Lights went out…

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… und dann wieder „on“. Wie seltsam es doch ist, plötzlich ohne Internet, Telefon, Wlan zu sein. Man hat sich so daran gewöhnt irgendwie. Von Sonntag auf Montag gingen bei uns in der Nacht jedenfalls die Online-Lichter aus. Seit heute Nachmittag sind wir wieder „da“. Zumindest in der virtuellen Welt. Aber das ist ja mittlerweile auch alles eins. Gulp.

Gerade wollte ich dazu ansetzen, den Zeiten hinterher zu heulen, in denen man auf den Briefträger gewartet hat, weil es keine Mails gab. Oder der Zeit, die man vor dem Telefon verbracht hat, weil man auf WhatsApp noch nicht sehen konnte, ob der Angebetete überhaupt noch am Leben war. Aber das ist im Prinzip Unsinn.

Und ich bin sicher, dass es weiterhin so sein wird wie „früher“ – bloß, dass Frauen nicht mehr auf Briefe und Anrufe warten, sondern auf Mails oder WhatsApps. Ich sag’s mal so: Weiterhin unfair! Die Kommunikationswege haben sich geändert, aber das Verhältnis zwischen den Geschlechtern nicht. Wir warten immer noch. Nur anders. Toll…

Und – wenn ich so weiter darüber nachdenke: „Früher“ war es ja viel einfacher zu warten. Er meldet sich nicht. Schlussfolgerung: Wahrscheinlich ist ihm etwas Schreckliches zugestoßen, dass ihn daran hindert. Heute muss man erstmal damit klar kommen, dass er sich nicht meldet, obwohl er bei WhatsApp etwa zwanzigmal online war – und trotzdem nicht die heißersehnte Antwort abgesetzt hat. Verdammt!  

Was hinzu kommt: Unsere Eltern konnten uns nicht voll gutgemeinter – oder wahlweise „brutalstmöglicher“ – elterlicher Sorge beim Feiern verfolgen, anrufen und fragen, weshalb wir noch nicht zu Hause sind. Wir kamen einfach später und hörten uns dann nerviges Geschimpfe an. Zugegebenermaßen meist relativ unberührt und im Warten darauf, dass das jetzt endlich mal wieder aufhören möge.

Heute würde man zwischendurch wahrscheinlich 200mal angesimst, angewhatsappt oder angerufen. Wer hätte früher schon allen Ernstes versucht, seine Tochter über Festnetz in einer Dorfdisco aufzustöbern?! Oder gar in der verrufenen Eifeldisco in Kaisersesch?! Eben. Gut für uns. War eben einfacher. Und dauerte alles gottlob etwas länger. Auch wenn es manchmal weh tat.

Ach. Egal. Jetzt nerve ich erstmal Max auf dem Handy. Harhar! 

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