„Ebony and Ivory…

… live together in perfect harmony
Side by side on…“
McCartney & Wonder
… unserem Fußboden.
Beim Betreten des Hauses wollte ich erst gar nicht weitergehen, weil ich Angst hatte, etwas zu zerstören, aber die Abdrücke der Arbeitsschuhe in den am Boden befindlichen Styroporplatten haben mich ermutigt, es doch zu versuchen. Gaaaanz vorsichtig. Im gesamten Erdgeschoss ist weißes Granulat verteilt und darauf liegen die eben genannten Platten.
‚Im ganzen Erdgeschoss? Nein! Ein von unbeugsamen OSB-Platten bevölkerter Fleck im Wohnzimmer hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten.
Die fröhlichen und rauflustigen Platten fürchten sich eigentlich nur vor einem – dass ihnen die Schüttung auf den Kopf fällt.‘
Offensichtlich hatten die Schüttungsmänner keine Lust, die letzte Palette aus dem Haus zu räumen und hatten lustig drum herum gearbeitet. Wenn das so bleibt, können wir uns den Wohnzimmertisch sparen. Der Rest des Erdgeschosses ist richtig schön weiß und sieht total verändert aus. Besonders angenehm erscheinen diese Veränderungen natürlich, wenn man an ihrer Entstehung nicht mit Blut, Schweiß und Tränen beteiligt war.
Das Obergeschoss ist schwarz und riecht streng. Obwohl das eigentlich noch zu harmlos formuliert ist. Das schwarze Zeug dünstet irgendetwas wirklich Fieses aus, das meiner Lunge den Rest hätte geben können. Also das bißchen, das die Zellulose nicht geschafft hat… Ein kurzer Rundumblick und ein paar Fotos – und nix wie wieder die Treppe runter!
Fotos von „Himmel & Hölle“ im Ordner „Warten auf den Estrich“.
Nach dieser irgendwie religiösen Erfahrung dachte ich auf dem Heimweg bereits, im BMW vor mir sei soeben ein neuer Papst gewählt worden. Diese Mengen von weißem Rauch aus dem Auspuff waren jedenfalls nicht normal. Als dann aber niemand „Papam habemus!“ aus dem Fenster rief und mir langsam klar wurde, dass in den Wagen unmöglich ca. 120 Kardinäle Platz finden würden (jedenfalls nicht im Lehmann-Format), verwarf ich den Konklave-Gedanken wieder und entschied mich für eine defekte Kopfdichtung. Menno!
Zurück zu Hause ergab ein Anruf bei Tom-we-are-in-control-of-everything, dass der provisorische Wohnzimmertisch morgen noch entfernt wird. Die Fußbodenheizung wird also nicht drum herum verlegt. Und nach dem zerquetschten Lüftungsrohr in Max‘ Zimmer, auf das irgendwann mal irgendwer getreten sein muss, schaut morgen auch noch jemand. Ich hatte schwere Bedenken, dass es am Ende mit Estrich verfüllt werden könnte, weil die Abklebung mir nicht ganz dicht erschienen war.
Und da heute der erste Abend ist, an dem nichts zu tun ist – es wäre natürlich jede Menge in der Wohnung zu tun, aber das habe ich auf den morgigen Nachmittag verschoben – werde ich jetzt mal zum gemütlichen Teil des Tages übergehen: Badewanne! Sofa! Rotwein! Bitte bereithalten! Es geht gleich los!

4 Kommentare

  1. Warum habt Ihr das denn nicht selber gemacht? Das war die schönst Arbeit der ganzen Bauphase. Sehr schnell und effektiv, schön sauber und überhaupt nicht anstrengend. Und es sah hinterher alles so schön gepflegt aus. 🙂

    1. schön gepflegt sieht es auch so aus 😀
      wir sind fertig. rekonvaleszent bzw. todkrank. wahrscheinlich hätten wir vor entkräftung nicht mal mehr die verpackungen von den dingern aufreißen können…
      eure rigipshalter haben wir übrigens in unserem tollen materiallager in sicherheit gebracht. die brauchen wir nochmal für die hwr-decke, die jetzt doch angehängt wird.

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