Gardening at night

„The yard is nothing but a fence, the sun just hurts my eyes.
Somewhere it must be time for penitence. Gardening at night is never where.
Gardening at night. Gardening at night. Gardening at night…“

Und heute war er da: der letzte Gartenmann, dessen Angebot wir noch abwarten wollen, bevor wir uns entscheiden. Die Teletubbies haben sich im Laufe des Tages leider komplett aus dem Rennen gekegelt, indem sie für Anfuhr und Verteilung des Mutterbodens einen annähernd ähnlichen Preis forderten wie für die gesamten Restarbeiten: Pflastern, L-Steine und Spritzschutz setzen.
„… The neighbours go to bed at ten.
Call the prayer line for a change.
The charge is changing every month.
They said it couldn’t be arranged…“

Im Prinzip bleiben uns nach allem jetzt zwei Angebote und das nach dem heutigen Gespräch zu erwartende. Alles andere ist indiskutabel oder wahnwitzig teuer oder beides.
„… We ankled up the garbage sound, but they were busy in the rows.
We fell up, not to see the sun, gardening at night just didn’t grow…“
– R.E.M.
Nebenbei habe ich ganz schön viele Pflanzen im Laufe des Tages nach Hause geschleppt. Im Büro kam das vor mehr als zwei Wochen bestellte Baldur-Paket an. Abgesehen vom Ilex-Stämmchen für meine Kollegin befanden sich darin Bartnelken, gefüllte Ranunkeln und Phlox für mich. Damit kommt der Bauherr klar. Blüht ja alles.
Auch die auf dem Heimweg besorgten Amaryllis stießen noch auf Gegenliebe. Später im Baumarkt wurde es dann jedoch kritisch. Über- und Pflanztöpfe wurden noch genehmigt. Als ich jedoch begann, mich eingehender mit diversen Pflanzen zu beschäftigen, sackte die Begeisterung auf der nach unten offenen Bauherren-Skala in negative Bereiche. Am Ende schleppte ich kleinlaut einen winzigen Weihnachtskaktus nach Hause, der gerade noch so toleriert wurde. Schlumbergera ist aber auch wirklich ein fantastischer Name für eine Pflanze. Wer kann da schon widerstehen?
Ansonsten macht der Bauherr einen etwas geschwächten Eindruck. Mir scheint, da ist eine Erkältung im Anzug. Max laboriert bereits seit Tagen mit Erkältungsbeschwerden herum. Einzig ich blieb bislang verschont.
Die Futterhäuschen-News halten sich in überschaubaren Grenzen. Einzige Gäste heute waren das Rotschwänzchen, das sich nach einigem Zögern mit meinem „Vogel-Buffet“ anzufreunden scheint, und die halb verhungerte Meise von gestern, die sich gnädig dazu herabließ, eine Weile meinen Meisenknödel zu behacken.

„Kohlmeise (Parus major) – In Deutschland die vierthäufigste Vogelart, die praktisch in jedem Ort vorkommt; an vielen Futterstellen die dominierende Art.“Berthold, P., Mohr, G., (2008). Vögel füttern – aber richtig
Wenn morgen das Rotschwänzchen wegbleibt, ist sie auch an meiner Futterstelle die „dominierende Art“, aber das wollen wir ja mal nicht hoffen!

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