Die Schrecken der ‚Hilfslosigkeit‘

26 - Schriftliches 2853Nö. Wieder kein Tippfehler, sondern ein Zitat. Diesmal aber nicht von meiner Büronachbarin, sondern von meinem Freund F.J. Wagner. Der war gestern ganz groß in Form. Angst scheint ihn ohnehin zu extremen. sprachlichen und inhaltlichen Leistungen zu treiben. „Liebe Bakterienforscher, …“ ist ganz sicher eine.

„Mich erschreckt Eure Hilfslosigkeit“ und „Wenn man zurückdenkt, dann haben wir Deutsche eigentlich alles erfunden“ Sind ganz sicher Sätze für die Ewigkeit. Vor allem auch der mutige Einsatz eines total schwachsinnigen Fragesatzes gegen Ende – „Ist die Natur mächtiger als die Wissenschaft?“ – verdient eine besonders lobende Erwähnung.

Mir fällt es zwar bisweilen etwas schwer und ich kann mich seinem grandiosen Schlusssatz deshalb nur sehr eingeschränkt anschließen, hoffe aber sehr, dass er nicht bitter enttäuscht wird. „Weil ich an das menschliche Gehirn glaube, glaube ich, dass alles gut ausgeht.“ Prinzipiell nicht die beste Idee, aber wenn er meint…   

Immerhin haben seine süßen, kleinen und überaus deutschen ‚Bakterienforscherlein‘ ja heute herausgefunden, dass spanische Gurken schuld sind. Ja, gurken die denn nicht gerade durch Italien?! Nutzen denn deutsche Verbotsschilder („Keine Hunde, keine Radprofis“) denn gar nichts mehr?! ‚Weil ich an spanische Blutaufbereitung glaube, glaube ich, dass alles gut ausgeht.‘

Apropos „Aufbereitung“: Heute war dann auch endlich der große Tag des Sirupaufkochens und -abfüllens. Die Küche wurde zum zweitenmal innerhalb einer Woche komplett verklebt, aber am Ende standen sie da – gut drei Liter Waldmeistersirup und ebensoviel Holunderblütensirup. Gruppenfoto: Klick! Ein kleiner Testlauf des Holunderblütensirups in Sekt fand natürlich auch gleich statt. Das Ergebnis ist äußerst zufriedenstellend. Ich werde mich morgen nochmals auf den Weg machen und anschließend eine zweite Ladung ansetzen.

Im Garten ist derweil die erste Erdbeere errötet. Morgen werden wir sie ernten. Als Chef des Erdbeerbeets steht dem Bauherren natürlich das „ius primi morsus“ zu. Ich werde derweil Erdbeerrezepte ausdrucken und überlegen, was wir mit der – zumindest nach heutigem Stand – monströsen Gesamterntemenge anstellen werden. Prinzipiell müsste man doch auch Fruchtspiegel in größeren Mengen herstellen und einkochen oder zumindest einfrieren können.

Ich werde darüber bei einem Gläschen Sekt mit Holunderblütensirup nachdenken. ‚Ist der Alkohol mächtiger als die menschliche Dummheit?‘ Man weiß es nicht…

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