„An apple a day…

apfelkompott - äpfel… keeps the doctor away.“ Der nächste Arzttermin steht uns dann wohl erst wieder in ein paar Jahren bevor. Nach den Mirabellen durchliefen noch acht Kilo Äpfel die Küche. Und endeten schließlich als Apfelkompott und Apfelmus. In jeweils zwölf Gläsern. Damit sollte die größte Hungersnot gebannt sein.

Jetzt bin ich aber auch wirklich nicht mehr bereit, noch einen einzigen Apfel zu schälen. Jedenfalls heute nicht mehr. Gegen Ende fragte ich mich, ob man vom Apfelschälen eine Art Tennisarm – einen Apfelarm – bekommen kann. Besonders die kleineren Exemplare, die ich als faule Hausfrau natürlich bis zuletzt vor mir her geschoben hatte, machten mir dann doch zu schaffen.

Letztendlich sind die richtigen Äpfel von richtigen Bäumen eben doch keine Konfektionsware aus dem Supermarkt, sondern Designer-Unikate. Und so schmecken sie auch. Und deshalb haben sie auch eine Behandlung verdient, die im Endprodukt ein Kompliment an ihre Einzigartigkeit ist.

Wie auch immer: 24 apfelige Gläschen können nach ihrer Etikettierung nun zu ihren Apfelchutney-Freunden in den Kellerersatzraum wandern. Dort füllen sich die Regale zur Zeit extrem. Natürlich ist das Ding zu klein, wenn der Konservierungswahn Besitz von einem ergriffen hat. Beruhigend ist nur, dass die Vorräte im Winter nur verbraucht werden und sich nichts Neues hinzu gesellt.

Aber jetzt estmal zur laufenden Produktion. Die Gewürzzusammenstellung für das Kompott habe ich bei Frau Poletto ‚geklaut‘, jedoch nach Geschmack die Mengen verändert. Jedenfalls so in etwa. Auch hier wird wieder der Großteil des Zucker zu Beginn karamellisiert (wie bei den Mirabellen). Nehmt dies:
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Apfelkompott
Zutaten:
4 kg Äpfel
etwas Zitronensaft
250 g Rohrohrzucker
1 l naturtrüber Apfelsaft
3 Zimtstangen
Mark von drei Vanilleschoten plus Schoten
3 Sternanis
20 Pimentkörner
1/2 TL Macis
250 ml Calvados
Zubereitung:
Äpfel schälen, entkernen und würfeln. In einer mit Wasser und etwas Zitronensaft gefüllten Schüssel zwischenlagern.
Zucker in einem ausreichend großen Topf karamellisieren und mit dem Apfelsaft ablöschen. Merke: Dunstabzug auf höchste Stude und etwas zurücktreten beim Ablöschen! Alles weiterköcheln, bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat. Gewürze, Vanillemark und Schoten zugeben und etwa 30 Minuten einkochen lassen. Sirup durch ein Sieb geben, um die Gewürze zu entfernen.
Apfelstückchen und Calvados zugeben. Nochmals kurz köcheln lassen und heiß in sterilisierte Gläser füllen. Fest verschließen.    
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Apfelmus
Zutaten:
5 kg Äpfel
restlicher Sud vom Apfelkompott
150 g brauner Rohrohrzucker
100 ml trockener Weißwein
etwas Zitronensaft
Zubereitung:
Äpfel wie beim Kompott schälen, entkernen und würfeln. In den restlichen Sud geben. Diesen mit Zucker und Weißwein auffüllen. Etwa 30 Minuten einkochen lassen und anschließend mit dem Pürierstab zerkleinern. Noch heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen.
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So. Genug für heute. Feierabend! Jetzt gehe ich erstmal gemütlich kochen. Der Bauherr wird gleich nach harter Arbeit nach Hause zurückkehren. Und da möchte ich als liebendes Weib etwas Nahrhaftes auf den Tisch bringen. Außerdem kriege ich so langsam selbst Hunger….

6 Kommentare

    1. zu spät! sie liegen im kompost…

      aber sind ja noch äpfel da. allerdings hat der bauherr heute – völlig berechtigt – die frage aufgeworfen, wo ich das alles im winter lagern will. gute frage. im carport platzen am ende die gläser
      reihenweise… mmmhhh…

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