„Skippiiiiieeeee, Skippiiiiieeeee, Skippy the bush kangourou“

Bravo, Eintracht, du einziger Bundesliga-Verein meines neuen Heimat-Bundeslandes! Und Respekt zum aktuellen Trainer-Einkauf. Da fällt einem echt gar nichts mehr ein.
Vor allem, wenn man das Skibby-Interview auf sport.ard.de gelesen hat.
Prinzipiell würde es wohl Sinn machen, die Frankfurter Feuerwehren bereits einmal in Bereitschaft zu versetzen (Janett? Könntest du das bitte mal erledigen?). Sätze wie
Wir wollen Begeisterung und Feuer im eigenen Stadion auslösen.“ lassen doch nun wirklich nichts anderes erwarten als einen Großbrand. Was sonst wird jemand, der über eine ähnlich lethargische Grundstimmung wie das kurzfristig mal in die Türkei abgeschobene Buschkänguruh verfügt, mit „Feuer entfachen“ denn wohl sonst meinen?!
Lustig auch die Formulierung der hr-online-Redaktion:
Zuletzt war Skibbe bei Galatasaray Istanbul tätig, musste dort aber wegen Erfolglosigkeit im Februar seinen Hut nehmen.“ Verschwiegen wird dabei – natürlich aus Versehen – wann Skibbe in Istanbul den Dienst angetreten hat. Und der traditionell fruchtbare Boden für deutsche Trainer dürfte wohl damit in Istanbul wohl auch endgültig verbrannt sein. Die ARD ist da schon etwas gehässiger und legt nochmal nach: Zuvor hatten bereits die Bundesligisten Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund das Arbeitsverhältnis mit dem gebürtigen Gelsenkirchener vorzeitig aufgelöst.“
Skibbe zu dem unglücklichen Intermezzo, in dem er Galatasaray immerhin erfolgreich Richtung Abstieg geführt hat: Mir haftet ja manchmal der Ruf des nicht erfolgreichen Trainers an. Das ist unglaublich unfair. Ich war in Dortmund, bei der Nationalmannschaft und auch in Leverkusen zumeist erfolgreich. Ich habe in den letzten zehn Jahren Spuren hinterlassen, … Manchmal? Nicht so? Zumeist erfolgreich? Nun ja! Und „Spuren hinterlassen“ kann man auch auf verschiedene Art und Weise interpretieren. Spuren der Verwüstung? Wirklich witzig formuliert. Da zieht man ja fast den Hut vor dem genialen Rhetoriker Skibbe.
Der etwas patzige Unterton erinnert allerdings irgendwie an das Merkel. Ich freue mich jetzt schon auf Sätze wie „
Mir haftet ja manchmal der Ruf der nicht erfolgreichen Kanzlerin an. Das ist unglaublich unfair. Ich war in Heiligendamm, bei der Spielen der Nationalmannschaft und auch in der Uckermark zumeist erfolgreich. Ich habe in den letzten zehn Jahren Spuren hinterlassen.“
Den Hut, den ich eben noch vor der genialen Rhetorik Skibbes gezogen habe, wird man als Eintracht-Fan wahrscheinlich lieber auf den Boden werfen, mit Äppler vollkleckern und eine Weile hysterisch darauf herumhüpfen, wenn man beim folgenden Nebensatz angelangt: „...
und es ist für mich auch definitiv kein Abstieg, zur Eintracht zu gehen.“ Klasse, Skibby! So gewinnt man die Fans für sich! Allein die Vorstellung, dass es ein Abstieg sein könnte, genügt schon, um ihn ein bißchen schlagen zu wollen. Nur ein bißchen natürlich. Deshalb fehlt dieser Satz auch im hr-online-Artikel.
Und was heißt eigentlich „kein Abstieg, zur Eintracht zu gehen“?! Fragt Turk!
Gut – der war gemein… Lassen wir das lieber… Das führt nun wirklich zu nichts. Immerhin hat der FSV ja nun demnächst die Chance, den Verein mit der drittschlechtesten Abwehr der Liga vernichtend zu schlagen. Dank Skibbe stehen die Chancen für einen Mainzer Sieg im legendären Rhein-Main-Lokalderby in der kommenden Saison denkbar gut. Also wenn ihr das versiebt, Jungs, dann weiß ich es echt nicht…

4 Kommentare

  1. Schon wieder Samstag? :augenreib:

    Und statt eines Kommentars zu Lancer the Cancer’s Nachwuchs nur eine Abhandlung über den langweiligsten Club der Bundesliga? hmmm….

    1. den nachwuchs des one-egg-wonders hatte ich eigentlich vor – besonders wegen der unglücklichen namenswahl – totzuschweigen. oops! schon wieder vergessen! 😀

  2. Totschweigen? Im besten und deppenbefreitesten Radsport-Forum des www werden Dinge totgeschwiegen?

    Damit zwingst du sensible Menschen ja direkt in Ocañas offi-zielles Magazin. Kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren? Oder beichtest du das wieder locker weg? 😀

    1. prinzipiell beichte ich alles locker weg. alles! 😀
      du verlangst also ernsthaft, dass ich einen schwerwiegenden fehler von vor ca. 17 jahren zugebe und dafür öffentlich buße tue? nö. dann lieber totschweigen und beichten ^^

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