Douglas Adams revisited

„I don’t want to die! I’ve still got a headache! I don’t want to go to heaven with a headache, I’d be all cross and wouldn’t enjoy it!“
Douglas Adams war ein wirklich kluger Mann. Seine PAL- und seine Gin-Tonic-Methode haben mir bereits mehr als einen Tag gerettet. Auch heute habe ich mehrfach an ihn gedacht. Ein merkwürdiger Tag. Es begann schon merkwürdig.
Und zwar mit dem Anruf einer Kundin, deren Name „Frau Hirn“ war. Leider passte der Name nicht wirklich zu ihr, sodass eine endlos scheinende Diskussion zwischen ihr und meiner Kollegin entstand, während der man beim Zuhören schon mehrfach versucht war, im Schreibtisch nach einem Bolzenschussgerät zu suchen, um dem eigenen Leiden ein rasches Ende zu setzen. Nur: Wo ist eigentlich ein Bolzenschussgerät, wenn man eines braucht? Genau! Nirgendwo!
„‚So this is it. We’re going to die.‘
‚Yes…except…No! Wait a minute, what’s this switch?‘
‚What? Where?‘
‚No, I was only fooling. We are going to die after all.'“ 
Ja, das beschreibt den Büroalltag doch schon recht gut. Es ist halt nicht gerade einfach. Und mit Schweinegrippe oder etwas, das sich anfühlt wie Schweinegrippe, ist es noch schwieriger. Unendlich viel schwieriger. Exakt beschrieben wird das Bürogefühl nur durch ein Zitat aus „Der tiefere Sinn des Labenz“ (Das Wörterbuch der bisher unbenannten Gegenstände und Gefühle), an dem Douglas Adams mitwirkte. Unter „N“ wie „Nickenich“ (Heimat!) findet sich die perfekte Beschreibung:
Nickenich, der
Jemand, der es für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung
hält, hinter seiner Gartenhecke zu stehen und ihm
unbekannten Personen mürrisch zuzunicken.“

Genauso ist das, wenn man den ganzen Tag mit dickem Schädel, laufender Nase und fiesem, unproduktivem Husten hinter seinem Schreibtisch sitzt, während Angehörige anderer Abteilungen an einem vorbeiflanieren. Ich war heute ein Nickenich. Prima…
„He hoped and prayed that there wasn’t an afterlife. Then he realized there was a contradiction involved here and merely hoped that there wasn’t an afterlife.“
Das Leben – und wahrscheinlich auch, was danach kommt – ist hart. Und die Garten- und Landschaftsbau-Angebote sind es nicht minder. Heute ging eins ein, bei dem wir angesichts des Preises der Pflasterarbeiten den Angebortsersteller am liebsten stundenlang geherzt und gekost hätten. Als unser Blick jedoch auf den Preis für die restlichen Arbeiten fiel, erstarb das wohlige Gefühl so schnell wie es entstanden war.
Ein Angebot steht noch aus. Und dann wird die Entscheidung fallen.
„It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes.“
Deshalb gab es dann auch Reis zum Abendessen.

3 Kommentare

  1. Frau. Hast du dir schon einmal wirklich Gedanken gemacht, wie ein solches schwere Teil von „Bolzenschussgerät“ in eure Schreibtische passen würde? Wahrscheinlich doch nicht. Aber es gibt ja auch
    kleinere, ältere und kostengünstige Modelle von Hilti. Alerdings kostet die Munition entsprechend mehr. Ich glaube für wirklich Büro taugliche Alternativen soll es aber auch schon geben. Die,
    glaube ich, nennen sich aber „Tacker“. 😉 Oder liege ich da falsch? 🙂
    Gesundheitlich hörst du dich wirklich bald wie ein herbstliches „Ringelschwänzchen“ an. Irgend wie scheinst du keine richtigen Abwehrmassnahmen in deinem Körper zu haben. Aber kein Wunder bei
    diesem „Jahr“. 😉 Die oben benannte Methode von Jin und Tonic, könnte man im wahrem Leben aber auch mit anderen „Mittelchen“ realisieren. Wobei der See dann allerdings eine andere Geruchs und
    Geschmackskomponente allerdings hätte. 🙂
    Wünsche dir auf jeden Fall entsprechende Erholung und für die Zukunft den Rat, mit deinen Umarmungen und Küssen für entsprechende HAndwerker, vorsichtiger um zu gehen. 😉
    Schönes Wochenende wünscht rolf

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