und mich. Max wird sich auf einer wahrscheinlich weniger beschaulichen Party in Mainz vergnügen und erst morgen zurückkehren.
Und da wir ja nun eine stressfreie Zwei-Mann-Fête planen, können wir schließlich essen, was wir wollen und müssen keinerlei Rücksicht auf eventuell vorhandene Gästevorlieben oder -abneigungen nehmen.
Einfach sollte es werden, aber trotzdem lecker. Deshalb wurden gestern bei tegut Wiener Würstchen eingekauft. Wie die zu den geplanten Herzoginkartoffeln passen? Ganz hervorragend natürlich! Schließlich steht im burda Grundkochbuch "Die gute Köchin", Ausgabe von 1981, als Anmerkung unter dem Rezept "Passt zu feinen Fleischgerichten". Und was könnte wohl eher als "feines Fleischgericht" durchgehen als mit klassischer Musik beschallte Wiener?!
Meiner Ansicht nach eine hervorragende Wahl als Festessen. Als zweite Beilage neben den Herzoginkartoffeln habe ich etwas aus Lauch und Schinken gebastelt, das in etwas Sahnesößchen nachher nur kurz im Ofen sein Seepferdchen machen muss. Und mit ein paar leckeren Häppchen davor und danach sollte das insgesamt dann auch völlig ausreichend sein.
Und damit wünsche ich allen - je nach Vorliebe - einen angenehmen / aufregenden / spannenden / ruhigen / schönen Jahreswechsel und nur das Beste für 2010!
von MrsFlax - veröffentlicht in: Am Herd
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