Kartage = Fischtage

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Gestern gab es natürlich hier kein Fleisch, sondern Fisch. Nicht mal vegetarisch wäre gegangen. Karfreitag MUSS Fisch!

Mit der Ökokiste hatte ich zwei frische Forellen geordert, die einen äußerst guten Eindruck machten. Nach längerem Überlegen landete ich dann bei einem Vincent-Klink-Rezept. Damit kann man ja nun erfahrungsgemäß nichts falsch machen.

Das muss an dieser Stelle übrigens mal gesagt werden: Niemals habe ich nach Klink etwas gekocht, das nicht wirklich toll war. Und selbst wenn ich beim Durchlesen des Rezepts skeptisch schaute – am Ende überzeugte es einfach.

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Auch diesmal war ich mir nicht so ganz sicher, ob das was werden würde, aber wir wurden nicht enttäuscht. Die Forellen gaben echt unter Anleitung des Meisters ihr Bestes.

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Bachforellen mit Kräutern gefüllt
Zutaten (für zwei Personen):
2 Bachforellen
Lauchblätter, möglichst lang & blanchiert
1/2 Essl. Butter
Salz
Pfeffer
… für die Füllung:
3 Scheiben Kastenweissbrot ohne Rinde, gewürfelt
100 g zerlassene Butter
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Estragon
2 Eier
Salz
Pfeffer
Muskatbluete
Zubereitung:
Die Forellen gut waschen und trocken tupfen. In der Bauchhöhle links und rechts des Rückgrats, das Rückgrat mit den Fingern herausziehen. Mit den beidseitigen Bauchgräten genauso verfahren. Evtl. eine Pinzette zu Hilfe nehmen.
Für die Füllung die Butter nur gerade so warm machen, dass sie flüssig wird, in einen Mixbecher zusammen mit den Kräutern geben und mit den Eiern mixen. Brot untermixen bis eine Paste entsteht: die Paste darf nicht zu dick werden. Dabei mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatbluete würzen und zehn Minuten quellen lassen.
Forellen innen und außen pfeffern, salzen und füllen. Mit Lauch umwickeln. In Butter auf jeder Seite jeweils eine Minute braten, dann für zwanzig Minuten bei neunzig Grad in den vorgeheizten Ofen geben.
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Dazu gab es die letzten Vitelotte, vorgekocht und gebraten, und dazu ein bißchen Gemüsebeilage aus dem restlichen Lauch, ein paar Tomaten und zwei Schalotten. Passte gut und schmeckte wirklich hervorragend. Wenn es danach ginge, könnte öfters Karfreitag sein.

Am Freitag statteten wir dem Hof Berbalk, sowie dem Beuerbacher See jeweils einen Besuch an. Lammlachse, Lammfilets und geräucherte Forellen durften mit zu uns nach Hause. Die Forellen wird es heute Abend geben. Das Lamm ist für Montag und nächstes Wochenende. Es sei denn, ich schwenke doch in letzter Minute für den Besuch noch auf das Charolais-Bürgermeisterstück um.

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Heute durfte sich also die Räucherforelle auf den Tellern breit machen. „Ein bißchen Whisky schadet nie.“ Dem Motto des Gatten getreu griff ich dann beherzt für die Ziegenkäsecrème zur Bottle. Und Knoblauch-Honig kam auch noch dazu.

Am Ende sah das kalte Abendessen ziemlich gut aus: Salätchen mit Ziegenkäse-Törtchen und Räucherforelle. Und dazu der Wildkräutersalat aus der Ökokiste mit Balsamicoreduktion. Et voilá!   

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