Last Night of the Calories

The DramBrûléeHeute stand dann nach getaner Gartenarbeit nochmal ein opulentes Mahl an, bevor es ab morgen in die Fett-und-Kohlenhydrat-Diaspora geht. Nach langen und intensiven Übelegungen – „Noch ein Sticky? Oder doch lieber noch ein Plum and Walnut Pudding with Butterscotch Sauce?!“ – fiel die Dessertwahl auf etwas, das ich schon seit dem Schottlandurlaub bzw. dem Erwerb des „Whisky Kitchen“-Kochbuchs von Sheila McConnachie & Graham Harvey ausprobieren wollte: „The DramBrûlée“ (Seite 180).

Eine Art Crème Brûlée mit Drambuie-Whisky – angeblich nach dem Originalrezept von Bonnie Prince Charlie. Man kann sich also beim Schlemmen wie ein echter schottischer Widerstandskämpfer fühlen. Den Whisky hatten wir nach unserer Rückkehr geordert, da er hier günstiger als in Schottland ist. Blöde ‚Alcohol Tax‘!

Vorab gab es ein nettes Schnitzelschweinchen mit Klößen – äußerst schmackhaft! Nett, wenn es zum Abschluss besonders gut gelingt. Danke, Schweinchen! Das war wirklich nochmal eine echte Motivation für mich.

Das „DramBrûlée“-Rezept in einer halbwegs brauchbaren Übersetzung: 
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The DramBrûlée
Zutaten (für sechs Portionen):
6 Eigelb
50 g Puderzucker
200 ml Crème double
150 ml Milch (ich nahm einfach 350 ml Sahne anstatt der Crème double und der Milch)
50 ml Drambuie
6 TL brauner Zucker (für die Kruste)
Zubereitung:
Eigelb und Puderzucker schaumig aufschlagen, Sahne (oder Crème double und Milch) und Drambuie einrühren und für ein bis zwei Stunden ruhen lassen, damit der Whisky ordentlich durchziehen kann.
Masse in hitzebeständige Glasförmchen geben und für 75 Minuten in einem Wasserbad erhitzen. Tipp an dieser Stelle: Fettpfanne fürs Wasserbad benutzen, Förmchen hineingeben und mit kochendem Wasser bis zur Hälfte der Förmchenhöhe aufgießen.
Im Wasserbad belassen, bis die Masse gestockt, aber in der Mitte noch etwas wabbelig ist. Bis zu dieser Stelle kann man das Ganze auch perfekt vorbereiten, für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen und für Gäste in letzter Minute dann nur noch entweder mit einem Brenner oder im Grill auf höchster Stufe brûlieren.
Ansonsten gleich aus dem Wasserbad mit einer Zuckerschicht bestäuben und brûlieren. Vorsicht! Zucker keinesfalls verbrennen.
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Und? Wie war es? Sehr, sehr lecker! Ein gelungener „Und tschüss!“-Nachtisch. Ab morgen sind dann mal wieder Laufen und vorsichtiges Essen angesagt. Dafür wird es nach und nach ein paar „harmlose“ Rezepte geben. Für die unter uns, denen es ähnlich geht wie mir. 

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