Filet St. Pierre vs. Hackedotz

100 20130421Damit dieses Wochenende nicht komplett blogfrei endet, hier eine kurze Rückmeldung.  Nachdem es am Freitag ein wirklich herrliches Ochsenschwanzragout und am Samstag sehr leckere Lammkoteletts aus der eigenen Küche gab, starteten wir heute zu einer kulinarischen Expedition in den Rheingau.

Und mit nur zwei Restaurantbesuchen deckten wie im Prinzip etwa das obere und das untere Ende des gastronomischen Angebots der Gegend ab. Nach einer Bärlauchsuppe mit Krabben und einem gar köstlichen Filet St. Pierre auf Ratatouille mit Krustentierschaum landeten wir schließlich bei Hackedotz mit Bratkartoffeln und Bärlauchzaziki.

Den gab es allerdings nur am Nachbartisch. Wir beschieden uns mit Kaffee und etwas Süßem, nachdem wir ja bereits gesättigt aus der gehobenen Gastronomie hervorgegangen waren. Und wie es aussieht, steht uns am kommenden Wochenende noch ein weiteres Testessen bevor – allerdings wird uns dabei wohl kaum ein Toast Hawaii serviert werden. Das sollte dann wieder etwas ansprechender werden. Ich bin gespannt.

Die Begleitung war jedenfalls überaus nett, und wir hatten einen wirklich schönen Sonntag. Der Tag war am Ende nicht nur schön, sondern auch lehrreich. Immerhin traf ich auf etwas, das ich bislang nicht kannte: die Beeren des gemeinen Efeus. Erstaunlich, aber die waren mir bisher nie aufgefallen. Sahen aus wie wahnsinnig ordinäre Brombeeren, und machten bereits von weitem klar, dass sie keinesfalls für die Likörproduktion taugen würden. Wenn etwas schon so aussieht… Nein, danke!

Apropos „eklig“: Wer schreibt eigentlich Klaus Klebers Texte?! Martin Mosebach?! Eine Formulierung wie „Frisch gesätes Misstrauen wird eine Frucht dieser Tat sein“ als Kommentar zu den jüngsten Meldungen aus Boston kann er sich doch unmöglich selbst ausgedacht haben. Die erschreckende Verquastheit dieses Satzes lässt unbedingt auf einen Ghostwriter Mosebachschen Formats schließen.

Falls Kleber allerdings tatsächlich selbst diesen Satz ersonnen haben sollte, kann er nach dem Ende seiner Anchorman-Karriere immer noch eine Kommentarspalte auf ZDF-Online übernehmen. Und falls er bis dahin ein wenig mehr Alkohol zu sich nimmt, und sich ein künstliches Lippenbändchen einpflanzen lässt, um seine Schneidezähne nach außen zu drängen, darf er seine Elaborate auch beispielsweise mit „Liebe Terroristen von Boston…“ beginnen. Das könnte was werden! Etwas Großes! Am Ende größer als Hoeneß‘ Steuernachzahlungen…            

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