Rosenkohl ohne Kohl

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Nicht, dass wir uns jetzt falsch verstehen! Ich sage es gleich zu Anfang laut und völlig ohne den geringsten Anflug von Scham: Ich mag Rosenkohl! So. Jetzt isses raus! Quatsch…. Rosenkohl mochte ich schon immer. Sogar zu Zeiten, als ich noch Wirsing und Champignons hasste. Und Blauschimmelkäse.

Aber es soll ja – völlig begreiflich! – Menschen geben, die ihn nicht mögen. Und denen hat sich die Süddeutsche unlängst in ihrer „Kochnische“ gewidmet: „So schmeckt es auch großen Kindern“. Der Gatte schickte mir den Link. Ich fand, dass er testwürdig klang.

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Und so startete ich gestern einen Versuch. In Ermangelung von Bioorangen warf ich die als Dessert-BackUp gelagerten Kumquats in den Ring. Dazu Orangenblütenhonig. Und etwas weniger Rosenkohl als im Rezept angegeben. Das kam dabei heraus:

Ofenrosenkohl mit Orange
Zutaten:
500 g Rosenkohl
8 Kumquats
Saft einer Orange
2 Zweige Thymian
1 EL Orangenblütenhonig
2 EL Olivenöl
1/2 TL feines Mee
rsalz
1 EL Balsamico bianco
Zubereitung:
Ofen auf 220°C vorheizen. Rosenkohl putzen, Röschen halbieren. Die Kumquats heiß waschen, halbieren, Kerne entfernen und fein hacken. Mit Thymian, Olivenöl, Salz und Essig mischen und die Marinade in einer großen Schüssel gleichmäßig über die Rosenkohlhälften verteilen.
Den Rosenkohl mit der Schnittseite nach unten auf ein Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen 220°C für lediglich zwölf Minuten rösten. Währenddessen den Orangensaft auspressen (oder etwas Direktsaft nehmen) und mit dem Honig verrühren. Die Mischung auf dem Rosenkohl verteilen – und weitere fünf Minuten rösten las
sen.

Kurz und gut: Definitiv einen Versuch wert! Ein ganz neues Rosenkohlfeeling sozusagen. Vorstellbar als Beilage zu ebenfalls dominantem Fleisch oder auch Fisch. Mal schauen, mit was das als nächstes hier an den Start geht.

Gestern waren wir bei strahlendem Sonnenschein im Tiefschnee unterwegs. Ein Besuch beim schönsten Weihnachtsbaum aller Zeiten war obligatorisch. Toll da draußen! Echt.
Heute folgte dann die Strafe für die Freude am Winter auf dem Fuße.

Der Frühstückspausengang mit einer Kollegin wurde mir zum Verhängnis. Ich rutschte, rutschte und landete schließlich wie ein Käfer auf dem Rücken. Das Aufschlagen mit dem Kopf aufs Pflaster muss ein gar hässliches Geräusch verursacht haben.

Die Kollegin war am Ende geschockter als ich. Den Rest des Tages verbrachte ich dann allerdings still mit Kopfschmerzen und beginnenden Steißbeinbeschwerden. Verdammt!

Eins steht fest: Morgen marschiere ich in Wanderschuhen ins Büro und packe die flutschigen, schicken Treter in die Tasche. Wer will in meinem Alter schon einen Oberschenkelhalsbruch riskieren, von dem er sich am Ende nie wieder erholt?! Blöder Winter!

2 Kommentare

  1. Ei das kling ja gut! Ich bin zwar nicht so ein Rosenkohlfan – aber ich könnte damit ja mal meine bessere Hälfte überraschen!
    Ich wünsche dir einen guten Rutsch!
    Liebe Grüße
    Petra

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