Der Tomatenwahn geht weiter

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Prinzipiell ist Ketchup echt überhaupt nicht mein Fall. Seltsamerweise finde ich ihn seit gestern super. Die erste selbstgemachte Ladung war direkt nach der Herstellung so ein Fall von „Naja… Mal schauen… Ganz lecker…“, entwickelte sich aber nach dem Abfüllen und Testöffnen eindeutig in eine „Waaaah!“-Richtung.

Das schmeckt! Man fasst es nicht! Es schmeckt nach Ketchup und es schmeckt. Gleichzeitig!!! Unfassbar.

Und nachdem ich nach der ersten Ladung verwirrt und planlos zurückblieb, habe ich heute eine zweite Ladung angesetzt und dabei fleißig mitgeschrieben. Und so, wie es jetzt ausschaut, wird es sogar was. Nichts ist blöder, als etwas Leckeres hergestellt zu haben, ohne hinterher den leisesten Schimmer zu haben, wie genau man das gemacht hat.

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Getestet wurde auf Wurst vom Charolaishof. Dazu Gartengemüsereste mit Feta. Mjam!

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Tomatenketchup
Zutaten (für etwa 2,5 Liter):
1,5 kg Tomaten
6 mittelgroße Zwiebeln
Majoran, Rosmarin, Thymian – gartenfrisch
1,5 l Gemüsebrühe
300 ml weißer Balsamico
100 ml Olivenöl
Tomatenmark (reichlich – je nach Bedarf)
2 TL Curry Goldelefant
2 TL Paprika, süß
3 EL Zucker
Zubereitung:
Tomaten waschen, Stielansätze großzügig entfernen, vierteln oder achteln – je nach Größe. Zwiebeln grob würfeln. Etwas Olivenöl erhitzen. Erst Zwiebeln etwa fünf Minuten anschwitzen, dann Tomatenstücke zugeben und mit Deckel weitere 30 min schmoren lassen..
Kräuter abzupfen, grob hacken und zugeben, weitere fünf Minuten köcheln lassen – jetzt ohne Deckel. Gemüsebrühe angießen, richtig wallend aufkochen, Hitze reduzieren und nochmals etwa 30 Minuten einköcheln lassen.
Anschließend pürieren und durch ein Sieb geben. Balsamico und Öl zugeben, umrühren, kurz wallend aufkochen lassen. Hitze reduzieren und nach und nach Tomatenmark zugeben, bis der Ketchup in etwa die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Bei mir dauerte das etwa 300 Gramm lang.
Dann Parika und Curry unterrühren und abschmecken. Salzen, pfeffern, nochmals abschmecken. Zuletzt Zucker unterrühren – sollte der Ketchup noch zu flüssig sein, evtl. Gelierzucker nehmen.
Noch heiß in sterilisierte Gläser füllen. Die erste Ladung hatte ich zusätzlich noch eingeweckt. Heute testete ich ohne den Zusatzschritt. Bei der Menge Essig sollte das eigentlich auch so haltbar sein, bis es gegessen wird. Warten wir’s ab. Versuch macht kluch.
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Zumal das Zeuch – so wie ich das sehe – recht schnell vernichtet sein sollte. Ich glaube nicht, dass es eine echte Chance hat zu vergammeln.

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Das auf dem Foto ist übrigens ein chinesischer Rettich. Darf ich vorstellen: Chinesischer Rettich – Blog. Blog – chinesischer Rettich. Sieht von außen ja eher unspektakulär aus, aber auf der Samentüte war er so verlockend, dass ich ihm ein Plätzchen im Garten einräumen musste.

Und heute habe ich also den ersten geerntet. Und aufgeschnitten. Wow! Und probiert. Stimmt – nussig. Eine Mischung aus Haselnuss und Radieschen. Echt lecker. Jetzt lagert er erstmal bis morgen im Kühlschrank. Und bis dahin muss mir irgendwas eingefallen sein, das ich damit anstellen könnte. Am besten etwas, das schmeckt. Schließlich sind „da draußen“ noch mehr von der Sorte. Aber darüber habe ich mir beim Aussäen natürlich mal wieder keine Gedanken gemacht. Hrrr…

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