Ausgeapfelt!

apfelmus 2013So. Fertisch. Wie lautet nochmal die Weissagung der Cree? Genau: „Erst wenn der letzte Apfel geschält, das letzte Glas befüllt…“ Wäre dann jetzt soweit…

Die letzten beiden Eimerchen Äpfel sind zerkocht. Am Ende konnte ich 31 Gläser Apfelmus für schlechte – oder auch gute – Zeiten horten. O.k. – es wären 31 Gläser gewesen, wenn ich nicht schon zwei verschenkt hätte.

Die großen Äpfel waren bereits verarbeitet. Für heute blieben die kleinen übrig. Insgesamt fünf Kilo. Wenn ich die schälen würde, bliebe nicht viel übrig. Netzrecherchen ergaben, dass ziemlich viele Menschen ihr Apfelmus aus ungeschälten Äpfeln kochen. Überraschung!

Darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht, weil die Apfelmusherstellung nun mal so funktioniert: schälen, putzen, stückeln – und dann ab in den Topf! Aber hatte da nicht auch die Bleistifterin im letzten Jahr Mus aus ungeschälten Äpfeln hergestellt? Ja. Gut. Dann also ein Versuch.
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Apfelmus aus ungeschälten Äpfeln
268 20131005Zutaten:
2,5 kg Äpfel
300 ml Apfelsaft
100 – 200 g Zucker (je nach Apfelsorte)
ein Schuss Calvados (optional – für Kinderapfelmus eher nicht)
Zubereitung:
Äpfel – klar, dass die unmißbehandelt sein sollten – vierteln, Kerngehäuse, Stiele und Blüten entfernen und nochmals halbieren.
Geschnippelte Äpfel in einen Topf geben, mit Apfelsaft übergießen und so lange kochen, bis alles zerfallen ist und die Schalen nervig rumschwimmen.
Pürierstab reinhalten und alles fein zermahlen. Zucker zugeben, nochmals kurz aufkochen lassen. Calvados zugeben und sofort heiß in sterilierte Gläser füllen und fest verschrauben.
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Wesentlich weniger Schnippelarbeit und von der Konsistenz her kein Unterschied. Ich würde fast meinen, das Mus mit Schalen schmeckte noch etwas apfeliger. Ein gelungener Versuch also.

265 20131002Für ein ausgiebiges Abendessen reichte dann meine Küchenbastellust nicht mehr. Der Bauherr – und ich – mussten uns mit Nudeln mit Rucolapesto bescheiden. Da es morgen Rouladen geben wird, ist ein fleischloser Samstag ja nicht die schlechteste Idee.

Und ein Dessert hätte ich wenigstens noch zum Nachreichen. Aus den Unmengen von Weinbergpfirsichen hatte ich die Grundlage für das Weinbergpfirsicheis eingekocht. Das erste Glas wurde nun zu Eis verarbeitet. Wie praktisch! Ruckzuck fertig – und total lecker. Dazu ein Pflaumenmustörtchen und ein bißchen Vanillesahne. Mjam!

Dass es den kompletten Tag über ununterbrochen geregnet hat, erwähne ich einfach mal nicht. Stattdessen gibt es noch ein Foto vom Mittwoch, auf dem die Sonne scheint und die Astern blühen. Sieht ja auch viel netter aus.


3 Kommentare

  1. Sag ich doch!
    Ich benutze inzwischen so einen lustigen Apfelteiler, das geht schneller.
    Nur unser Baum, der wirft dieses Jahr nicht so viel ab wie letztes Jahr. Hab also erst 12 kleine Gläser (400ml gilt für Mus als klein in diesem Haus).
    Was das einkochen der Schale angeht – abgesehen von den Vitaminen, die wahrscheinlich tot sind, wenn ich mit dem Mus fertig bin, enthält die Schale ja auch Pektin, was beim Einkochen auch nützlich
    sein soll… sagt man so.

    1. so. der zweite, der den apfelteiler empfiehlt… bisher dachte ich immer „ich habe einen apfelteiler. man nennt ihn messer“, aber vielleicht sollte ich es dann doch mal probieren…

      ich habe übrigens euren gesamten urlaub mittlerweile nachgelesen. schööön! würde mir auch gefallen! darf man den esel anschließend mitnehmen?

      und: ich habe bereits mehrfach versucht, einen kommentar zu hinterlassen, kriege es aber nicht hin, ohne mich über irgendwas anzumelden (google, aim, o.ä….). und dann habe ich die nerven
      verloren, weil mir meine passwörter nicht mehr einfallen wollten – und bin wortlos gegangen… sorry… 😀

       

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