So langsam war’s das…

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Ein letzter Muskatkürbis liegt noch einsam draußen neben dem Hochbeet. Im Haus stapeln sich nach wie vor die zu verarbeitetenden Sachen. Die Ökokistenlieferung habe ich erstmal eingestellt. Momentan haben wir selbst soviel Gemüse, dass wir es nicht aufessen können, sondern ich es größtenteils konserviere.

Heute wurde die Tomatensaison 2015 offiziell beendet. Ich habe alle Pflanzen ausgemacht und alles, was dran hing, reingeschleppt. Die reifen Tomaten sind heute noch fällig, die unreifen dürfen im Haus nachreifen.

Wenn es nicht nachts jetzt schon so kalt wäre, hätte ich versucht, den traurigen Augenblick, in dem ich meine völlig gesunden und kräftigen Tomatenpflanzen aus dem Beet reißen muss, noch etwas hinauszuzögern. Mitte Oktober und keine Spur von Braunfäule! Eigentlich unfassbar.

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Jede Menge Rucola war letzte Woche auch erntefähig. Aus dem wurde ein schnelles Abendessen. Als Pesto zu Spaghetti. Dazu ein paar der letzten Kirschtomaten – erst karamellisiert und dann mit Balsamicoreduktion abgelöscht. Simpel und köstlich!

Obenauf landete ein Stück Lachs. In Chilioel auf der Hautseite gebraten. Salz, Pfeffer – fertig!

Inklusive Rucolaernte dauerte das nicht länger als eine halbe Stunde. So schnell ist keine Tüte aufgerissen – vom Ergebnis mal ganz zu schweigen…

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Mittwoch durfte der letzte Green Hokkaido ran. Erst im Ofen gegart, dann teils gequetscht und teils in Stückchen zu einem Kürbisrisotto verkocht, das ich hier bereits einmal ausführlich erwähnt habe.

Diesmal allerdings durfte kein böser Wolf(sbarsch) ran. Es gab nur das Risotto – und nochmal ein paar Tomaten dazu. Und das war auch vollkommen ausreichend. 

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Gestern dann war ein großes Stück vom Muskatkürbis dran. Kürbisgnocchi waren der Plan. Keine Premiere (hier schon mal z.B.), aber etwas, auf das ich richtig Lust hatte. Und diesmal dachte ich, das ginge sicher auch ohne Kartoffeln. Geht es auch, aber mein Kürbis war trotz des Garens im Ofen und gründlichen Ausdampfens immer noch zu feucht, sodass ich Massen von Mehl hineinkneten musste, um wenigstens auf Spätzlekonsistenz zu kommen.

Noch mehr Mehl ging gar nicht. Sollten ja keine Mehlklöße werden, sondern Kürbisklößchen. Gnocchi wurden es jedenfalls nicht. Am Ende versuchte ich zu retten, was zu retten war, und formte mit zwei Teelöffeln kleine Nocken, die ich ins siedende Wasser plumpsen ließ. 

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Schön war das nicht, aber mit Gorgonzolasoße und in Knoblauch geschwenktem Blattspinat aus dem Garten war es tatsächlich überraschend genießbar. Der stets kritische Gatte fand es sogar ausgesprochen lecker. Zumindest bis ich ihn zum vierten Mal fragte, und er fast die Nerven verlor…

Was ich gestern noch getan habe, verdient ein eigenes Blogpost. Das kommt dann nachher noch. Ich bin immer noch begeistert.

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