The fight against those killer vegetables

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Während wir auf den Azoren weilten, ereignete sich in der Heimat ein schrecklicher Unfall: Death by Zucchini! Die BLÖD berichtet. Leider kann man den ergreifenden Artikel nicht zu Ende lesen – außer man hat ein BILD-Abo. Da fragt man sich allerdings, was schlimmer ist: das oder eine Zucchini-Vergiftung mit Todesfolge…

Immerhin darf man ein Foto der beiden Opfer sehen. Und! Der Focus schreibt ab: „Witwe nach dem Zucchini-Tod ihres Mannes: Es hat ihm den Darm zerfetzt!“ Gut… Genug der blutrünstigen Details. Immerhin hat das alles den BILD-lesenden Gatten einer ebenfalls BILD-lesenden Kollegin in der vergangenen Woche derart verstört, dass er verlangte, dass die „Tsuschiiinis“ unverzüglich aus dem gemeinsamen Garten verschwänden. Die kompletten Pflanzen wurden entsorgt. Waaaah!

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Ich jedenfalls habe heute die ersten drei Früchte meiner erst kurz vor dem Urlaub gesäten Pflanzen ernten können. Und wir werden sie sorglos essen. Zumindest ist das der Plan. Falls ich mich nicht mehr melde, wurde ich dann wohl doch „gelb im Gesicht“ und es hat mir „den Darm zerfetzt“. Aber davon wird die Öffentlichkeit niemals etwas erfahren, weil der Gatte mit Sicherheit nach seiner Genesung kein BILD-Interview geben wird.

Da ich bei der samstäglichen Biohofrunde auch noch köstlich aussehende Paprika und bestes Charolaishack ergattert habe, werden sie gefüllt werden. Übrige Füllung wandert in die Paprika. Und dazu einen Tomatenreis mit den Resten des eben aus drei Kilo Tomaten eingekochten Sugos.

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Erst das Sugo? Und morgen dann die Zucchini? O.k. Kein Problem, so ich denn den Angriff des Killergemüses überleben sollte.

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Sugo für den Vorrat
Zutaten (für etwa 4 Liter Sugo):
3 kg Tomaten
1 Knolle Knoblauch (oder eine etwa gleich große Menge confierter Knoblauch)
4 große Zwiebeln
einige Karotten (meiner waren vom Biohof und sehr unterschiedlich groß)
1/2 Knolle Sellerie
1 Stange Lauch
200 ml trockener Rotwein
Chili (fein geschnitten oder confiert), Menge nach Geschmack
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Zucker
Salbei, Thymian, Majoran, Basilikum
Zubereitung:
Tomaten waschen, Grün entfernen, vierteln. Zwiebeln grob würfeln. Knoblauch grob hacken. Karotten, Sellerie und Lauch in Stücke zerteilen.
Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl andünsten. Wurzelgemüse und Tomaten zugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen. Mit Rotwein ablöschen.
Chili, Gewürze und Kräuter zugeben, Deckel drauf und für zweieinhalb Stunden bei mittlerer Hitze einkochen lassen.
Anschließend Reste der Kräuter (Stiele etc.) entfernen und alles gut durchpürieren. Nochmals – jetzt bei geöffnetem Deckel – eine halbe Stunde weiterköcheln lassen.
Abschmecken (bei mir gab es noch einen ordentlichen Schuss Piripiri) und noch heiß in sterilisierte Gläser füllen.
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Ich werde sicher noch mindestens eine Ladung kochen. Funktioniert ganz hervorragend als schnelles Abendessen mit Nudeln, als Lasagnesoße, mit angebratenem Hack dazu als Bolognese etc. Oder auch für Tomatenrisotto. Jetzt fällt mir gerade jede Menge ein.

Ob ich noch in den Genuss des ersten Glases kommen werde, weiß ich allerdings erst, wenn ich die Zucchini überlebt habe. Falls ich die Zucchini überleben werde.

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