Untertaunus. Ende Mai. Die Sahne hält.

pavlova mit zweierlei sahne und erdbeerenMan kann es wirklich nicht fassen. Bei den gerade herrschenden Temperaturen kann man selbst um diese Jahreszeit Sahnetorten auf der Terrasse kühlen. Nicht, dass das gestern und heute nicht äußerst praktisch gewesen wäre, aber ich hätte doch lieber ein Plätzchen im Kühlschrank freigemacht, wenn es dafür draußen etwas schöner gewesen wäre.

Enzig der Samstag Vormittag war wettermäßig nicht enttäuschend. Ab da ging es dann allerdings nur noch abwärts. Das aber konsequent.

Zurück zur Sahnetorte: Das Rezept – wobei diese Bezeichnung aufgrund der kinderleichten Herstellung schon übertrieben ist – gibt es bei Familienfesten immer gerne wieder. Und das seit langer Zeit.

Max‘ erste Geburtstagstorte war auch eine Schokoladen-Sahne-Torte. Und sie ist eigentlich auch die einzige Torte geblieben, die er wirklich gerne isst. Kuchen? Ja, bitte! Torte? Oooch nööö…

35b - Netteres 3343Und wo ich das Ding nach langer Zeit mal wieder hergestellt habe, ist die Gelegenheit günstig, ihr hier mal kurz ein Blogpost zu widmen. Sollte Jemand nach einer Torte suchen, die sowohl ultrasimpel herzustellen ist, als auch praktisch allen zu fütternden Gästen schmeckt – Voilà! Hier ist sie.

Falsch machen kann man eigentlich nichts, und mir ist die Crème in all den Jahren nicht ein einziges Mal misslungen. Allerdings ist sie süß. Sehr süß. Mit Bitterschokolade habe ich es noch nicht probiert, sollte aber wohl eher einfacher als schwieriger sein. Dann aber eventuell den Schokoladenanteil etwas reduzieren. Zwei Tafeln sollten dann eigentlich ausreichend sein.
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Schokoladen-Sahne-Torte
135 20130526Zutaten (für den Biskuit):
180 g Zucker
5 Eier
5 EL lauwarmes Wasser
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillzucker
140 g Mehl
80 g Speisestärke
50 g Kakaopulver
2 TL Backpulver
60 g flüssige Butter
oder – und dann ist es wirklich sehr einfach…
1 dreilagigen Schokobiskuit aus dem Backregal
Zutaten (für die Crème):
800 ml Sahne
3 Tafeln Milka „Sahne Crème“
4 Päckchen Sahnesteif
Zutaten (für die Deko):
200 ml Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
Beeren, Obststückchen, Schokoraspeln – je nach Belieben
Zubereitung (des Biskuits):
Den Biskuit idealerweise am Vortag herstellen. Eier trennen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und leicht fetten. Den Rand nicht fetten. Ofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
120 g Zucker, Wasser, Eigelbe, Vanillzucker und Salz verrühren. Eiweiße mit den restlichen 60 g Zucker zu sehr steifem Schnee schlagen und vorsichtig unterheben.
Mehl mit Stärke, Kakao und Backpulver mischen, über die Masse sieben und unterheben. Flüssige Butter ebenfalls unterheben.
Teig in die Springform geben und auf der zweiten Schiene von unten etwa 30 Minuten abbacken. Stäbchenprobe machen!
Biskuit in der Form abkühlen lassen, mit einem scharfen Messer vom Rand lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Abgedeckt über Nacht sthen lassen.
Zubereitung (der Crème):
Ebenfalls am Vortag Schokolade in Rippchen brechen und in der Sahne langsam schmelzen lassen, kurz aufkochen und über Nacht im Kühlschrank – oder bei passenden Temperaturen auf der Terrasse… – abkühlen lassen.
Die dicke Schokoschicht nach dem Abkühlen einfach ignorieren, Schokosahne mit dem Handrührgerät unter Zugabe des Sahnesteifs aufschlagen, bis eine recht feste Konsistnz erreicht ist.
Dekoration der Torte:
Biskuit in drei Teile schneiden (Messer? Bindfaden? – je nach bevorzugter Methode). Unteren Teil mit etwa einem Drittel der Schokosahne bestreichen, zweiten Teil auflegen und ebenfalls mit einem Drittel der Masse bestreichen. Dritten Teil auflegen und Torte mit dem Rest der Sahne rundum und oben einstreichen.
Den zusätzlichen Becher Sahne mit Sahnesteif aufschlagen und in einen Spritzbeutel geben. Torte mit der Sahne dekorieren und z. B. Erdbeeren in Stücken darauf verteilen. Erdbeeren boten sich gerade an, es tun aber auch Schokostreusel o. ä.
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Schlimm übrigens in diesem Zusammenhang: Trotz komplett hochgezogener Luftraumraffstores ließ sich nicht mehr Licht auf den Esstisch bringen, um ein besser ausgeleuchtetes Foto zu machen. Und das an einem späten Vormittag Ende Mai. Ich sag’s nicht gern, aber ich sag’s trotzdem nochmal: Das Merkel muss weg!

Und: Was oben im Bild ist, ist Resteverwertung. Auf Baiserböden tummeln sich Reste der Schokosahne und der Garnitursahne mit den restlichen Erdbeeren. War dann auch noch lecker.

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