And the lights went out…

26 - Schriftliches 8434Was für ein Mist! Da war ich doch in den vergangenen beiden Tagen extrem brav und fleißig beim Firmen-Workshop, aber trotzdem ging alles drum herum nach und nach ganz gemächlich den Bach herunter.

Die Hinfahrt verlief glatt. Das Zimmer war super. Der erste Tag war anstrengend und arbeitsreich, aber wirklich recht interessant. Der allmähliche Untergang begann mit dem Abendessen. Und zwar von witzig nach gruselig.

Die Situation: Etwa vierzig Menschen saßen an Tischen im Hotelrestaurant und hatten Hunger. Sie bestellten Getränke. Und warteten. Und warteten. Als endlich irgendwer fragte, ob man nun einmal bitte die Karte haben könne, hieß es: „Aber Ihr Buffet steht doch bereits seit über einer Stunde im Nebenraum…“ Nun denn.

Die vierzig hungrigen Menschen stutzten, aßen und unterhielten sich anschließend mehr oder weniger angeregt.

Schließlich verteilten sich alle – bis auf die an der Bar – auf ihre Zimmer. Für die Autorin dieses Blogs begann damit unweigerlich der Untergang.

Sie packte ihr Laptop aus, enterte mittels WLan-Code das Internet, ärgerte sich kurz über die total lahmarschige Internetverbindung, starrte dann wie gelähmt entsetzt auf einen leeren Bildschirm, bevor sie ihrem Gatten per Handy mitteilte, dass das Schleppi erneut in die Knie gegangen und ein Eingriff seinerseits am folgenden Abend unumgänglich sei. 

Anschließend schaltete sie den Fernseher ein und suchte ihre Schlafsachen in der Reisetasche. Sie fand sie – aber was in drei Teufels Namen war das Schleimig-Weiße, das alles flächendeckend überzog?! Immerhin roch es gut. Nach genauer Sichtung des Problems wurde eine ausgelaufene Shampooflasche als Verursacher ausgemacht.

Das Gute: Die Klamotten für den folgenden Tag waren nicht betroffen. Das Schlechte: Alles andere war total versaut. Nach einem völlig sinnlosen Versuch, ein T-Shirt notdürftig für die Nacht benutzbar zu machen, der dazu führte, dass die komplette Waschbeckenseite des Bades völlig eingeschäumt war, legte sich unsere mittlerweile ziemlich entnervte Hauptdarstellerin in einer feuchten Hose und einer viel zu warmen Fleecejacke in Bett und sank in einen tiefen Schlaf.

Sie wachte kurz vor der per Handy programmierten Weckzeit auf, um festzustellen, dass es wenig bringt, die Weckfunktion des Mobiltelefons zu aktivieren, wenn man am Vortag das Gerät auf „lautlos“ geschaltet hatte. Egal – sie war ja wach.

Allerdings nur, um nach dem Frühstück – zusammen mit den sechs anderen Mitgliedern ihrer Arbeitsgruppe – festzustellen, dass die gesamte Arbeit des Vortags von einer äußerst effektiven, aber offensichtlich desorientierten Mitarbeiterin des Hotels in einer sehr gründlichen Aufräumaktion in die Papiertonne verschoben worden war. Mit halbstündiger Verspätung ging es dann schließlich in neuen Räumlichkeiten mit den mittlerweile aus dem Müll geborgenen Überresten erst stockend und dann flüssig weiter.

Wie der Tag endete?! Erfreulich positiv! Wer hätte das gedacht?! Die Veranstaltung wurde zu einem glücklichen Ende gebracht, die Rückfahrt konnte ein wenig früher als geplant angetreten werden – und der Schleppiretter schaffte es innerhalb von zwei Stunden, das relativ hoffnungslos wirkende Gerät wieder in Gang zu bringen.

Jetzt muss es nur noch gelingen, die Shampoo-getränkten Klamotten ohne Überschäumen der Waschmaschine wieder in einen tragfähigen Zustand zu versetzen. Aber das hat erstmal höchstens Priorität „mittel“ – um im Duktus der vergangenen beiden Tage zu bleiben.

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