Mooomeeent! Wolken… Was war das nochmal?

IMG_1502

Nach tagelangem Anblick ausschließlich blauen Himmels – und der „gelben Sau“ mittendrin natürlich – traf mich das heute völlig unvermittelt. Da war etwas Weißes im Blauen! Und das Gelbe war weg! Unfassbar…

Aber das war ja erst gegen Abend. Kurz bevor es – ebenfalls unglaublich! – zu regnen begann. Regen! Echter Regen!

IMG_1468

Im Verlaufe des Tages verfärbten sich die ersten Tomaten. Es handelt sich um gelbe Cocktailtomaten. Die Farbe gehört also so. In Beet Nr. 4 sprießen Buschbohnen und Chinesischer Rettich fleißig vor sich hin. Und die Johannisbeeren machten einen reifen Eindruck.

Bei etwa 40°C Außentemperatur schleppte ich mich mit Schüsselchen in den Garten und erntete die Dinger. Niemals zuvor habe ich für ein läppisches bißchen Obst dermaßen geschwitzt.

Ich schwitzte allerdings noch mehr, als ich schließlich vor dem Herd stand und sie glasfertig machte. Unten an den Sträuchern habe ich ein paar für die Amseln hängen lassen.

IMG_1480

Nach reiflichen Überlegungen entschied ich – analog zu den letzten Erdbeeren, eine Art Mus daraus zu kochen, das dann ebenso vielseitig einsetzbar sein würde, wie das Erdbeermus, das bereits als Eisgrundlage, Fruchtspiegel und angedickt als Törtchenauflage gedient hatte.

_________________________________________

Obstmus
Zutaten (Standard für eher süße Früchte):
500 g Obst in Stücken
80 ml Wasser
180 g Zucker
1 TL Schnaps (je nach Obst Kirschwasser, Pflaumenschnaps o.ä.)
Zubereitung:
Obst in einen Topf geben, Zucker darüber streuen, Wasser angießen. Die Wasser- und Zuckermenge kann bzw. sollte natürlich beliebig variiert werden. Eher sauer? Mehr Zucker! Einfach abschmecken.
Einköcheln lassen, bis das Obst weich ist. Mit dem Pürierstab aufmixen. Die Johannisbeeren haben ich anschließend noch durch ein Sieb gestrichen. Bei Pfirsichen z.B. fällt das ersatzlos weg.
Zuletzt nochmals kurz aufkochen, Alkohol unterrühren und noch heiß in sterilisierte Gläser füllen. Plopp!
_________________________________________

IMG_1413

Das funktionierte mal wieder ganz hervorragend. Guuut… Das Abzupfen der Beeren von den Rispen nervte zwischenzeitlich etwas, aber das ließ sich verkraften. Und wo ich gerade schon mal dabei war, produzierte ich auch gleich noch fünf Gläschen Pfirsichmus aus den Ökokistenpfirsichen.

Jetzt ploppen gerade die Gläschen lustig in der Küche. Das dürfte erstmal für ein paar Desserts und Eisladungen reichen.

Diesmal hatten wir ja nur die halbe Menge Johannisbeeren, da die beiden anderen Sträucher zur Unzeit ausgegraben und versetzt werden mussten, da sie dem ersten Hochbeet im Weg standen. Macht nix. Nächstes Jahr wieder. Bei hoffentlich erträglicheren Temperaturen.

Kommentar verfassen