Los, Mollusken! Auf den Teller!

061 20130313Das war jetzt aber auch irgendwie „Last Exit Muschelsaison“. Und ich hatte dem Bauherren doch schon seit dem letzten Urlaub versprochen, mich an Miesmuscheln zu versuchen. Ich muss sie ja nicht essen. Ich muss sie ja nur kochen.

Und gestern lagen sie da in der Fischtheke. Direkt vor mir. Und ich dachte mir: O.k., dann kommt halt mit, Jungs! Ich werde euch mal ordentlich Dampf machen. Ich hatte Steamed Mussels nach schottischem Rezept ins Auge gefasst.

So kam das „Three Chimneys“-Kochbuch auch endlich zum Einsatz. Es bot eine relativ simple Zubereitungsart an. Steamed mit einer Soße aus Schalotten, Petersilie, Knoblauch und Weißwein.

Am Ende habe ich mich überwunden. Nur mit geschlossenen Augen, aber ich habe sie probiert. Und – Überraschung! – sie schmeckten mir sogar. Kurze Zusammenfassung der Zubereitung:
_________________________________________

Steamed Mussels in White Wine Broth
Zutaten:
1 kg Miesmuscheln
2 Schalotten
etwas Butter
etwas Olivenoel
2 Knoblauchzehen
2 EL Petersilie, gehackt
100 ml Weißwein
100 ml Geflügelfond
50 ml Sahne
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Muscheln in einer Schüssel mit klarem, kaltem Wasser einlegen. Einzeln unter fließendem Wasser abspülen, „Bart“ entfernen, säubern und in eine zweite Schüssel mit Wasser legen. Eventuell offene Exemplare aussortieren.
Butter und Oel in einen großen Topf geben und auslassen. Schalotten fein würfeln und langsam anschwitzen. Ebenfalls fein gehackten Knoblauch zugeben und kurz mit anschwitzen. Petersilie zugeben und mit Geflügelfond und Weißwein ablöschen.
Muscheln zugeben. Bei geschlossenem Deckel etwa zehn Minuten dämpfen. Kurz wegen der Muscheln, die jetzt gerade ihr junges Leben aushauchen, weinen. Sahne angießen, salzen, pfeffern, umrühren.
Muscheln in eine vorgewärmte Schüssel geben und mit der Soße übergießen. Exemplare, die sich nicht geöffnet haben, aussortieren. Frisch aufgebackenes Brot dazu servieren. Die Soße eignet sich hervorragend zum Tunken!
__________________________________________

Und während wir so friedlich unsere „Mupfeln“ aßen, stellten wir fest, dass wir nun auch nicht mehr ohne geistigen Beistand unterwegs waren. „Habemus Papam!“ Da schmeckten die Muscheln gleich doppelt so gut…

2 Kommentare

  1. Muscheln sind bestenfalls eine Entschuldigung für Butter- und Knoblauch-Orgien.^^

    Die Zubereitung liest sich jedenfalls gut (bis auf den Teil mit den jungen Leben aushauchen), auch wenn mir das Schottische da ziemlich französisch vorkommt. 😉

Kommentar verfassen