„So long, and thanks for all the fish“

077 20130329Karfreitag ist DER traditionelle Fischtag. Und um dann auch ein echtes Karfreitagsessen auf den Tisch zu bringen, hatte ich Zanderfilets besorgt.

Die heute morgen hier erworbenen Lammlachse (und Koteletts) klingen zwar irgendwie nach Fisch, das war es dann aber auch schon. Bei dieser Gelegenheit zitiere ich mal eine Kollegin: „Sach‘ ma‘, schmeckt dieser Lachsschinken eigentlich arg nach Fisch…?“

Was an dieser Stelle auch noch erwähnt werden muss, ist die Tatsache, dass ich eigentlich für heute ein Schafsfoto geplant hatte. Die Schafe waren da, sie sahen süß aus und boten das perfekte Motiv, ich zückte die Kamera – um festzustellen, dass ich mal wieder keine Speicherkarte drin hatte. Ich hasse mich.

Lassen wir aber die Lämmer erstmal Lämmer sein, und wenden uns erneut dem echten Fisch zu. Beim Zander bietet es sich natürlich an, ihn auf der Hautseite schon knusprig anzubraten, und sonst auch nicht allzu viele Experimente mit ihm zu veranstalten. Der schmeckt ja prinzipiell schon von alleine gut.

Die erste Beilage stand dann auch irgendwie bereits vorab fest, da von den gestrigen Pommes Dauphinoise noch reichlich übrig war. Erst dachte ich an Spinat als Gemüsebeilage, aber kurzfristig fiel mir dann ein, dass im Gemüsefach bereits seit einigen Tagen Petersilienwurzeln lagen, die eigentlich für eine Suppe bestimmt waren. Ich hatte sie dann allerdings doch nicht benötigt.

Was kann man denn mit Petersilienwurzeln anstellen? Warum eigentlich kein Petersilienwurzelragout? Kurze Denkpause – ja, so könnte es gehen.
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Petersilienwurzelragout
Zutaten:
Butter (ich nahm Rucolabutter, die ohnehin „weg“ musste)
1 Bund Frühlingszwiebeln
Petersilienwurzeln
200 ml Sekt oder trockener Weißwein
150 ml Gemüsefond
100 ml Crème fraîche
2 TL Dijon-Senf
Salz, Pfeffer
frische Petersilie
Zubereitung:
Frühlingszwiebeln in feine Ringe, Petersilienwurzeln in kleine Würfel schneiden.
Butter auslassen und Frülingszwiebeln darin anschwitzen. Petersilienwurzelwürfel zugeben und kurz mit anbräunen. Mit Sekt (oder Wein) ablöschen.
Gemüsefond zugeben und alles etwa 15 Minuten bei geschlossenem Deckel einkochen lassen. Crème fraîche und Senf unterrühren und ohne Deckel weiter köcheln lassen.
Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz or dem Servieren gehackte Petersilie zugeben.
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Das war sehr lecker und passte außerordentlich gut zum Fisch. Die Süße der Petersilienwurzeln ergänzte sich perfekt mit der Säure des Weins und der Schärfe des Senfs. Einfach, solide und gut. Mjam! Eigentlich zu lecker für ein Fastenessen.

Um den Abschied aus der Überschrift dann endlich aufzugreifen (den Fisch hatten wir ja schon): Gleich gibt es die letzte Folge „Ein Fall für Zwei“. Der Bauherr muss sich von seinem Freund Matula verabschieden. Endgültig wohl. Spätestens nach dem gestrigen Gespräch mit der offensichtlich völlig durchgeknallten Maybrit Illner (Entschuldigung, aber was hatte die denn zum Frühstück?!) wird er den Lerchenberg wahrscheinlich großräumig umfahren. Recht hat er!     

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