„Liebste, reich die Käsereibe, …

red onion marmalade - all together now… auf dass ich den Käse reibe.
Liebling, schau: Ich reibe Käse.
Was das wird, Schatz? Reibekäse!“
– Robert Gernhardt

Der Käse wurde allerdings heute nicht gerieben. Nein, nein. Nur in Scheiben geschnitten, gefüllt, paniert und frittiert. Und landete dann auf einem weichen Bettchen aus Zwiebelmarmelade. Um genau zu sein: Auf einem weichen Bettchen aus der gestern hergestellten Zwiebelmarmelade nach schottischem Rezept.

Ich gönnte dieser Vorspeise ein wenig Farbe durch Rucola, Tomate und Balsamicoreduktion, und dekorierte ansonsten nach Graham-Harvey-Vorbild. Das sieht insgesamt ausgesprochen schön aus und kommt sicher bei Gelegenheit und Gästen wieder auf den Tisch.

Hier eine grobe Anleitung:
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Frittierter Ziegenkäse
Zutaten (für vier Personen):
1 Rolle Ziegenkäse
etwas rote Marmelade (ich nahm schwarze Johannisbeeren, Cranberries sind ebenfalls perfekt, rote Johannisbeeren oder Preisbeeren könnte ich mir auch gut vorstellen – einfach ausprobieren)
1 Ei
Paniermehl (in diesem Haushalt lagerte Panko, das ich viel zu selten benutze)
Frittierfett oder Oel zum Ausbacken
Zubereitung:
Ziegenkäserolle in acht gleich große Scheiben schneiden, nebeneinander auslegen. in der Mitte mit einem Finger jeweils leicht eindrücken. Jede zweite Scheibe mit einem Klecks Marmelade füllen und eine nicht gefüllte Scheibe darauf drücken.
Ei verquirlen. Mit dem Finger Ei um die „Naht“ der Scheiben geben, um sie zu schließen. Anschließend komplettes Käsestück erst in Ei und dann in Paniermehl wälzen.
Kross in heißem Fett ausbacken.
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Anschließend kann man die Teller einfach mit etwas Rucola (auch: Feldsalat) garnieren, Tomatenviertel darauf geben und mit Balsamicoreduktion begießen. Ein paar Kerne (eine Salatmischung tut es, eventuell auch einfach grob gehackte Nüsse) zugeben. Jetzt wandert die Zwiebelmarmelade in die Mitte und wird mit einem Käsestück gekrönt. Fertig. Gut vorzubereiten, schnell zuzubereiten – sieht gut aus und schmeckt köstlich. Eine ideale Vorspeise!

Der Rest des Tages ging dabei drauf, einen Teil unserer Tomatenernte zu einer Abendessensbeilage zu verarbeiten, eine junge Bachstelze zu beobachten und einige Zeit lesend auf der Terrasse zu verbringen. Viel besser kann ein Sonntag nicht laufen. Das sage ich jetzt einfach mal so.

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