Soll ich? Oder soll ich nicht?

27 - Tierisches 2413bAußer einer gründlichen Autoinnenraum-Säuberungsaktion inklusive der Entfernung von Erdklumpen und Pflanzenresten und ein wenig Blümchen-Gießen verlief der heutige Tag eher gemütlich. Immerhin ist morgen wieder Büro angesagt. Da müssen Kräfte gesammelt und nicht verschwendet werden. Keine Frage! Heute war nochmal ein echter Ruhetag vonnöten.

Die Frage, ob der Fernseher für „Rund um Köln“ angeschaltet werden soll, war da schon deutlich kniffliger. Am Ende sah ich mir die letzten 40 Kilometer an. Was da allerdings immer noch Marcel Wüst zu suchen hat, und wieso niemand ernsthaft etwas gegen stundenlange, inbrünstige Greipel-Huldigungen unternimmt, erschließt sich mir nicht ganz. Ätzend… Wenigstens hat er freundlicherweise davon abgesehen, das Ding auch noch zu gewinnen.

Highlight des Tages war der erste Besuch eines Vogel im Vogelhäuschen. Auf meine neuen Blaumeisenfreunde ist offensichtlich Verlass! Und nach längerer Wartezeit habe ich eine davon sogar beim Erdnussabtransport (Klick! Klick! Klick!) erwischt. Damit scheint meine Futterstelle wohl endgültig akzeptiert zu sein. Ich bin begeistert!

Was mich auch hin und wieder begeistert, sind die Suchanfragen über Google, durch die der ein oder andere Leser im BlogHAUS landet. Es ist mal wieder an der Zeit, mich einigen davon eingehender zu widmen. Das letzte Mal liegt lange zurück. Und davor hatte ich mich zuletzt im Juni 2009 mit dieser „Thematik“ beschäftigt.

Bleiben wir erst einmal beim Thema „gefiederte Freunde“ und dem wirklich lustigsten Suchbegriff: „Eichelhäher an Fenster kloppen“ gab ein Leser in die Google-Suche ein. Herrlich! Das würde ich manchmal auch gerne tun, wenn das Vieh wieder aufgeplustert, kreischend und meisenvertreibend im Baum vor dem Bürofenster sitzt. Endlich Gleichgesinnte! Weiter so. Man wird ja noch träumen dürfen…

Apropos „träumen dürfen“: Ein echter Träumer hat folgendes gefragt „Hausbau wie kann Handwerker zum Verlassen der Baustelle gezwungen werden?“ Gute Frage! Ein einfaches Hausverbot dürfte genügen. Viel interessanter wäre jedoch folgendes gewesen: „Hausbau wie kann Handwerker zum Betreten der Baustelle gezwungen werden?“ Zumindest bei uns war es eher so, dass Handwerker gleich gar nicht oder zu einem deutlich verspäteten Zeitpunkt aufkreuzten.

Noch ein echtes Bauproblem: „Richtbaum welchen Baumart?“ Habe ich mich auch gefragt, als wir unseren besorgen sollten. Kurz vor Weihnachten – wie in unserem Falle – empfiehlt sich ein überteuertes Mini-Tännchen von einem dämlichen Verkaufsstand vor dem real,- Markt. Da weiß man wenigstens, wofür man sein Geld zum Fenster heraus geschmissen hat – vor allem, wenn man es sich ein paar Tage später vermutlich von kriminellen Offebächer Dachdeckern – wieder klauen lässt. Ansonsten würde ich eine Birke empfehlen. Mit hübschen Krepppapierbändchen. Hat sowas von Maibaum.

Ich weiß zwar nicht, warum sie diese Frage gestellt haben sollte, aber ich vermute, dass sie von meiner Kollegin mit der Akkusativ-Nominativ-Schwäche eingegeben wurde. Oder dass dieses grammatikalische Problem vielleicht am Ende doch weiter verbreitet ist als man denkt.

Die nächste Suchanfrage betrifft das Thema „Meine Fettröllchen hängen schon richtig über den Hosenbund“. Das hat tatsächlich jemand so bei Google eingegeben! Mir völlig unbegreiflich, wie man damit auf dieser Seite landen kann. Wahrscheinlich anlässlich eines Gejammers während der Zubereitung opulenter Süßspeisen. Aber das ist ja nicht die Frage. Was hofft man durch diese Worte zu finden? Gleichgesinnte? Fiese Fotos? Ermutigungen? Diäten? Mmmmhhh…

Auch nicht schlecht: „Was bedeutet ‚Ich rufe Sie gleich an‘?“ Eine ausgesprochen interessante Frage, auf die es soviele Antworten gibt wie auf „Was essen wir denn heute?“. Eine davon habe ich selbst gefunden. Hier. Und ganz ehrlich… Meiner Meinung nach bedeutet es gar nichts. Absolut nichts. Null. Nada. Niente. Nothing. Also lieber gar nicht weiter darüber nachdenken. Schont die Nerven.

Bleibt die letzte Frage: „Was soll ich tun?“ Auch da fragt man sich natürlich in erster Linie, was jemand erwartet, der diese Worte an Mr. Google richtet. Freizeittipps? Horoskope? Lebensberatung? Keine Ahnung. Prinzipiell wäre es vielleicht ein guter Rat, das Googlen zu lassen. Und sich einfach mal abseits des Rechners zu beschäftigen. So wie ich jetzt. Für mich hat der Bauherr nämlich eben diese Frage bereits beantwortet. Sein „Wir machen gleich ein Läufchen!“ duldete keinen Widerspruch und macht deutlich, dass er mich wieder für gesund hält. Gut. Dann mal los.

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