„There’s a Bauherr restless, …

36b - Mehr Garten 9819… Who pushes for humour, he’s so relentless,
He’s back to back, with no restraint,
He’s so relentless, like forty indians…“
– Kissing The Pink

Und so zwang er mich heute dazu, die – zugegebenermaßen ziemlich tot wirkenden – Fukushima-Hibisken zu schneiden. Und zwar nicht nur ein bißchen. Am Ende blieb etwa ein Drittel jedes Strauchs zurück. Mir blutete das Herz.

Angesichts der Tatsache, dass es allerdings etwa 1000 gute Gründe für den Rückschnitt und nur einen einzigen dagegen – nämlich das Mitleid der Gärtnerin – gibt, muss ich natürlich zugeben, dass er vollkommen Recht hatte. Das musste weg.

Und am Ende eines Gartentages wie diesem tat das dann auch nicht mehr ganz so weh. Vorher hatte ich mich nämlich schon schweren Herzens von hunderten gerade aufgegangener Ringelblumen verabschiedet. Weniger schwer fiel das „Adieu!“ Richtung Löwenzahn und Konsorten, als der Bauherr den kompletten Nutzgartenbereich umspatete.

Der Boden bekam noch ein wenig eigenen Kompost. Nächste Woche werden dann die Tomaten aus den Töpfen ins Freiland gepflanzt. Der „kalten Sophie“ traue ich nämlich noch nicht so ganz.

Was wir noch getan haben? Wir haben gestaunt, wie ertragreich die Himbeer-, Johannisbeer und Stachelbeerernte zu werden scheint. Die Sträucher hängen voll mit unreifen Früchten! Und auch am neuen, rotfleischigen Weinbergpfirsich sieht es sehr, sehr gut aus. Eine ausreichende Menge an Einmachgläsern steht bereit.

Derweil blühen vor dem Haus die Rhododendren wie entfesselt: rot und lila. Die weißen Exemplare hat es leider ziemlich verregnet. Dafür geht der weiße Zierlauch ab wie Schmitz‘ Katze. Er scheint den lila Kollegen Konkurrenz machen zu wollen. In etwa einer Woche ist mit ihm wohl zu rechnen.

Am Ende der Gartenarbeit fuhr der Bauherr dann noch zweimal mit der Schubkarre zum Grünabfall.

„… He’s so relentless…“

Und dann ging es auch bereits an die Zubereitung des Abendessens. Angesichts der Tatsache, dass es an der Fleischtheke unseres Vertrauens die gute beschallte Hähnchenbrust zum Angebotspreis gab, entschlossen wir uns nach längerer Zeit einmal wieder für den Verzehr von Geflügel. Mit einer hellen Soße würde das perfekt zu den noch im Vorrat befindlichen Bärlauchbandnudeln passen.
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Estragon-Hähnchengeschnetzeltes mit Bandnudeln
Zutaten (für vier Personen):
1 Hähnchenbrust (die Brust von einem Hähnchen)
3 lange Zweige französischer Estragon
1 TL Dijon-Senf
Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer
4 Frühlingszwiebeln
Rapsoel
100 ml Sahne
100 ml Crème fraîche
200 ml trockener Sekt
500 g grüne Bandnudeln (z.B. Bärlauchnudeln)
Zubereitung:
Hähnchenfilets säubern und in mundgerechte Würfel schneiden. Estragon fein hacken. Aus Senf, Zitronensaft, Estragon, Salz und Pfeffer eine Marinade herstellen. Hähnchenwürfel darin mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.
Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und in Rapsoel (oder einem anderen geschmacksneutralen Oel) anschwitzen. Hähnchenwürfel und Marinade zugeben und mit anbraten. Mit der Hälfte des Sekts ablöschen.
Sahne und Crème fraîche angießen und etwa 10 Minuten einkochen lassen. Derweil die Nudeln bißfest kochen.
Nudeln abgießen. Restlichen Sekt an die Soße geben, kurz aufkochen lassen, mit den Nudeln anrichten, mit etwas Estragon garnieren und servieren.
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Das war lecker. Und die beiden Frühlingszwiebeln, die beim Umspaten im Weg standen, fanden auch ihren sinnvollen Platz im Leben.    

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