Little things…

kameraEin seltsamer Tag. Also richtig seltsam. So seltsam, wie seltsam sein kann. Er begann praktisch schon gestern. Da stellte ich nämlich fest, dass an meiner Kamera irgendwas fehlte. Und damit meine ich nicht den Blitz!

Verdammt! Irgendwo musste ich dieses doofe Teil verloren haben, das als Beschriftung auf dem Programmwahlrädchen fehlte. Keine Ahnung, seit wann das weg war. Ich drehe prinzipiell meist blind.

Möglicherweise war es schon nicht mehr da, wo es hingehört, als ich mich durch Carmelo Grecos Sterneküche knipste…

Und gestern hatte ich einen ausgedehnten Holundermarsch durch Feld und Flur unternommen. Keine Chance, das da irgendwo zu finden. Innerlich erwog ich bereits, das Ding mal wieder in die Hände der Canonmafia zu überantworten.

kiesUnd was passierte heute morgen?! Auf dem Weg zum Bus?! Genau! Zwei Ecken vom Haus entfernt stieß ich doch tatsächlich auf das winzige Ding mitten auf der Straße. Unfassbar! Im Prinzip ein Wunder! Die Chance, dass man sowas wohlbehalten wiederfindet liegt wahrscheinlich etwa bei 1:53.563.985.836. Schätzungsweise.

Noch im Bus konnte ich mein Glück kaum fassen. Ich küsste es innig, obwohl ich mich doch sehr beeilen musste, um den Bus noch zu bekommen, und verstaute es sorgfältig.

Der Tag ging seltsam weiter. Durch eine Verkettung merkwürdiger Zustände waren bei meinem Eintreffen am Arbeitsplatz sämtlich Zugänge verriegelt. Das Eintippen von Türcodes brachte kein Ergebnis. Lustigerweise ließ uns am Ende ein Handwerker ein, der – im Gegensatz zu uns – einen Schlüssel zur Betriebsstätte hatte. Nun denn. Ich wäre „notfalls“ auch wieder nach Hause gefahren…

146/365 20140526Auf dem Heimweg fiel ich dann ausgerechnet kurz vor meiner Haltestelle in einen todesähnlichen Sekundenschlaf, der erst dann abrupt endete, als die fiese Maschinenstimme die nächste Haltestelle ankündigte. Gottlob war der Gatte zu Hause und konnte mich in drei Kilometern Entfernung wieder einsammeln. Schon wieder Glück gehabt!

Aber auf der Terrasse traf ich dann auf ein weiteres Wunder. Meine totgeglaubte Zwergiris lebt! Halleluja!!!

Ich hatte sie vor ein paar Wochen bei „Pflanzen Kölle“ erstanden und voller Stolz engepflanzt. Von da an sackte sie von Tag zu Tag mehr in sich zusammen. Nachdem fast nichts Grünes mehr daran war, grub ich sie kurzerhand aus, um entsetzt festzustellen, dass die gesamte Knolle von fetten Maden nur so wimmelte. Gulp!

Ich reinigte sie, tötete die Ekeldinger und pflanzte sie in eine Schale. Ohne Erfolg. Sie verfiel bis zur Unkenntlichkeit. Unbeeindruckt goss und beobachtete ich sie. Bereits vor ein paar Tagen hatte ich den Eindruck, dass da doch irgendwas sprießt. Heute dann die Gewissheit: Sie treibt neu aus!

Im Prinzip ein mehr als gelungener Tag – wenn man von der peinlichen Buseskapade mal absieht.

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