Ooops! Schon Herbst?!

231 20130830Draußen sieht es zumindest heute irgendwie so aus. Passend dazu hat den Bauherren eine brutale Erkältung erwischt. Seit drei Tagen pflege ich ihn mit frisch gekochtem Pfefferminztee, der mit Löwenzahnhonig gesüßt ist. Er behauptet, dass es hilft.

Erkenntnis: Selbst die scheinbar unerschöpflichen Pfefferminzbestände des Kräuterbeets, die ich wegen ihres ungestümen Wucherns bereits mehrfach bis ins dritte Glied verflucht habe, sind keineswegs unendlich.

Und für heute Abend habe ich eine Hühnersuppe angesetzt. Eine richtige Hühnersuppe ohne Tüte natürlich, und dafür mit einem richtigen Huhn. Vom Biohof. Wollen wir doch mal sehen, ob das den Viren nicht den Garaus macht! Grrrr!

Ich habe die Suppe allerdings etwas asiatisch gewürzt, zumal gerade Ingwer ja in diesem Zusammenhang recht nützlich erscheint. Eigentlich mag ich Ingwer. Was mich an ihm allerdings massiv stört, ist, dass auch Schuhbeck ihn mag. Was soll’s – der Ingwer kann ja nix dafür.

Und das Huhn kann am Ende auch nichts dafür, dass es mich ausgekocht an den Hintern von Miley Cyrus bei ihrem VMA-Auftritt erinnert hat. Und das, obwohl es keinen fleischfarbenen Latex-Slip trug. Ob die Zunge raushing, weiß ich nicht. Es hatte beim Kauf schon keinen Kopf mehr.
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232 20130831Hühnersuppe
Zutaten:
1 Suppenhuhn
1,5 l Wasser
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
1 Bund Suppengrün
2 Nelken
1 Döschen Safran
3 Lorbeerblätter
Salz
Chiliflocken
2 Möhren
1 Bund Frühlingszwiebeln

1/2 l Wasser
Curry
Pfeffer
wenig Kurkuma
100 g Suppennudeln (oder Reis)
hühnersuppeZubereitung:
Huhn grob zerlegen. Zwiebel halbieren. Suppengrün und Ingwer in grobe Stücke zerteilen. Knoblauchzehe quetschen.
Zwiebelhälften auf der Schnittseite scharf anrösten. Hühnerteile – meins war ziemlich klein, etwa 1000 Gramm – in den Topf geben, Wasser zugießen. Gemüse und Gewürze (bis zu den Chiliflocken) zugeben und zum Kochen bringen. Bei niedriger Hitze etwa zwei Stunden köcheln lassen.
Nach zwei Stunden Huhn auf einen Teller geben und kurz auskühlen lassen. Fleisch ablösen und Knochen wieder in die Suppe geben. Etwa eine Stunde weiterköcheln lassen. Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und beiseite stellen.
Inhalt des Topfs erst durch ein Sieb, dann durch ein Tuch abgießen und zurück in den Topf geben. In feine Scheiben geschnittene Möhren, Frühlingszwiebeln und das Hühnerfleisch zugeben. Nochmals Wasser (etwa 500 ml) angießen. Ohne Deckel bei niedriger Hitze wieder etwa eine Stunde einköcheln lassen.
Kurz vor Ende der Garzeit Suppennudeln kochen und auf die Teller verteilen. Suppe mit Curry, Pfeffer, Salz und Kurkuma abschmecken und über die Nudeln in die Teller geben.
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Am Ende sah das richtig gut aus. Und es schmeckte sagenhaft. Nicht wirklich wie Omas Hühnersuppe, aber irgendwie deutlich besser. Man mag es nicht glauben. Und Herbst und Winter laufen sich ja erst noch warm. Und „unser“ Biohof hat ja immer mal wieder frische Suppenhühner. Bei einem fetteren bleibt dann auch noch Fleisch für ein Frikassée übrig.  

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