Blaubeerherbst

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Sehr hübsch sehen die Blaubeersträucher gerade aus. Total herbstlich. Ich schätze, in vier Wochen werden sie mir deutlich weniger gefallen, aber gerade jetzt leuchten sie in strahlendstem Rot.

Was ich allerdings eigentlich loswerden wollte: Ich hab’s geschafft! Ich habe erfolgreich die „Queijadas da Graciosa“ nachgebastelt. Nennt mich Genie!

Nach endlosem Gegoogle und Gefriemel habe ich jetzt eine Bauanleitung zu bieten. Die Originalform haben nur drei Exemplare. Die habe ich in irgendwann mal erworbenen Weihnachtssilikonförmchen hergestellt. Alle anderen schmecken genauso, sehen aber weniger graciosahaft aus.

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Vorneweg: Sie schmecken nahe am Original. Sehr nahe. Fast schon erschreckend nahe. Einzig der äußere Teig ist etwas dicker als bei den echten Graciosa-Dingern. Aber das ist kein Problem. Beim nächsten Mal geht der Teig mindestens bis Stufe 7 durch die Nudelmaschine. Er sollte wirklich sehr dünn sein.

Auf die Nudelmaschine bin ich während der Herstellung selbst gekommen. So dünn, wie ich ihn gebraucht habe, hätte ich den Teig ansonsten nicht bekommen. Und das funktionierte dann auch hervorragend. 

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Queijadas da Graciosa
Zutaten (für etwa 20 Queijadas):
… äußerer Teig:
300 g Mehl
1 TL Butter
1 großes Ei
1 Prise Salz
wenig Zucker
… Füllmasse:
500 g Zucker
1 l Vollmilch
10 Eigelb
1 EL Butter
Zubereitung:
Zuerst die Füllmasse herstellen. Die muss nämlich über Nacht im Kühlschrank vor sich hin kühlen. Milch und Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Leicht weiter köcheln lassen, bis die Masse relativ fest ist. Dauerte bei mir etwas mehr als zwei Stunden!
Eigelbe aufschlagen und mit der weichen Butter zusammen in die lauwarme Milch-Zucker-Masse rühren. Aufkochen und andicken lassen. Abkühlen lassen und im Kühlschrank deponieren.
Am nächsten Tag zuerst den äußeren Teig für die Schälchen herstellen: Mehl, Butter, Ei, Salz und Zucker verkneten. Bei mir fehlte da deutlich Flüssigkeit. Ich knetete dreimal Wasser ein – Hände nass machen und weiterkneten. Dann hatte der Teig in etwa die Konsistenz von Nudelteig. Portionsweise durch die Nudelmaschine lassen. Der Teig sollte anschließend sehr dünn sein. Seeeeeehr dünn!
Förmchen fetten, Kreise aus dem Teig ausstechen, Teigkreise in die Förmchen geben. Mit einem Löffel die kalte Füllmasse gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. Die Masse geht nicht auf. Trotzdem nicht überfüllen.
Bei 200°C Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten abbacken, bis der Teig knusprig und die Füllung fest ist. Noch warm mit einem Kaffee schmecken sie am besten!
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Die sind so dermaßen lecker, dass es weh tut. Vor allem, wenn man in der kommenden Woche den ultimativen Zahnarzttermin hat. Plombenzieher – aber jede Plombe wert!

Nach diesem Erfolgserlebnis beseitigte ich heute dann auch den Großteil des Tomatenproblems. Jetzt habe ich nur noch ein Kürbisproblem. Das hatte ich eigentlich auch geplant, am Wochenende zu beseitigen, habe es aber nicht geschafft. Fast zehn Kilo Muskatkürbis… Mmmmhhh…

Den werde ich wohl unter der Woche kochen und einkochen müssen. Aber die Woche beginnt ja erst morgen. Höhöh!

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