Gäste am Samstag

35b - Netteres 0316So. Erstmal ein schneller Rückblick aufs „Gelage“ von gestern. Zur schwarz-weißen Tischdeko gab es allerlei Buntes zu essen. Wir begannen mit einem Sekt-Aperitiv, zu dem der Bauherr seine beste Winzerbrause beisteuerte. Lecker! Dazu gab es Bärlauchbrötchen mit drei verschiedenen Sorten Kräuterbutter.

Darauf folgte ein Feldsalat mit vom Bauherren morgens noch per Rad beschafften, frischen Räucherforellen und jeweils einem Ziegenkäse-Crostino mit Spinatpesto. Der Salat bekam geröstete Pinienkerne und meine Standard-Balsamicoreduktion verpasst. Mjam!

Dass die Qualität der Fotos mit fortgeschrittener Stunde und in der Hektik des Anrichtens nicht wirklich besser wurde, muss eigentlich nicht erwähnt werden. Deshalb ab jetzt: Augen zu und durch!

Auf den Salat folgte ein Zwischengang mit weißem Spargel. Das Rezept stammt aus der aktuellen Ausgabe der „So isst Italien“. Dort wurden die „Spargel-Involtini mit Ricotta und Prosciutto“ zwar mit grünem Spargel zubereitet, aber den wollte ich gerne im Hauptgang dem Bio-Rind zugesellen, sodass ich auf weißen zurückgriff. War auch sehr lecker.

Es folgte ein bewährter Hauptgang: Rind mit acht Stunden eingeköchelter Soße, Serviettenknödeln und gebratenem grünem Spargel mit Kirschtomaten. Mit dem Fleisch war ich am Ende nicht so ganz zufrieden, aber das war wirklich das Einzige, das ich selbst zu meckern fand. Und das will schon etwas heißen…

Spät am Abend folgten die Desserts. Auch hier kam Erprobtes und Bewährtes auf den Tisch: Mangosorbet mit Koriander und Ingwer, Panna cotta mit Erdbeerpürree und ein Fondant au Chocolat. Fertisch! Zum Essen hatte der Bauherr tief in die Wein-Trickkiste gegriffen und seine besten Tropfen aufgetischt. Das war eine runde Sache – und rund fühlten wir uns alle auch gegen Mitternacht. Essen kann ganz schön anstrengend sein. Man glaubt es kaum.

Als die Gäste uns verlassen hatten, riskierten wir einen vorsichten Blick in den Videotext. Das Championsleague-Finale war ja nun völlig spurlos an uns vorübergegangen. Ich muss nicht erwähnen, dass mich Robbens verschossener Elfer nicht wirklich unglücklich gemacht hat? Oder?!

Zum Trost für alle Bayern-Fans hier noch zwei Rezepte:
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Spargel-Involtini mit Ricotta und Prosciutto
Zutaten (für 4 Personen):
20 Stangen grüner Spargel (ich nahm für den Zwischengang nur drei Stangen pro Person, hielt mich aber ansonsten an das Rezept)
200 g Ricotta
8 Scheiben Prosciutto
2 Knoblauchzehen, geschält, gehackt
Saft einer halben Zitrone
Olivenoel
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zubereitung:
Das untere Drittel der Spargelstangen schälen. Den Sprgel in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren, danach kalt abschrecken.
Den Ricotta mit Zitronensaft, dem Knoblauch, sowie Salz und Pfeffer verrühren.
Jeweils 5 Spargelstangen mit 1 EL der Ricottamischung bestreichen und in jeweils 2 Scheiben Prosciutto einwickeln, dann die vier Bündel in eine mit Olivenoel gefettete Auflaufform legen und mit etwas Olivenoel beträufeln.
Im vorgeheizten Ofen bei 200°C / Gas Stufe 6 ca. 20-25 Minuten backen. Mit Kartoffeln oder etwas frischem Brot servieren.
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Bärlauchbrötchen
Zutaten (für drei Bleche mit kleinen Brötchen):
500 g Dinkelvollkornmehl
500 g Weizenmehl
500 ml Wasser (eher etwas mehr)
1 Würfel Hefe (42 g)
1 TL Honig
Salz
5 EL Rapsoel
Pfeffer
100 g frischer Bärlauch
Zubereitung:
Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefe hineingeben und mit dem Honig übergießen. Kurz warten, bis sie sich aufgelöst hat. Wasser (nicht zu kalt), Salz, Oel und Pfeffer zugeben und zu einem glatten Teig verkneten.
Bärlauch säubern, in feine Streifen schneiden und in den Teig einarbeiten. Teig abgedeckt (mit einem Küchenhandtuch) an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. Kurz durchkneten und nochmals eine halbe Stunde abgedeckt gehen lassen.
Teig wieder durchkneten und kleine Brötchen formen. Auf mit Backpapier belegten Blechen nochmals eine halbe Stunde aufgehen lassen. Anschließend bei 200°C etwa 30 Minuten abbacken. Ich hatte den Dampf des Dampfgarers eingeschaltet. Die Brötchen wurde wirklich sehr fluffig und außen knusprig.
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Der Spargel ließ sich prima vorbereiten und in der Auflaufform ein paar Stunden im Kühlschrank zwischenlagern. Ein sehr unkomplizierter und praktischer Zwischengang.

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