Spargel auf italienisch

37 - Vögelchen 9507Und dazu Rinderrouladen mit Mozzarella-Oliven-Füllung. Heute wurde experimentiert. Wozu habe ich sonst die bereits gestern erwähnte, aktuelle „So isst Italien“ denn für teuer Geld gekauft? Es wurde allerdings alles ein wenig abgewandelt. Teils aus Not, teils aus Überzeugung.

Nachdem ich feststellen musste, dass sich im HWR nur noch schwarze Oliven mit Kernen befanden, schwenkte ich bei den Rouladen auf grüne Oliven um. Sowohl für die Involtini, als auch für den Spargel verwendete ich Büffelmozzarella. Ist ja schon nicht übel, wenn Käse etwas mehr Geschmack als 0,2%ige Magermilch hat.

Zur Soße für die Rouladen gab ich 200 ml Rinderfond und einen Schuss Rotwein. Und statt der im Rezept genannten Petersilie nahm ich Majoran, Thymian und Rosmarin. Schien mir passender. Die Kräuter landeten mal wieder in einem Kugelteesieb in der Soße. Hat sich bestens bewährt – vor allem aus Bequemlichkeit für die Köchin. Der Geschmack ist im Essen und das lästige Herausfischen der Stiele entfällt. Zudem bestrich ich die geplätteten Rouladen noch mit Pesto a la Genovese, um sie geschmacklich Richtung Spargelrezept zu drängeln. Klappte auch.

Beginnen wir also mit den Rouladen. Die müssen schließlich auch als erstes zubereitet werden.
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Involtini alla pizzaiola
Zutaten (für 4 Personen):
1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt
4 Rinderrouladen
250 g Mozzarella
 EL natives Olivenoel extra
30 g scharze Oliven, gehackt
1 TL Oregano
300 g passierte Tomaten
1 EL Petersilie, gehackt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung:
In einer beschichteten Pfanne den Knoblauch in Oel anschwitzen, die Tomaten hinzugeben. Salzen und pfeffern und bei schwacher Hitze köcheln lassen. Zum Schluss noch Oregano und Petersilie zugeben.
Während die Soße köchelt, das Fleisch mit einem Fleischhammer weichklopfen. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und diese auf die Rouladen legen, die Oliven darübe verteilen und die Rouladen aufrollen. Mit Zahnstochern fixieren.
Die Involtini in einer Pfanne scharf anbraten, dann mit in die Soße legen und bei schwacher Hitze für ca. 90 bis 120 Minuten köcheln lassen. Salzen und pfeffern.
Das Gericht heiß servieren. Dazu passen Kartoffeln oder Reis.
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Weiter geht es mit dem Spargel. Diesmal gab es übrigens erstmalig weißen in dieser Saison. Und ich trickste ebenfalls ein wenig am Rezept herum. Statt ihn abzukochen, gab ich ihn eine Weile mit einem ordentlichen Schuss Gemüsefond in den Ofen. „Zwanzig Stangen“ finde ich übrigens eine recht seltsame Mengenangabe. Das betrifft auch das Rezept von gestern. Ich nahm jeweils ein Pfund für zwei Personen. Und heute gönnte ich dem Pfund die gesamte Menge der restlichen, für vier Personen bestimmten Zutaten – außer dem Mozzarella.

Aus den „drei kleinen Tomaten“ wurde dann auch eine ordentliche Menge Kirschtomaten. Die mag ich ohnehin lieber. Und die Schalotten machten einem Bund Frühlingszwiebeln Platz, die „weg“ mussten.
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Spargel gebacken mit Mozzarella, Basilikum und Tomaten
Zutaten (für  Personen):
20 Stangen Spargel
3 kleine Tomaten
2 Schalotten, geschält und gehackt
2 Kugeln Mozzarella, in dünne Scheiben geschnitten
1 Handvoll Basilikumblätter
natives Olivenoel extra
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung:
Spargel schälen, die holzigen Enden entfernen und ca. acht Minuten kochen.
Schalotten und Knoblauch in einem EL Olivenoel anschwitzen.
Tomaten in kleine Würfel schneiden, zu den Schalotten und dem Knoblauch geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und für 1 bis 2 Minuten braten.
Spargel in eine mit Olivenoel gefettete Auflaufform geben, darauf die Tomatenmischung und den grob gezupften Basilikum geben und mit dem Mozzarella belegen. Mit etwas Olivenoel beträufeln und im vorgeheizten Ofen bei 200°C backen, bis der Käse geschmolzen ist (ca. 15 bis 20 Minuten).
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Insgesamt war das eine nette Kombination. Und wieder mal: sättigungsbeilagenfrei! 

Was es sonst noch vom Tag zu berichten gibt? Ich überredete den Bauherren, mit mir eine Runde durch den Wald zu drehen, um Bärlauch zu erbeuten. Wir kehrten mit leeren Taschen zurück, aber immerhin erwischten wir eine der seltenen Regen- bzw. Hagelpausen des Tages. Die Sonne schien. Schön war’s! Auch ohne Bärlauch.

Und dann gibt es noch ein paar Gartenvogel-Fotos: Bachstelze, Kohlmeise, Bluthänfling. Und das war es dann aber auch schon. Im Prinzip enthielt der Tag alles, was man von einem Sonntag im April erwarten kann: Schönwetter-Spaziergang, nette Vögelchen und leckeres Essen. Was denn noch?!


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