Mal proBiert

guinness-gulaschWochenende! Zeit zum Kochen! Dessert war noch ausreichend von gestern übrig, sodass ich mich lediglich um einen warmen Hauptgang kümmern musste.

Bereits gestern hatte ich das riesige Stück Rinderbraten aus dem Gefrierfach zum Auftauen im Kühlschrank deponiert. Bis heute Mittag hatte es dann auch die Schneidbarkeitsgrenze erreicht und war verarbeitungsbereit.

Was ich bereits seit längerem im Auge hatte, war die Herstellung eines Gulaschs mit Bier. Schwarzbier scheint sich gut zu eignen. Nach längeren Überlegungen entschied ich mich für Guinness. Was Iren mögen, kann ja nicht falsch sein! Und einen Versuch schien es wert, einmal etwas anderes als Rotwein zu verwenden.

Am Ende kam folgendes Rezept zustande – und für morgen ist, selbst mit einem Esser mehr, immer noch ausreichend übrig:
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Gulasch mit Guinness
Zutaten:
2 Bund Suppengrün
2 Petersilienwurzeln
Oel, Salz
1 kg Rindergulasch
175 g Schinken
3 Zwiebeln
Paprika, Pfeffer, Salz
4 EL Tomatenmark
1 EL Senf
150 g Tomaten
1 l Guinness
1 l Rinderfond
3 Zweige Majoran
3 Zweige Thymian
Sahne, kalte Butter
Zubereitung:
Suppengrün und Petersilienwurzeln würfeln, in Oel kurz anbräunen und mit 1,5 l Wasser ablöschen. Salzen und auf etwa 1 l Brühe einreduzieren lassen. Durch ein Sieb passieren und beiseite stellen.
Zwiebeln und Schinken scharf anbraten. Fleisch und gewürfelte Tomaten (ich halbierte noch vorhandene Dattelcherrytomaten) zugeben (eventuell portionsweise – je nach Topfgröße), würzen und ebenfalls von allen Seiten scharf anbraten. Tomatenmark, Senf und Knoblauch zugeben und kurz mit braten. Mit Guinness ablöschen.
Flüssigkeit etwa auf die Häfte einkochen lassen. Fond, Gemüsebrühe, Rosmarin und Thymian zugeben und für mindestens zwei Stunden – bis zum Erreichen der gewünschten Konsistenz – weiter köcheln lassen. Schließlich die Kräuterstiele herausfischen.
Zum Binden etwas kalte Butter einrühren. Mit einem Schuss Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken.
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Dazu gab es Rosenkohl und Kartoffelklöße. Mjam!

Was ich ansonsten heute noch getan habe? Nicht viel. Immerhin setzte ich meinen Plan um, die beiden leeren Pflanzkübel mit den übrig gebliebenen Blumenzwiebeln (Narzissen, Schneeglöckchen, Krokanten) zu bestücken. Die Zwiebeln waren in ihren Beuteln im Kellerersatzraum mittlerweile ausgetrieben. Das wäre doch gelacht, wenn ich wieder einen krokantenfreien Frühling erleben müsste, während die Dinger im Frankfurter Palmengarten bereits Anfang Januar in voller Blüte stehen.

Und dann habe ich – angesichts der Tatsache, dass mich Regen und Sturm von der Kür abhielten – wenigstens die Pflicht erfüllt: Hamsterradeln im Haus. Drei mühsam erkämpfte Punkte durfte ich mir eintragen. Morgen geht es aber auf alle Fälle raus. Das muss einfach sein.

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