Schau! Wie’s baden geht!

Da hat Wiesbaden doch seit gestern ein kleines Problem neben dem Finanzministerium. Möglicherweise auch eins im Finanzministerium, aber darum geht es jetzt hier nicht.
Seit gestern sprudelt eine neue Quelle in einem der ältesten Kurbäder Europas. Sieht zwar nicht wirklich gesund aus (siehe: Spiegel online), aber wesentlich motivierter als die Feuerwehrmänner auf dem ersten Foto der Fotostrecke.
Guuut… 6000 Liter Wasser pro Minute wollen auch erstmal verkraftet werden.
Die Frage ist nun: Ist das etwa der Zorn des Herren wegen der Schlampereien unseres Elektrikers? Gerade jetzt, wo eigentlich alle Arbeiten zu unserer Zufriedenheit erledigt worden sind? Das wirkt fast ein wenig unfair…
Immerhin scheint das Schlimmste mittlerweile vorüber zu sein. Bei meiner Durchfahrt heute Nachmittag habe ich zumindest keine Anwohner mit Schlauchbooten oder beim Archenbau im stolzen Kurbad entdecken können. Irgendwie beruhigend, obwohl die Mainzerin in mir ständig scheinbar zusammenhanglos albern kichert.
Irgendwie beunruhigend hingegen: dieser Artikel aus dem dpa-Newsticker der Zeit. Entweder sind Pferde deutlich intelligenter und wesentlich bessere Wissenschaftler als ich bisher vermutet hatte (und ich bin weit davon entfernt, Pferde zu unterschätzen) oder aber bei der Zeit hat man ein größeres Sprachproblem, als ich bislang vermutet hatte. „Erbgut vom Pferd entziffert“ – mein Gott!
Mit lustigen Verschreibern auf Speisekarten chinesischer Schnellimbissbuden hat man sich ja langsam abgefunden (unser Stamm-Chinamann in Hechtsheim bot z. B. Ewigkeiten lang „Bambi Goreng“ an…), aber das ist doch irgendwie schon schockierend. Ich hoffe, es handelt sich bei dem schlauen Pferd wenigstens um Mr. Ed. Ansonsten werden wir wahrscheinlich nie erfahren, was im Erbgut denn nun eigentlich gefunden wurde. Und vor allem in wessen Erbgut.
Immerhin durchlief die gleiche Meldung bei Spiegel-Online und dem Hamburger Abendblatt so etwas wie ein Korrektorat. Hier titelte man „Forscher entziffern das Pferdegenom“ bzw. „Erbgut des Pferdes ist entziffert“. Danke!
Ansonsten verlief der Tag recht ereignislos. Wenigstens konnte ich die ersten drei Winterpokal-Punkte einfahren. Wobei „einfahren“ irgendwie zu schnell klingt. Vielleicht wäre „mühsam nach Hause schleppen“ die richtige Formulierung. Trotz der noch immer in meinem Körper wütenden Erkältung war das Läufchen eine echte Wohltat. Die Sonne schien sogar streckenweise! Hat wirklich Spaß gemacht.

2 Kommentare

  1. „Nach dem Hund haben Forscher einen weiteren Wegbegleiter des Menschen genetisch entziffert“ – hätten sie den Hund einfach danach gefragt, hätten sie sich eine Menge Arbeit sparen können, die
    Forscher. :hope:

    1. wohl wahr, wohl wahr!
      ich soll dir übrigens von lenin ausrichten, dass er es sich verbittet, mit revolutionsverrätern wie erich in einen topf geworfen zu werden 😀

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