„Let the sunshine in!“

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So sah das gestern bei  meiner Heimkehr vor der Haustür aus. Und das waren zwei solche Paletten. Hintereinander. Wir hatten schon ein wenig Schiss, dass da morgens vier stehen. Vorsichtshalber haben wir sie mit dem zweiten Auto von vorne zugeparkt, sodass ein Abtransport mit dem Stapler unmöglich war. Man weiß ja nie…

Heute morgen waren sie jedenfalls noch vollzählig. Kurz nach acht Uhr tauchten dann die Solarmenschen auf. Und ab da ging es Schlag auf Schlag. Ich muss allerdings zugeben, dass ich noch niemals an einem einzigen Tag derart viele Fragen in völliger Hilflosigkeit nicht oder nur unzureichend beantworten konnte.

Ich glaube, der Elektriker hatte ziemlich schnell die Schnauze voll von mir. Grmpf. Wer kann es ihm verdenken?!

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Als ich mir dann gerade so richtig versagermäßig und saublöd vorkam, war es auch schon vorbei. Die letzte Frage gestellt, das letzte Panel befestigt und das Loch im Haus wieder mit Silikon versiegelt. Tschüß! Schwupp! Weg!

Jetzt haben wir zwar sensationelles Wetter, aber die Dinger können erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn unser örtlicher Stromversorger Hand angelegt hat. In aberwitziger Geschwindigkeit rückwärts laufende Stromzähler wird er nämlich sicher nicht witzig finden.

Jedenfalls kann nach dem Aufbau der Regale im Technikraum dann auch irgendwann das überall im EG abgestellte Werkzeug u.ä. wieder aus dem Wohnbereich verschwinden. Sieht ja auch irgendwie nicht sehr behaglich aus.

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Ziemlich „behaglich“ waren dagegen die Mokkatörtchen vom Wochenende. Ich habe am ehemals sehr geliebten Gläschendessert rumgefriemelt, bis es sozusagen freistehend war. Und dabei habe ich die Entdeckung gemacht, dass in Mokkalikör und Espresso getränkte Digestives absolut passgenau als Böden taugen. Ein Traum!

Eventuell übrige Masse kann in Gläschen ebenfalls kalt gestellt werden. Ich habe zwei Blatt Gelatine verwendet, empfehle aber drei. Wer mit etwas bauchigen Törtchen leben kann, kann auf eins verzichten. Dann sollte das Törtchen aber über Nacht kalt stehen.

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Mokkatörtchen
Zutaten (für sechs Törtchen):
6 Digestive Biscuits
250 ml starker Espresso
150 ml Mokkalikör
250 g Mascarpone
200 g Crème fraîche
200 ml Sahne
175 g Frischkäse
75 g Puderzucker
3 Blatt Gelatine
Kakao zum Bestäuben
Zubereitung:
Digestives in je einen Vorspeisenring legen. Espresso brühen und abkühlen lassen. Mit dem Likör mischen. Die Digestives esslöffelweise – etwa zwei Esslöffel pro Törtchen – damit tränken. Rest beiseite stellen.
Sahne aufschlagen. Gelatine einweichen. Mascarpone, Crème fraîche und Frischkäse mit dem Puderzucker verrühren. Gelatine in einem Topf bei geringer Wärmezufuhr mit etwas der Espresso-Likör-Mischung auflösen. Mit dem restlichen Espresso verrühren. Sahne unter die Mascarpone-Mischung heben und ein Drittel der Masse in einen Spritzbeutel füllen und kühl stellen.
Espressomischung unter die anderen zwei Drittel rühren und gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. Kalt stellen, bis die Masse fest ist. Helle Mischung aus dem Spritzbeutel ebenfalls auf die Förmchen verteilen und glatt streichen. Wieder kalt stellen.
Vor dem Servieren mit Kakao bestäuben.
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Die geraspelte Schokolade, die ich noch beim Dekorieren hinzugefügt habe, schadet übrigens auch nicht…

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Nebenbei: Fieser Tag heute, war ich doch noch angeschlagen vom Konzert am Dienstag. Zu spät zu Hause, Mittwoch um fünf Uhr raus, abends vom Ekelkommentar des Bayern-Spiels wach gehalten, heute wegen Solaraufregung früh aufgestanden. Gähn!

Morgen noch – und dann ist Wochenende! Das Konzert – Jan Delay & Disko No. 1 im Wiesbadener Schlachthof – war es trotzdem wert. Auch die Vorgruppe – Moop Mama – sorgte schon dafür, dass ich gestern erstmal Muskelkater hatte. Und es reifte die Erkenntnis, dass ich zu alt für Konzerte bin. Von Klassik mal abgesehen… Da sitzt man ja… Geht ja nicht anders. Alle anderen sind ja noch älter als man selbst…

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Ach… Und… Ich hasse Handyfotos! Diesmal habe ich aber gleich davon abgesehen, einen Versuch zu starten, die Kamera hinein zu schmuggeln. Die Aktion bei Frank Turner hat mir gelangt.

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