Körperschokosättigung 70%. Tendenz steigend.

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Zumindest fühlte ich mich gestern Abend exakt so. Wenn ich noch einmal einen Rest Nougat oder Glasur vom Finger hätte schlecken müssen, wäre ich gestorben. Glaube ich zumindest. Bei den letzten Plätzchen dachte ich nur noch „Leberwurstbrot!“ – „Linseneintopf“ – „Kasseler mit Sauerkraut!“. Waaaah!

Und obwohl ich gestern hochmotiviert gestartet und mit Backzutaten bis an die Zähne bewaffnet war, kamen am Ende des Tages doch nur drei neue Sorten Plätzchen hinzu. Verdammt! Die Nougatsternchen haben mir das Genick gebrochen.

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Das Rezept wurde mir von der Schwester wärmstens ans Herz gelegt, die es auch in diesem Jahr neu entdeckt hatte. Kurz: Es ist echt eine Schweinearbeit, aber sie lohnt sich. Ich werde die Dosen sicherheitshalber ganz hinten im Regal positionieren, um sie vor mir in Sicherheit zu bringen. Und vor dem Gatten. Der war nämlich auch begeistert.

Für die Herstellung sollte man einiges an Zeit einplanen. Teig kneten, Teig kühlen, Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen, Plätzchen abbacken, jeweils zwei Plätzchen mit Nougat zusammenkleben, wieder kühlen, alle nochmal durch die Kuvertüre ziehen, und nochmals kühlen. Das dauert…

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Und hier das Rezept. Wer noch auf der Suche nach etwas Neuem in Sachen Weihnachtsbäckerei ist – hier ist es! Nachbacken, marsch, marsch!!!

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Nougatsternchen
Zutaten:
250 g Mehl
75 g Zucker
1 Tütchen Vanillzucker
150 g gemahlene Mandeln
1/2 TL Backpulver
200 g Butter
1 Ei
150 g Nougat
dunkle Kuvertüre
Zubereitung:
Alle Zutaten bis auf Nougat und Kuvertüre zu einem glatten verkneten. Teig zu einer Kugel formen und kalt stellen.
Teig ausrollen. Kleine Sternchen – oder was auch immer… – ausstechen. Plätzchen auf Bleche legen. Ruhig dicht. Da verläuft so gut wie nix!
Im Ofen bei 170 Grad Umluft etwa zehn Minuten abbacken.
Nougat schmelzen lassen. Immer ein Sternchen damit bepinseln und ein zweites darauf setzen. Abkühlen lassen bis der Nougat hart ist. Zumindest was man bei Nougat so als „hart“ bezeichnen könnte.
Plätzchen in aufgelöste Kuvertüre tunken, abstreichen und nochmals kühlen lassen, bis die Schokolade fest ist. Sofort eindosen. Sofort!!! Dose verstecken!
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Aus den Eiweißresten der Vanillekipferl vom Vortag stellte ich Baisers her. Ohne die geht für mich am Plätzchenteller gar nix. Der Chef mag sie nicht. Umso besser. Alles meins!!! Harhar!

Und zwischendurch gab es noch ein Blech der inzwischen traditionellen Schokoecken. Die sind immer wieder einfach köstlich.

So. Und jetzt backe ich mal weiter. Die freien Tage sind gezählt. Schalten Sie auch heute abend wieder ein, wenn ein leises Wimmern hinter den Keksdosen hervordringt: „Hackbraten!“ – „Fleischkäse!!“ – „Bratkartoffeln mit Schinken und Ei!!!“

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