I now declare this year open!

355 20131231Da bin ich etwas schlapp und erkältet ins Neue Jahr gerutscht, aber immerhin haben wir das traditionell schlechteste Fernsehprogramm des Jahres schadlos überstanden. Die geplante Silvesterparty bei Freunden war kurzerhand abgesagt worden. Ich fühlte mich nicht in der Lage, einen derart langen Abend gutgelaunt zu absolvieren.

Angesichts des herrlichen Silvesterwetters hatten wir gestern dann noch eine ausgedehnte, wenn auch gemächliche, Wanderung unternommen. Das letzte Stück bergauf schaffte ich in meinem desolaten Zustand nur unter Auferbietung der letzten Willenskräfte.

Für diese Anstrengung wurde ich am Ende mit einer reichen Fotoausbeute belohnt. Tolles Licht gestern. Wirklich! Beispiele? O.k.: Böh! Tschiep! Baum! 

48 - Aushäusig 0898Für gestern Abend war dann auch der „Anstich“ des 2013er Rumtopfjahrgangs geplant. Vanilleeis stand bereit – aber wir waren nach der kleinen Rote-Bete-Vorspeise und dem marinierten Lachs mit Mie-Nudeln seltsamerweise derart fertig, dass wir das Dessert auf „später“ verschoben. Und wir wissen ja alle: „Später“ ist die kleine Schwester von „Nie“.

Vielleicht ist aber auch „Später“ nur die kleine Schwester von „Morgen“ – also heute – und wir schaffen es nachher noch, den Rumtopf endlich zu testen. Es sind ja sogar noch Sesamhippen von Weihnachten übrig. Wenn das nicht motiviert, weiß ich es auch nicht.

Zudem ist für heute keine Vorspeise geplant. Nur ein harmloses Gulasch mit Kartoffelnudeln. Da könnte eventuell im Anschluss noch etwas gehen.

Was ich heute ausprobiert habe, war ein weiteres Rezept aus der Weihnachts-„Elle à table“: Madeleines au Magret fumé. Da bin ich schon ein Weile drum herumgeschlichen. Wie so oft. Heute war es fällig. Die bereits vor Weihnachten erstandenen Räucherentenscheiben mussten weg.
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Madeleines au Magret fumé
001/365 20140101Zutaten (für 20 Stück):
80 g geräucherte Entenbrust
100 g Mehl
100 g ausgelassene Butter
2 Eier
1 TL Honig
1 TL Trockenhefe
einige Zweige glatte Petersilie

Zubereitung:
Eier und Honig aufschlagen. Mehl und Hefe mischen und unterrühren. Butter ebenfalls einrühren und sehr fein geschnittene Entenbruststückchen und gehackte Petersilie zugeben. Kräftig salzen, pfeffern und für etwa drei Stunden kalt stellen.
Form fetten (in Ermangelung des Vorhandenseins einer Madeleineform in diesem Haushalt – quel dommage! – benutze ich eine Minimuffinform, die ich ohnehin endlich mal testen wollte…) und Teig löffelweise einfüllen. Ziemlich klebrige Sache . vor allem, wenn man es für eine gute Idee hält, einen der importierten französischen Witz-Gefrierbeutel benutzen zu müssen… Aber lassen wir das!
Form bei 180°C Umluft in den Ofen geben. Etwa zehn Minuten abbacken, dann Temperatur auf 150°C reduzieren. Nochmals etwa zehn Minuten im Ofen lassen. Warm servieren.
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Die Dinger sind wirklich lecker. Also so richtig lecker. Und sie funktionieren sicher auch mit Lachs und Dill statt Ente und Petersilie. Oder mit rohem Schinken. Ich überlege nur die ganze Zeit, welche Art von Dip man dazu reichen könnte, wenn man es – wie vorgeschlagen – als Amuse verwendet. So ganz trocken muss ja nicht. Ich teste. Und berichte.

Und: Frohes Neues Jahr an Alle! 

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