April im August

30 - Blumiges 1799Zumindest machte das heute ein bißchen so den Eindruck. Platzregen auf dem Weg ins Büro, strahlender Sonnenschein am Vormittag, Hagelschauer pünktlich zur Mittagspause und auf dem Heimweg nochmal ein fetter Regenguss.

Dass ich nach dem gestrigen Gelage noch etwas rekonvaleszent war, ließ mich den Feierabend meines ersten Arbeitstages nach dem Urlaub nur noch dringender herbeisehnen.

Bis dahin hatte ich dann auch sämtliche Briefe gelesen, die meine Kollegin mit dem gestörten Sprachzentrum in meiner Abwesenheit verschickt hatte, was meinen Allgemeinzustand nicht wirklich verbesserte.

Und ihrer hatte sich offensichtlich – zumindest hinsichtlich ihrem völlig absurden Verhältnis zu dem, was sie für ihre Muttersprache hält – auch nicht wirklich grundlegend geändert. Eher verschlimmert – falls das möglich ist. „Wir bitten Sie uns einer gültige Empfängernamen mitzuteilen“ spricht ja wohl eine deutliche Sprache. Sprache? Ach, was soll’s…

Beim abendlichen Rundgang durch den Garten durfte ich dann feststellen, dass das, was sich im Gemüsebeet großflächig selbst ausgesät und mittlerweile recht raumgreifende Ausmaße angenommen hatte, die erste Blüte hervorgebracht hat. Deshalb hier eine neue Quizfrage aus der beliebten Reihe „Was wuchert denn da in meinem Beet? Ist das Gemüse oder kann das weg?“: Was ist das hier? Es fühlt sich flauschig an. Wer es korrekt benennt, darf sich wahlweise über ein Glas Gammelnüsse oder eine 0,25 Liter Flasche Kirschlikör in seiner Post freuen. Her mit den Lösungsversuchen!

Ansonsten geben die Dahlien gerade alles. Wirklich schön! Auch wenn die Knospen bisweilen etwas seltsam wirken. Aber Seltsames muss ja nicht schlecht sein. Zumindest nicht im Garten. In DIN A4 mit der Unterschrift der Horrorkollegin drunter eher nicht. 

10 Kommentare

  1. Harte Nuss, die es da für ein paar Gammelnüsse zu knacken gilt. :manic:

    Du weißt es, oder? Zuerst war ich auf dem Cucurbitaceae-Trip, aber mittlerweile bin ich mir immerhin bei der Familie schonmal ziemlich sicher. 😀

    1. ich hatte, als ich den blogpost absetzte, überhaupt keinen plan, glaube jetzt aber, um 20:48 uhr hatte ich die richtige antwort in meinem maileingang aufgefunden zu haben: marko tippt auf
      physalis. und nachdem ich eben ein wenig gegoogelt habe, scheint mir das ein ziemlicher volltreffer zu sein. ich schätze, die gammelnüsse (oder doch lieber der kirsch?) gehen nach dresden =)

      falls es tatsächlich physalis sind – da landet ab und an schon mal eine auf dem kompost… – wird sich der bauherr sicher sehr darüber freuen. er „liebt“ physalis *hrhrhr*

  2. Puh! Da ist der Kelch bzw. das Gammelnussglas ja nochmal vorübergegangen. ^^

    Ich hätte fälschlicherweise auf ein Malvengewächs getippt und fühlte mich durch das heutige Hauptbild schon bestätigt. Gratulation nach Dresden! :fg:

    1. im prinzip hättest du dir das ja bereits vor monaten verdient, als du die frage nach meiner seltsamen zimmerpflanze beantwortet hast. falls du also unter dem weihnachtsbaum ein glas köstlichster
      gammelnüsse öffnen möchtest: ich habe ein kleines, das ich als preis für den „zweiten sieger“ anbieten könnte. du bist dann halt der ulle der
      pflanzenbestimmer ^^ 😀

  3. Da will ich mal hoffen, dass der Sommer für die verbliebenen Physalis noch lang genug ist. Eigentlich sollten da um diese Zeit des Jahres schon Früchte vorhanden sein.

    Viele Grüße

    Marko

  4. „Der Ulle der Pflanzenbestimmer“ war bestimmt gedopt. Er MUSS einfach gedopt gewesen sein. 😀

    Außerdem: hast du schon vergessen was passiert, wenn der Hund Gammelnüsse frisst? Willst du verantworten, dass er „Fontänen“ unter den Weihnachtsbaum bricht? 8o

    Nicht für ungut, aber ich lass mich lieber von Aussicht auf ein Fläschen Kirschlikör unterm Christbaum anspornen, beim nächsten Rätsel den Lance zu machen. =)

    1. den lance? findest du das nicht ein wenig eklig? also, ein wenig ekliger als gammelnüsse? 😀

      außerdem war „der ulle der pflanzenbestimmer“ nicht gedopt. der hatte einfach hervorragende hebelverhältnisse zum einarmigen reißen von kirschlikörgläsern. genetischer vorteil. pah! 😀

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