Crock pots are a girl’s best friend

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„A kiss on the hand may be quite continental
But crock pots are a girl’s best friend…“

In der Tat sind sie das! Zumindest, wenn man der Symmetrie eines Romanescos eher zugetan ist als der des Royal-Schliffs eines Stücks gepresster Kohle. Kurz vor Feierabend erreichte mich am Donnerstag eine Nachricht des besten Gatten aller Zeiten, der mit mitteilte, dass bei der Nachbarin ein Päckchen vom Postboten deponiert worden sei. Ein Päckchen mit einem Geschenk für mich!

Geschenke sind ja prinzipiell eine echt gute Sache. Ich freute mich auf dem Heimweg also schon mal ein bißchen vor. Die Vorfreude stand allerdings in keiner Relation zur Freude nach dem Öffnen des sauschweren Kartons. Mein Traumtopf! Hammer.

Nachdem er von allen Seiten begutachtet, zärtlich befingert und schließlich fotografiert worden war, gab es nur noch einen Gedanken: Mit was weihe ich ihn ein? 

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Nach längeren Überlegungen entschied ich mich für einen Rinderschmortopf. Da war noch Charolaisgulasch im Gefrierschrank. Und Möhren und Staudensellerie aus der Ökokiste.

„But oval or round shaped these pots don’t lose their shape
Crock pots are a girl’s best friend
… Staub!
… Le Creuset!
Cousance Fissler Invicta!
Talk to me Emile Henry! Tell me all about it!“

Und das war eine gute Idee. Der Topf sollte erstmal etwas köcheln, für das er bestimmt war. Gute, aromenreiche Hausmannskost. 

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Ein Rezept kann ich jetzt leider nicht bieten. Oder nur ein Rezept, das mit Vorsicht zu genießen ist. Ich versuche mal, mein altes Gehirn auf Touren zu bringen…

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Rinderschmortopf
Zutaten (für zwei Personen):
500 g Rindergulasch
5 kleine Schalotten
2 Möhren
2 Stengel Staudensellerie
Butterschmalz
2 Zehen Knoblauch
14 kleine Champignons
0,5 l trockener Rotwein

400 ml Rinderfond
1 Dose stückige Tomaten

1 Bouquet garni (hier: Rosmarin, Thymian, Majoran)
Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette
gehackte Petersilie
Zubereitung:
Butterschmalz im Schmortopf erhitzen. Champignons von allen Seiten anbraten, herausnehmen und beiseite stellen. Ganze Schalotten, Möhren und Sellerieabschnitte in den Topf geben und von allen Seiten anrösten. Zuletzt angedrückte und geschälte Knoblauchzehen zugeben und mitgaren. Alles herausnehmen und beiseite stellen.
Rindergulasch (oder jedes andere gestückelte Schmorfleisch) portionsweise in den Topf geben. Eventuell nochmals Butterschmalz zugeben. Fleisch scharf von allen Seiten anbraten. Fleisch herausnehmen und beiseite stellen.
Bratensatz mit Rotwein lösen. Rotwein einkochen, bis vom halben Liter nicht mehr viel übrig ist. Der Boden sollte gerade noch so bedeckt sein. Alle vorher angebrateten Zutaten und das Bouquet garni in den Topf geben und mit dem Rinderfond ablöschen. Deckel drauf und etwa drei Stunden bei niedriger Hitze schmoren lassen.
Deckel abnehmen und so lange einkochen, bis der Sud eine hübsch soßige Konsistenz hat. Mit Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette abschmecken, mit reichlich Petersilie bestreuen und servieren.
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Das war ein solider Einstand für den Topf. Ich denke schon den ganzen Tag darüber nach, was als nächstes hineinwandert. Ich schätze, sein zweiter Einsatz wird nicht lange auf sich warten lassen. Und mal ganz im Ernst: Kurzgebratenes ist ja ganz nett und hat auch durchaus seine Berechtigung, aaaaber Geschmortes… Mjam!

„… Men grow cold as girls grow old
And we all lose our charms in the end
But Coq au vin or beef roulades these treats don’t lose their shape
Crock pots are a girl’s best friend…“

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