Bee yourself!

36b - Mehr Garten 4159Nach dem Löwenzahnhonig lege ich jetzt nochmal mit Tannenspitzenhonig nach. Wer braucht schon Bienen?! Will meinen: Ich beute nicht die Arbeitsleistung von Tieren aus. Das kann ich allein!

Nachdem die Lieblingskollegin auf meine Löwenzahnhoniggeschenke am Ende mit „Meine Nachbarin aus dem Schwarzwald hat mir Tannenspitzenhonig geschenkt!“ geantwortet hatte, war eins klar: Kann ich auch! 

Nach längerer Google-ei und nach einem ausgedehnten Waldspaziergang auf dem Eichhörnchenweg am gestrigen Feiertag stand ich am Ende da mit Wissen und einer Tüte voller Tannenspitzen. Darf man die eigentlich einfach abzupfen? Keine Ahnung. Ich hab’s dann halt mal getan. Unauffällig… So unauffällig, wie es mit einer Plastiktüte mitten im Wald halt geht.

Morgen landet dann alles im Gläschen. Dann gibt es eine Anleitung zum Nachbasteln. Bisher riecht das total lecker und ich habe schon nachgeschaut, ob die Plastiktüte noch da ist. Vielleicht ziehe ich morgen nochmals los.

36b - Mehr Garten 4154Um die Wartezeit bis zum Honig zu überbrücken, gibt es heute ein Dessert. Momentan kann man an den örtlichen Spargelbuden die ersten heimischen Erdbeeren erwerben. Zu einem Preis, der der sparsamen Hausfrau den Atem stocken lässt – aber egal! Die Erdbeersucht ist zu groß. Und die Dinger sind schon wirklich lecker. Kein Vergleich mit dem spanischen Folienkram in den Discountern.

Wobei ich am vergangenen Dienstag praktisch Spanierin war. Oder um mit Gitte Hænning zu sprechen: „So schön kann doch kein Spiel sein…!“ Hach, diese Bayern untergehen zu sehen war wirklich eins der Highlights des Jahres. Zu blöd, dass die Kollegin, die ich den ganzen Mittwoch hätte damit aufziehen können, in Vorruhestand ist. Ich hätte ihr zu gerne empfohlen, die Balkonfliesen mit dem FCB-Logo für sie rauszureißen.

Zurück zu den Erdbeeren. Vor längerer Zeit war einmal mein Lieblingskoch Franz Keller zu Gast beim Hessischen Rundfunk. Die Sendung war – dank Jens Kölker – der totale Horror. wer sich das trotzdem anschauen will: Hier ist der Link

Jedenfalls wollte ich seitdem immer mal die Erdbeeren auf Keller-Art zubereiten. Habe ich dann gestern auch getan. Hier das Originalrezept:
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Erdbeerdessert mit Blätterteig
erdbeerdessert mit blätterteig - tellerZutaten (für vier Portionen):
2 Schalen Erdbeeren (also ein Kilo)
1 EL Rohrzucker
60 g Mandelblättchen
250 ml frische Sahne (33 %)
8 kleine Blätterteigscheiben (Zubereitung nach Anleitung auf der Packung)
etwas Puderzucker
Zubereitung:
Erdbeeren vorsichtig waschen, auf Küchenpapier etwas abtrocknen und vom Strunk befreien. Je nach Größe halbieren oder vierteln. 1/3 der Menge mit 1 gehäuften EL Rohrzucker zuckern und etwas ziehen lassen (ca. 30 Minuten). Danach mit dem Zauberstab eine rohe Erdbeermarksoße herstellen, mit etwas Zitronensaft leicht nachsäuern.
Die Hälfte der Masse über die Erdbeerstückchen geben und vorsichtig mit einem Löffel vermischen. Im Kühlschrank ca. 15-20 Minuten aufbewahren.
In der Zwischenzeit die Mandelblättchen etwas rösten und wieder abkühlen lassen. Die Sahne schlagen und die andere Hälfte des Fruchtmarks vorsichtig unterheben.
Anrichten:
Auf dem Desserteller mittig etwas von der Erdbeerschlagsahne verteilen. Die eine Hälfte des frischaufgebackenen innen noch leicht warmen Blätterteigs auflegen und wieder mit der Erdbeersahne leicht bedecken. Einen Teil marinierter Erdbeerstückchen obenauf legen, mit einer zweiten Scheibe Blätterteig abdecken und mit etwas Puderzucker bestäuben. Mit den Mandelblättchen und weiteren Erdbeerstückchen den Teller dekorieren.
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Ich habe auf die Mandelblättchen verzichtet. Blätterteig ist „crunchig“ genug. Den habe ich vor dem Abbacken mit etwas Rohrzucker bestreut. Und es war trotz meiner Abweichungen sagenhaft köstlich. Und das Beste: Für heute ist auch noch was übrig.     

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