Nix mit „Helau!“ & „Be my Valentine“

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Eigentlich war das ein wenig anders gedacht heute. Ich hatte mich auf das Super-Valentinstag-Menue eingestellt, geplant und eingekauft. Und als dann gestern auch noch der Gatte vom Frankfurter Markt Lammlachse vom „Hof Berbalk„-Stand mitbrachte, war ich praktisch top vorbereitet.

Blöd nur, dass eben dieser Gatte kurz nach dem grandiosen Einkauf zu husten begann. Und jetzt komplett flach liegt. Nase zu = null Genuss. Mist! Eine von diesen arbeitgeberfreundlichen Langes-Wochenende-Krankheiten. Die schönen freien Tage mit Tee und Löwenzahnhonig zu verbringen, war genau nicht der Plan. Grrrr… 

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Ich habe dann gegen Mittag innerlich mit dem Supermenue abgeschlossen und mich auf sättigendes und wärmendes Kuschelessen eingestellt. Da wir allerdings gerade erst eine Hühnersuppe hatten, kommt Erkältungsessen Nr. 1 diesmal nicht in Frage. Also wird etwas aus dem Gemüse gebastelt, dass uns die Ökokiste beschert hat.

Das gäbe mir jetzt die perfekte Gelegenheit, die kleinen Flammkuchen, das überaus köstliche Wirsinggemüse und das Schwarzwurzelragout von letzter Woche nachzubloggen, statt neue Sachen zu produzieren. Man beachte das „gäbe“. Konjunktiv! Böse!

Ich habe mir nämlich eben die Fotos angeschaut und festgestellt, dass ich absolut keine Ahnung mehr habe, wie ich das genau gemacht habe.

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Bei den Flammkuchen geht’s ja noch. Das ist der einzige Lichtblick. Ich versuch’s mal:

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Kleine Flammkuchen mit Roter Bete und Ziegenfrischkäse
Zutaten (für zwei Vorspeisenportionen):
… für den Teig:
125 g Mehl Type 405
1 EL Rapsoel
60 ml Wasser
1 Prise Salz
… für den Belag:
100 g Saure Sahne
Salz, Pfeffer
4 kleine Knollen Rote Bete (hier: 2 bunte und 2 rote)
etwa 80 g Ziegenfrischkäse
Kresse
Zubereitung:
Teigzutaten verkneten, sechsteln und jeweils dünn ausrollen. Mit der Sauren Sahne bestreichen, salzen und pfeffern.
Rote Bete in dünne Scheiben schneiden und auflegen. Ziegenkäse zerbröseln und Flammkuchen damit bestreuen. Bei 220°C Umluft abbacken, bis der Käse Farbe annimmt und der Teig knusprig ist.
Mit der Kresse bestreuen und servieren.
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Am Wirsing war Orange – Saft und Schale – und er war vorher blanchiert und dann mit Schalotten in Butter angeschwitzt worden. Dann kam etwas Geflügelfond dazu. Und etwas Saure Sahne. Und Gewürze – aber außer Salz, Pfeffer und Muskat fällt mir da jetzt gerade nichts ein. Und ich weiß, da war noch was. Etwas Wichtiges. Ich teste es bei Gelegenheit nochmals. Vielleicht fällt es mir beim Kochen wieder ein.

Das Gleiche mit den Schwarzwurzeln. Geschält, geschnippelt – und dann in Butter mit Schalottenwürfelchen angeschwitzt. Abgelöscht mit trockenem Weißwein. Eingeköchelt. Und ab da fehlt mir jegliche Erinnerung. Auch an dieser Stelle werde ich noch mal in mich gehen müssen. Die Schwarzwurzeln waren nämlich super. Genau wie der Wirsing. Verdammt!

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Zum Wirsing gesellte sich ein Lachs. Und Hasselbacks aus Bamberger Hörnchen und Blauem Schweden. Auf den Schwarzwurzeln landete ein Zander und für den Knusper kamen fritierte Champignon-Kartoffel-Croutons dazu.

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Immerhin weiß ich, was es gleich geben wird: Reibekuchen aus Kartoffeln und Steckrüben, dazu drei verschiedene Toppings. Räucherlachs mit Kräuter-Crème-fraîche, Rahm-Champignons und Rote-Bete-Ragout. Vielleicht schaffe ich es dann ja auch, ein präsentables Foto zu machen. Gestern siegte definitiv der Hunger über die Ästhetik. 

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