Kaffeeklatsch

kaffeewaffeln - teigDa stand doch heute Besuch zum Kaffee an. Gleich doppelter Besuch – wie nett! Und bereits seit geraumer Zeit wollte ich mal wieder Kaffeewaffeln machen.Da ist kein Kaffee drin. Die heißen nur so, weil es die zur Kaffeezeit – mit Kaffee! – gibt.

Den letzten Waffelteig hatte ich zu Max‘ Baseballzeiten gerührt. Damals allerdings regelmäßig jedes zweite Wochenende für die Heimspiele. Seitdem bin ich etwas aus der Übung.

Und da war das heute praktisch der perfekte Anlass, mal wieder einen Testlauf zu machen. Zumal ich mein Waffeleisen damals dem Verein überlassen hatte und dann auch nebenbei mal des Bauherren in unseren gemeinsamen Hausstand eingebrachtes „Cloer“-Gerät testen konnte.

Es piepste zwar bei der Zubereitung zu seltsamen Zeiten, aber die Waffeln klebten kein bißchen – was sie ja gerne mal tun – und schmeckten auch „wie damals“. Dazu gab es Sahne, frisch gerührtes Weinbergpfirsicheis und zwei obstige Extras: Rhabarberkompott und Amarettopflaumen aus eigener Produktion. Passte. Sage ich mal.
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kaffeewaffeln - mit eis und sahneKaffeewaffeln
Zutaten (für ca. acht Waffeln):
320 g Mehl
200 g Butter
170 g Zucker
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
2 Eier
260 ml Milch
Zubereitung:
Butter auf Raumtemperatur erwärmen. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät verrühren. Im Waffeleisen abbacken. Fertisch!
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Ein „Rezept“ ist das ja irgendwie nicht, aber immerhin eine Zutatenzusammenstellung. Und eigentlich hätte da auch ein hübscheres Foto bei rausspringen können, aber dazu war keine Zeit. Wer hübsche Fotos will, darf keinen Hunger haben.

kaffeewaffeln - kaffeewaffelnApropos „hübsche Fotos“: Nachdem ich am gestrigen Abend vollkommen überzeugt war, die schönste Vorspeise aller Zeiten gebastelt zu haben, wurde mir heute klar, dass ich den Bauherren und mich damit im Prinzip vergiftet habe. Verdammt!

Quizfrage: Was auf dem Foto unten rechts wird sowohl unseren jungen Leben wahrscheinlich ein jähes Ende bereiten, als auch morgen in aller Frühe aus dem Garten getilgt werden? Blöderweise, das was dem Foto den letzten Pfiff gab: Borretschblüten. Verdammt!

Und dabei schmecken sie so gut und sehen so wahnsinnig attraktiv aus. Verdammt. Verdammt Verdammt. Egal. Weg mit dem Teufelszeug! Der Link ist bereits ein halbes Jahr alt, aber gottlob wurden wir uns der Giftigkeit des Borretschs erst heute bewusst. Der Chef stieß darauf. Nun denn. Ciao, Borretsch!

Da aber prinzipiell auch alles auf dem Foto außer den Borretschblüten total köstlich war, gibt es hier doch noch das Rezept. Blau kann man ja notfalls auch mit Stiefmütterchen hinbekommen…
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Ziegenfrischkäse-Rote Bete-Türmchen mit Gartenkräutersalat
105/365 20140415Zutaten (für zwei Personen):
120 g Ziegenfrischkäse
80 ml Sahne
Schnittlauch
Kresse
Estragon (nur so als Anregung – Kräuter halt…)
Salz, Pfeffer
50 g salzige Kekse (wir hatten noch Rosmarinknabbergebäck im Haus, das weg musste)
30g Butter, zerlassen
1 Schuss Olivenoel
1 kleine Knolle Rote Bete
diverse Gartenkräuter, gehackt oder in Blättchen
(hier: Pimpinelle, Kresse, Sauerampfer, Petersilie, Blutampfer)
Balsamicoreduktion
Pinienkerne, geröstet
2 Kirschtomaten
1 Ringelblumenblüte
KEINE Borretschblüten!
106/365 20140416Zubereitung:
Pinienkerne rösten. Kräuter waschen und abtrocknen lassen.
Ziegenfrischkäse mit der Sahne und den geschnittenen Kräutern (also dem Teil bis zu den Keksen) verrühren, pfeffern, salzen und kalt stellen.
Kekse (vermutlich funktionieren auch TUC oder Kräcker – dann eventuell Buttermenge etwas reduzieren) in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Fleischklopfer bearbeiten. Zerlassene Butter und Oel unterrühren.
In zwei Vorspeisenringen à 6 cm Durchmesser die Keksmischung verteilen und festdrücken. Kalt stellen.
Rote Bete in Salzwasser kochen, abkühlen lassen, abziehen (Gummihandschuhe!) und mit einem dritten Vorspeisenring ausstechen. Ausgestochenen Zylinder in vier Scheiben schneiden.
Keksböden aus der Kühlung nehmen, Frischkäsecrème aufstreichen, eine Scheibe Rote Bete auflegen, nochmals eine Schicht Frischkäsecrème aufbringen, nochmals Rote Bete auflegen.
Kräuter rundum legen, mit Balsamicoreduktion besprenkeln. Kirschtomaten vierteln und dazu legen, Pinienkerne darüber streuen. Mit den Ringelblumenblütenblättern und Kräutern dekorieren. Keinsfalls Borretschblüten anlegen!
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Der Tulpenstrauß oben wurde mir übrigens heute verehrt, ist leider genauso wenig essbar wie Borretsch, passt aber dafür wie verabredet zum momentanen Tischläufer. Vielen, vielen Dank, Janett!

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