Baumaßnahme im Rotlichtviertel

021/365 20140121Da wurde doch heute tatsächlich mal wieder gewerkelt. Den Chef gelüstete es nach LED-Lichtleisten in seinem Würfelbüro, das Material stand bereit, ich hatte früher Feierabend – was hätte uns aufhalten sollen?! Nach kurzer Planungsphase legten wir los.

Im Prinzip ist das keine Hexerei. Nach den ersten beiden Metern von heute sind wir so schlau, dass der Rest praktisch ein Kinderspiel sein sollte.

Was doof ist: alle paar Zentimeter kann man diese Lichtbänder an markierten Stellen abschneiden. Genau an der Stelle, an der die Zwei-Meter-Leiste perfekt ausgefüllt gewesen wäre, jedoch nicht. Wer denkt sich sowas aus? Feinde des metrischen Systems?!

Und: Auf unserer Fünf-Meter-Rolle waren definitiv keine fünf Meter Band drauf. Da fehlten etwa zwanzig Zentimeter. Na, danke!

würfel-led türkisWir haben uns dann für heute mal mit einer Zwei-Meter-Teststrecke begnügt. Als der Stecker schließlich National-Lampoon-mäßig mit feierlicher Geste in der Steckdose landete, folgte das obligatorische „Aaaah!“ und „Ooooh!“.

Die Dinger können blinken, farbwechseln und sich dimmen lassen. Spülen und putzen können sie leider nicht, aber ich sehe bereits reihenweise Einmachgläser in rosafarbenem Licht vor meinem inneren Auge. 

Fazit: Sieht echt ganz gut aus, wenn man nicht gerade Leselicht benötigt, oder wenn man einfach mal auf die Flutlichtbestrahlung durch Deckenlampen verzichten möchte. Der Farbwechselkram mit Fernbedienung ist natürlich Männerspielzeug. Türkis ist nett. Grün auch. Mit Blau kann man leben.

würfel-led grünWenn allerdings Rot zum Einsatz kommt, wirkt der komplette Raum wie eine Mischung aus Frankfurter Bahnhofsviertel und Ferkelbucht mit Wärmelampe.

Welche Auswirkungen das aggressive Rot auf die Psyche des Bauherrn hat, wird sich wahrscheinlich erst in ein paar Wochen herausstellen.

Keine Ahnung, was die Nachbarn denken, wenn im Würfelanbau abends die Moulin-Rouge-Beleuchtung angeht. Aber wen stört das schon? Eben. Niemanden.

Richtig schlimm finde ich nur die Farbwechsel-Einstellung. Da wartet man praktisch auf die Stimme aus der grellbunten Lautsprecherbox, die einem ein launiges „Das ist toll, das macht Spaaaaaß! Diiiieeeee nächste Fahrrrrrrt geht rrrrrückwärtsssss!“ zuschreit. Muss ja nicht… 

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