Nummer 4 klebt

28 - Advent, Weihnachten & Silvester 5232Wie blöd! Aber beginnen wir bei Nummer 3 des Plätzchenmarathons: Mokka-Marmor-Kringel. Eigentlich wollte ich wieder die Mokkastangen aus dem letzten Jahr backen, aber als ich in aller Frühe über dieses Rezept stolperte, entschied ich kurzerhand einen Tausch.

Die Herstellung verlief absolut reibungslos. Die Dinger sehen auch super aus (siehe rechts), aber – und da muss ich mich dem Bauherren anschließen – die wesentlich aufwendigeren Mokkastangen schmecken auch deutlich leckerer. Nicht, dass diese ein Reinfall gewesen wären, aber es fehlte ihnen am Ende doch das gewisse Etwas.

Im Anschluss machte ich mich an die bereits mehrfach erfolgreich hergestellten Vanillekipferl, die Lieblingsplätzchen des Bauherren. Bereits nach Fertigstellung des Teiges kamen mir Zweifel. War der immer so ‚matschig‘? Nö, oder? Ich stellte ihn erstmal kalt. Aber auch danach fühlte er sich noch seltsam an. Anders als sonst.

Ich prüfte nochmal das Rezept. Alles wie gehabt. Der einzige Unterschied zu den vorangegangenen Jahren war die Verwendung geschälter und gemahlener Mandeln. So verlangte es eigentlich das Rezept. Ich hatte vorher jedoch stets auf die billigeren ungeschälten Mandeln zurückgegriffen. Ob es daran lag? Keine Ahnung.

Das Formen der Kipferl war wie immer nervig, diesmal sogar noch nerviger wegen des klebrigen Teiges. Ich gab trotzdem alles und schob schließlich die ersten beiden Bleche in den Ofen. Vorher waren das Kipferl, hinterher blieben nur unförmige Klumpen, da der Teig sehr stark zerlief. Der Geschmack ist zwar o.k., aber das sind definitiv keine Vanillekipferl. Vielleicht Vanilleflatscherl. Oder so…

Sehr unschön jedenfalls. Zwei weitere wohlgeformte Ladungen landeten im Ofen und verließen ihn als Cookies. Den Teig für die letzten beiden Bleche rollte ich dann frustriert nur noch zu Kugeln. Das Ergebnis war nahezu identisch. Fürs Foto fand ich ein paar halbwegs akzeptable Exemplare, aber das Gesamtergebnis war doch frustrierend.

Nichtsdestotrotz hier die beiden Rezepte:
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Mokka-Marmor-Kringel
(aus: ‚essen&trinken Für jeden Tag‘ 12/2011)
Zutaten:
4 Tl lösliches Espressopulver
125 g weiche Butter
125 g Zucker
Salz
2 Eier
250 g Mehl
Zubereitung:
Espressopulver in 1 EL warmem Wasser auflösen. Butter, Zucker und eine Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers fünf Minuten sehr cremig rühren. Die Eier einzeln jeweils 1/2 Minute gut unterrühren. Mehl ebenfalls unterrühren.
Teig in zwei gleich große Portionen teilen, die Espressomischung unter eine Portion rühren. Hellen und dunklen Teig nebeneinander in einen Spritzbeutel ohne Tülle (einen Gefrierbeutel – Ecke abschneiden) füllen. Auf Bleche mit Backpapier Kringel spritzen. Etwa 30 Minuten kalt stellen.
Dann im heißen Ofen bei 180°C (Umluft 160°C) 13 bis 15 Minuten backen. Kringel auf Gitter setzen und abkühlen lassen.
(Zweifache Menge ergab vier Bleche)
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Vanillekipferl
(aus: ‚Dr. Oetker – Die besten Plätzchen‘)
Zutaten:
250 g Weizenmehl
1 Msp. Backpulver
125 g Zucker
1 Päckchen Vanillzucker
3 Eigelb
200 g kalte Butter
125 g abgezogene, gemahlene Mandeln
50 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillzucker zum Bestäuben
Zubereitung:
Bleche mit Backpapier belegen. Den Backofen vorheizen (Ober-/Unterhitze 180°C, Umluft 160°C).
Für den Teig Mehl mit Backpulver in einer Rührschüssel mischen. Übrige Zutaten für den Teig hinzufügen und alles mit den Knethaken des Handrührgeräts kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stude zu einem Teig verarbeiten. Dann den Teig mit den Händen zu einer Kugel formen.
Aus dem Teig bleistiftdicke Rollen formen, in 5 – 6 cm lange Stücke schneiden, die Enden etwas dünner rollen und hörnchenförmig auf das Backblech legen. Blech in den Ofen schieben und die Kipferl etwa zehn Minuten abbacken.
Die übrigen Kipferl wie beschrieben vorbereiten. Puderzucker sieben und mit Vanillzucker mischen. Die gebackenen Kipferl mit dem Backpapier vom Blech auf einen Kuchenrost ziehen. Die warmen Kipferl mit der Zuckermischung bestäuben und erkalten lassen.
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Und während ich so lustig das Rezept für die Vanillekipferl abtippe, wird mir schlagartig klar, was da schief gelaufen war. Ich hasse mich! Da steht „Eigelb“, Flax!!! Und nicht „Eier“!!! Waaaah! Dass der Teig etwas zu feucht war, war klar, aber ich hatte die ganze Zeit nur überlegt, ob vielleicht zu wenig Mehl drin sein könnte. Oder zu wenig Mandeln. Verdammt!

Immerhin ist das jetzt geklärt. Ich kann also gleich beruhigt nochmal gemahlene Mandeln einkaufen und die ganze Aktion morgen ein zweites Mal durchziehen. So schnell gebe ich nicht auf.

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