Maybe…

„Deep inside the forest
Is a door into another land
Here is our life and home
We are staying, here forever
In the beauty of this place all alone
We keep on hopin’…“

Heute hofften wir mal wieder auf einen Tom-Rückruf. Vergeblich. Immerhin nahm er nach einem weiteren Anrufversuch des Bauherrn wenigstens mal sein Telefon ab. Unsere drei Hauptprobleme „Was tun mit dem Krater im Technikraum-Estrich?“, „Wo steckt der verdammte Elektriker?“ und „Wann kann das Solarpanel angebracht werden, damit das Schlafzimmer gespachtelt und verputzt werden kann?“ wurden diskutiert.
Der Höllenschlund bei den Leerrohren soll am Montag irgendwie kurzfristig verfüllt bzw. ausgegossen werden. Da sind die Herren der Baufirma nämlich vor Ort, um – Überraschung! – die THZ zu installieren. Nett, dass man uns das wenigstens vorher noch mitteilt, denn schließlich müssen bis dahin Fliesen an der Stelle verlegt sein, an der die Anlage stehen soll.

„… Maybe
There’s a world where we don’t have to run
And maybe
There’s a time we’ll call our own
Livin‘ free in harmony and majesty
Take me home
Take me home…“

Der Elektriker war wohl angewiesen worden, heute seine Arbeit fortzusetzen, schien aber offensichtlich – der Bauherr befand sich zum Zeitpunkt des Telefonates im Haus – mal wieder nicht dort zu sein. Das irritierte nun wohl selbst unseren recht verblüffungsresistenten Bauleiter etwas. Die Elektroarbeiten sollen jedenfalls angeblich bis Freitag beendet sein. Wie das allerdings angesichts des bisherigen Arbeitstempos (nach jedem Arbeitstag mehrere Wochen schöpferische Pause) funktionieren soll, ist uns nicht ganz klar.Vielleicht ist der Elektriker ja auch einer der Menschen, die ordentlich Druck brauchen, um zu Höchstform aufzulaufen. Sowas gibt es ja. Kenne ich sogar ein bißchen von mir selbst… Gut. Jetzt hat er Druck. Und das nicht zu knapp.
„… Walkin‘ through the land
Where every living thing is beautiful
Why does it have to end
We are calling, oh so sadly
On the whispers of the wind
As we send a dying message…“

Zum Thema Solarpanel gab es dann eine ganz andere Aussage als in den letzten Wochen und Monaten auf die stets gleiche Frage („Wann?“). Das Haus muss nun doch nicht vor der Montage verputzt sein. Die Befestigung kann plötzlich auch so angebracht werden. Während des Verputzens wird das Panel dann kurz abgehängt und hinterher endgültig befestigt. Warum wurde das nicht gleich so eingeplant? Dann würde jetzt nicht seit Wochen das fette Kabel völlig unmotiviert mitten aus der Schlafzimmerwand hängen, die deshalb ja auch bisher nur provisorisch beplankt werden konnte und nun wieder geöffnet werden muss. Ärgerlich!
„… Maybe
There’s a world where we don’t have to run
Maybe
There’s a time we’ll call our own
Livin‘ free in harmony and majesty
Take me home
Take me home…“

Immerhin erweist sich der Fliesenleger in der Stunde der Not als echte Stütze (oder um Annie Kinsella aus „Field of dreams“ zu zitieren:
a warm and gentle voice of reason during a time of great madness“). Er ist spontan bereit, den Technikraum noch Freitag Abend oder Samstag zu fliesen, damit die THZ am Montag auf einen ordentlichen Untergrund gestellt werden kann. Ähnlich hilfsbereit und freundlich verhält sich unser Fliesenhändler, der ohne langwierige Diskussionen und Bitten, heute mittag sofort bereit ist, uns bis morgen die entsprechenden Fliesen zu besorgen. Das sollte also funktionieren.
Morgen fahren wir hin, um sie abzuholen, und schauen uns bei der Gelegenheit auch die potentiellen Küchenfliesen an. Ich darf auf keinen Fall die Kamera vergessen…
„Maybe
There’s a world where we don’t have to run
Maybe
There’s a time we’ll call our own
Livin‘ free in harmony and majesty
Take me home
Take me home“
– Thom Pace

Mein Gott, was ging es dem „Mann aus den Bergen“ gut!
Ein bißchen den Waschbär kuscheln, eine Weile durch den Wald laufen, alle nötigen Arbeiten nebenbei selbst erledigen. So langsam entwickle ich einen veritablen Hass auf das, was man im allgemeinen für „Zivilisation“ hält. Ich will einen Esel. Und einen Vollbart. Und etwas Ruhe, bitte!

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