„Mein schönes Fräulein, …

27 - Tierchen 1936b… darf ich wagen, meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?“

Nachdem ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht habe, warum das Merkel denn nun eigentlich den Herrn Wulff weg haben will, bin ich am Ende doch sehr ins Grübeln geraten. Womit hat er sie denn nun so wahnsinnig geärgert? Eigentlich hat er ja nur zweimal in seiner Amtszeit explizit Stellung bezogen. Einmal mit seinem vieldiskutierten „Der Islam gehört zu Deutschland“ und einmal hier: ZDF heute journal vom 24.08.2011.

Aber kann es wirklich sein, dass sie ihm das übel genommen hat? Klar… Mutti bevorzugt schwache Männer neben sich. Und vielleicht liegt auch Urban Priol richtig, und sie legt wirklich mit ihrer Büroleiterin geheime Dossiers zu potentiellen Aufrührern und Konkurrenten an und benutzt diese, wenn sie es für richtig hält. Aber vielleicht ist die Sache auch viel einfacher, viel unpolitischer. Oder zumindest eine Kombination aus Politik und Affekt.

Vielleicht ist ihr Handeln am Ende einfach nur von allzu menschlichen Motiven geleitet? Wer darf denn neben ihr noch atmen? Annette Schavan. Ach, und Friede Springer und Liz Mohn, die etwas biederere, deutsche Ausgabe der „Hexen von Eastwick“. Eine illustre Frauenrunde, die sich nach Lust und Laune und in bester Pippi-Langstrumpf-Manier die Welt so hinbastelt, wie sie den Damen gefällt.

Und warum?! Vielleicht tatsächlich aus einem ganz banalen Grund? Möglicherweise wurde die gute Angie tatsächlich beim Abi-Ball nicht zum Tanzen aufgefordert und saß stundenlang in einem zu engen Kleid schwitzend am Tanzflächenrand auf einem unbequemen Stühlchen. Das kann schon mal ein lebenslanges Trauma auslösen. Vielleicht daher die Patzigkeit? Kann es so einfach sein? Die Rache der Verschmähten? Der Amoklauf des Mauerblümchens?

Wieviel Frustration hat sich da wohl angestaut? Offensichtlich genug, um einiges im Umfeld in Schutt und Asche zu legen. Steckt da System dahinter? Bringt sie absichtlich schwache und angreifbare Männer in Positionen, denen sie offenbar nicht gewachsen sind – und gibt sie dann der Lächerlichkeit preis? Nur um sich an ihrem öffentlichen Scheitern zu erfreuen? Besonders der Untergang der attraktiven Damen an deren Seite wird ihr sicher ein diebisches Vergnügen bereitet haben. Die Unbeliebte stürzt die Homecoming Queen? Ist es das?!

Zumindest in den letzten beiden und sehr spektakulären Fällen, als es erst die Guttenbergs und jetzt die Wulffs erwischte, könnte man tatsächlich auf diese Idee kommen. Nur so als lustiges Gedankenspiel natürlich. Wie wird das weitergehen? Ist Sarkozy der Nächste? Der passt mit Carla wirklich hervorragend in dieses Beuteschema. Und Berlusconi hatte ja schließlich nach seiner launischen Bemerkung über des Merkels Figur und etlichen Affären mit aufreizend rassigen Halbweltsignorinas auch nicht mehr viel zu lachen. Hat unser gemischtes Damenkränzchen aus Politik und Medien etwa vorher jahrelang an Loddar Maddäus geübt? Nur so zum Spass?

Ich fürchte nur, dass demnächst F.J. Wagner seinen Job verlieren wird. Sätze wie „Die Küsse zwischen Angela Merkel und Sarkozy sind keine Küsse. Sie küssen sich mit nach hinten gerollten Lippen.“ (Zitat aus „Liebe Küsse des Jahres…“) oder auch „Sie sind die Anti-Glamour-Kanzlerin. Sie wohnen im 4. Stock eines Mietshauses in Berlin. (…) Was man Ihnen vorwirft, ist Ihre Garderobe. Ihre Jacken sind zu eng. Sie müssten zum Änderungsschneider.“ (aus: „Liebe Kanzlerin…“) sind wahrlich nicht dazu angetan, Madame gnädig zu stimmen. Derartiges will sie ganz sicher nicht hören. Ich hoffe, Wagner hat keine junge, attraktive Frau, denn dann ist seine „Karriere“ ab jetzt keinen Pfifferling mehr wert.

Und am Ende kichert sie im Chor mit ihren Mädels, formt ihre Händchen zur „Raute der Macht“ und antwortet Faust mit einem patzigen:

„Bin weder Fräulein, weder schön. Kann ungeleitet nach Hause gehn!“

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