„Dichterei und Schreiberei…

33 - Grünliches 6397…  klappen im Garten einwandfrei!“ – sagt jedenfalls der Herr Gärtner Pötschke. Sein neuer Katalog liegt hier gerade vor mir. Die Gedichte sind mal wieder die aboluten Highlights. Poetschke, you made my day!

„Die Möhre lacht, der Gärtner auch, sie bringt Gesundheit in den Bauch“.

Lachende Möhren. Bisher dachte ich immer, nur Bargeld lacht, aber man lernt ja nie aus. Und prinzipiell sind Möhren ja nun auch nicht zu verachten. Sofern sie noch nach Möhre schmecken.

Allerdings kommt man mit Möhren allein ja nun auch nicht weit: „Hast du die Kochkunst als Marotte, brauchst du im Garten die Schalotte“. Ist ja klar. Habe ich ja auch. Allerdings von Muttern und nicht von Poetschke. Aber gut. Wird auch gehen.

Petersilie unentbehrlich – frag den Koch, der meint es ehrlich“. Ob ‚der Koch‘ es nun wirklich immer ehrlich meint, wissen wir nicht, aber Petersilie ist ja nun etwas, das immer gerne genommen wird. Und solche ‚Gedichte‘ sind ja bis zu diesem Punkt auch wirklich noch witzig. Kurz darauf wird es dann allerdings erstmal etwas absurd. Wenn denn wenigstens noch der Reim stimmen würde…

Aug‘ in Aug‘ mit einem Tiger. Die Tomate ist mir lieber.“ Ja, nun… Wem nicht?! Außer vielleicht Juan Carlos von Spanien, der sicher bereits beim Lesen dieser Zeilen zur Schrotflinte greift. Dieses Foto vom armen, an einen Baum gelehnten, toten Elefanten kriege ich übrigens seit Monaten nicht mehr von meiner Netzhaut gekratzt. Verdammt!

Aber zurück zu Poetschke. Mit Aus einem Korn wächst oft heran, mehr noch als man tragen kann“ wird schließlich der Mutantenteil des Katalogs eingeläutet. Seine Fortsetzung findet er – mal wieder… – in Fotos von Kleinkindern aus dem Familienkreis, die sich an zentnerschweren Früchten und Gemüse verheben. Zwiebeln zwei, drei Kilo schwer, sind heute gar nicht selten mehr“ meint da nur launisch der Herr Gärtner. Mich gruselts.

Richtig hart wird es allerdings dann bei folgendem Reim: Die Asternblüte in meiner Hand, hab‘ ich nach Enk’lin ‚Angela‘ benannt“. Da bleibt dann allerdings auch nur noch eine Frage offen: Nach wem wurde ‚Enk’lin Angela‘ eigentlich benannt?! „Die Enkelin in meiner Hand, hab‘ ich nach Kanzlerin ‚Angela‘ benannt“, oder wie?! Und da wundert er sich noch über mieses Aussaatwetter, fiese Erntebedingungen und späte Fröste?! Mir ist spätestens an dieser Stelle alles klar…

 

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