Sommerfutter

sllog - lauch, frühlingszwiebeln, orangeHach! Urlaub ist ja mal echt was Herrliches! Allein schon die Essensvorbereitungen. Man kann sich morgens in aller Ruhe überlegen, was es abends zu essen geben wird. Dann kann man gemütlich die Einkäufe erledigen und schließlich einfach wann es einem passt mit dem Kochen beginnen. Ich liebe es! Blöd, dass man sich die Zutaten wahrscheinlich nicht leisten könnte, wenn man nicht an ca. 220 Tagen im Jahr am Schreibtisch sitzen würde…

Heute stand mir kochtechnisch eindeutig der Sinn nach Neuem. Und nach Sommerlichem. Wenn man mit einem Hauch von Idee Google bemüht, stößt man wirklich auf nette Anregungen, die man dann nach Geschmack abwandeln kann. Und genau das habe ich heute getan. Und es war perfekt. Hier meine Version des heutigen Abendessens:

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Seelachsfilet mit Lauch-Orangen-Gemüse
Zutaten:
2 Frühlingszwiebeln
2 Stangen Lauch
1 Chilischote, fein gehackt (ich nahm gefriergetrocknete Chiliringe)
1 Stück Ingwer (Menge je nach gewünschter Intensität, bei mir waren es ca. 3 cm eines schmalen Stücks)
1 Bund glatte Petersilie
1 EL Zucker
2 Orangen
1 Schuss Prosecco
1 EL Zucker
1 Schuss Sahne
Salz, Pfeffer
Butter
400 g Seelachsfilet (sollte auch mit anderen eher eigengeschmacksarmen Fischen funktionieren)
Zubereitung:
Frühlingszwiebeln und Lauch in Ringe schneiden. Lauch nicht zu dünn, eher etwas breiter. Chili, Ingwer und Petersilie fein hacken. Orangen filetieren, Saft dabei auffangen. Etwas Butter in Pfanne oder beschichtetem Topf erhitzen, Frühlingszwiebeln und Lauch hinzugeben, ca. fünf Minuten anbraten. Anschließend Ingwer, Chili und Petersilie leicht anrösten und schließlich unterrühren.
Zucker darüberstreuen und alles kurz karamellisieren lassen. Mit dem Prosecco ablöschen und einkochen lassen. Orangenfilets und Saft zugeben und ca. eine Minute weiterköcheln. Den Schuss Sahne zugeben und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Seelachs den drei großen „S“ unterziehen (säubern, säuern, salzen) und etwas Pfeffer zugeben. In Butter von beiden Seiten goldgelb anbraten. Mit Reis servieren und mit etwas Petersilie ganieren. Fertisch!
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Das war wirklich – und ich sage es nicht gerne, weil ich eigentlich kein Freund von Ingwer bin – sensationell. Der Ingwer in Kombination mit den Orangen war wirklich göttlich. Leicht, frisch und nicht das, was man eigentlich von einem „Lauchgemüse“ erwartet. Gibt es ganz bald wieder. Der ingwerfreundlich eingestellte Bauherr bestand darauf.

Was zum heutigen Tag sonst noch zu sagen ist? Wenig! Die Tdf-Etappe konnte man ruhigen Gewissens vor der Siegerehrung abschalten, da man sich ja die Vorfreude aufs Abendessen nicht verderben wollte. Der Garten lebt nach dem gestrigen Regen regelrecht auf. Mal gespannt, wann es die ersten Radieschen geben wird. Die scheinen derzeit, was den Erntetermin anbetrifft, deutlich vorne zu liegen.

Ansonsten war das ein wirklich angenehmer und erfreulicher Tag. Mehr davon!

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