Schnee & Gulaschsuppe

339/365 20141202Beides toll irgendwie. Der Schnee vor allem, wenn er zum erstenmal für den aktuellen Winter fällt. Und heute war es soweit. In Mainz fielen mittags die ersten Flocken.

Die Lieblingskollegin und ich stimmten ein Potpourri an Schneeliedern an. Da war von „Leise rieselt der Schnee“ bis zu „When it rains it snows“ von They might be giants alles dabei.

Zu Hause ging es dann nach kurzer Schneepause weiter. O.k. – es ist sehr harmloser Schnee, aber es ist Schnee. Das abscheuliche Foto links beweist es. Mir war zu kalt für Stativ und Feintuning.

Die Gulaschsuppe hatte ich gestern bereits hergestellt. Mit großem Erfolg. Heute stand sie aufgewärmt nochmals auf dem Tisch. Anfangs versuchte ich, mich an Franz Kellers ‚Traditioneller Gulaschsuppe‘ auf hr1 zu orientieren, gab jedoch recht flott auf und ging zum Improvisieren über.

Deshalb jetzt für alle, die die perfekte Gulaschsuppe noch nicht gefunden haben, das Rezept. Nachdem ich zwischendurch fast verzweifelt bin, stand sie am Ende auf dem Tisch: die genialste Gulaschsuppe meiner bescheidenen Herdkarriere. Dauert ein bißchen länger, aber das issses wert!
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Gulaschsuppe
gulaschsuppe à la franz kellerZutaten:
600 g Rindfleisch aus der Oberschale
600 g Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
100 g Tomatenmark
1 EL Paprika, scharf (hier: etwas weniger des letzthin erworbenen Pimentón de la Vera)
1 EL Paprika, edelsüß (hier: ebenfalls etwas weniger des von den Azoren importierten Pimentão doce)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
2 Stengel frischer Majoran
1 TL Salz
400 g Tomaten (hier: eine Dose stückige Tomaten)
1 Glas (etwa 250 g) meiner selbst eingekochten scharfen Paprika (im Original zwei Paprikaschoten, eine rot und eine grün)
1 Karotte
400 g Kartoffeln
1,2 l Rinderfond
0,4 l Gemüsefond
400 ml trockener Rotwein
200 g Saure Sahne
2 Lorbeerblätter
Butterschmalz
Smoked Tabasco Chipotle nach Belieben
gulaschsuppe à la franz keller - paprikaZubereitung:
Rindfleisch und Zwiebeln sehr fein würfeln. Zwiebelwürfel in Butterschmalz goldbraun anbraten. Fleisch zugeben und bei starker Hitze fünf Minuten scharf anbraten.
Tomatenmark zugeben und ebenfalls etwa eine Minute mit anrösten. Gewürze einstreuen, Tomaten zugeben und unter Rühren eine weitere Minute anrösten. Mit Rotwein ablöschen und diesen fast vollständig einkochen lassen.
Möhre und Kartoffeln sehr fein würfeln. Zusammen mit dem Fond zugeben. Mindestens zwei Stunden bei offenem Deckel und mittlerer Hitze schmoren lassen. Ab und an umrühren.
Zuletzt zwei Suppenkellen Soße abschöpfen und mit der Sauren Sahne aufrühren. Wieder zugeben. Einrühren. Suppe abschmecken (mit dem Tabasco) und mit Brot servieren.
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Das war so dermaßen köstlich – vor allem bei DEM Wetter… Da hilft nur eins: unbedingt nachkochen! Das wird es bei uns diesen Winter mit Sicherheit noch ein paar Mal geben. Ist auch gut für die Hühnersuppen-Linseneintopf-Frequenz…

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