„Good-bye, tits!“ & „Hello, 5D!“

35b - Netteres 0001Was für ein perfektes Timing! Als ich heute morgen mit der neuen Kamera durch den Garten schlich, alarmierte mich der Bauherr, da die erste Blaumeise aus dem Nistkasten lugte.

Das Foto Nr. 1 (siehe rechts) verwackelte ich natürlich vor Aufregung. Immerhin ist das Motiv niedlich. Wenigstens etwas. Die Meisenkinder hatten offensichtlich beschlossen, dass heute der richtige Tag für den „Ausflug“ sei.

Gut gewählt – konnte ich mich doch mit ‚advanced Equipment‘ auf die Lauer legen. Und es lohnte sich. Die erste Meise verließ um 14:04 Uhr den sicheren Nistkasten, nachdem sie eine Weile zögernd hinausgeschaut hatte.

Mutti und Vati lockten mit Futter. Und irgendwann hüpfte sie heraus und landete auf der Daltons-Wiese nebenan. Auch dort wurde sie weiter verpflegt, bis sie sich schließlich für längere Zeit am Zaun niederließ. Irgendwann verschwand sie. Grußlos.

Aber da lauerte auch bereits ihre Nachfolgerin am Guckloch. Deren Abflug kann ich deutlich detaillierter dokumentieren. Erst ein paar Fotos voller Unentschlossenheit: Klick! Klick! Klick! Dann noch eine kleine Stärkung: Klick! Und dann folgten auch schon die ersten Ausbruchsversuche: Klick! Klick! Klick! Zwischendurch befand sie sich kurz in einer relativ verzweifelten Situation, als sie wie ein aufgeklappter Regenschirm im Nistenkasten feststeckte, obwohl sie wieder rein wollte. Aber nach einigem Hin und Her kam der große Moment: Schwupp!

Sie flog deutlich besser als ihre Vorgängerin und landete erst auf der Gartenbank der Nachbarn schräg gegenüber. Dort saß sie eine ganze Weile und erholte sich von den Strapazen. Und während ich die ersten 5D-Fotos auf die Festplatte zerrte, bearbeitete und hochlud, verschwand Meise Nr. 3 unauffällig und unbemerkt. Eine sitzt noch im Kasten. Die macht allerdings einen etwas schwächlichen Eindruck und ist deutlich kleiner als ihre Geschwister. Vielleicht fliegt sie ja erst morgen aus.

Zur Kamera: Ich entdecke neue Welten! Zwischen der alten 30D und der neuen 5D MarkII liegen praktisch Galaxien. So heftig hätte ich mir die Unterschiede nicht vorgestellt. Und dabei habe ich nicht mal mehr als das große Tele und das Makro ausprobiert. Kurz: Ich bin begeistert – und das wird sicher noch eine Weile anhalten.   

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