Wochenende = Erholung ohne schlechtes Gewissen

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Keine Ahnung, was da bei mir schief gelaufen ist, aber ich kann einfach nicht krank und gleichzeitig entspannt sein. Ich fühle mich dann immer wie eine nutzlose, faule Lusche. Wie ein Drückeberger. Vermutlich sind das die eifelanisch-moselanischen Bauerngene, die mich selbst mit Fieber auf den Acker oder in den Kuhstall treiben wollen – obwohl beides – zumindest in diesem Leben(sabschnitt) – nicht auf mich wartet.

Gut… Wem als Kind bei Erkältungen Orangensaft mit Eigelb aus dem Schüttelbecher eingeflößt wurde, der ist wahrscheinlich ohnehin versaut fürs Leben…

Jedenfalls habe ich mich heute ins Büro geschleppt. Mehr als zwei Tage halte ich das auf dem Sofa nicht aus. Ich fürchte, meine Kolleginnen berechneten exakt DAS nach all der Zeit mit ein. Jedenfalls hatten sie mir alle wirklich fiesen Sachen offensichtlich aufgehoben. Grrr…

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Im Prinzip ist meine Einstellung natürlich super, wenn man selbständig ist, eine gute Risikolebensversicherung hat und vor dem fünfzigsten Lebensjahr sozialverträglich abzunippeln gedenkt. In einem ausbeuterischen Arbeitsverhältnis jedoch, das zunehmend auf neoliberale Ideen setzt, ist man damit nur der Depp vom Dienst. Congrats!

Ich musste heute jedenfalls zu meinem eigenen Entsetzen feststellen, dass ich in den vergangenen zehn Jahren exakt sieben Tage krank war. Wenn es wenigstens in sieben Jahren zehn Tage gewesen wären… Aber auch das hätte mein Selbstwertgefühl nicht retten können. Ich bin doof.

Wie auch immer… Orangensaft mit Ei hin, Dummheit her… Bereits nach einer halben Stunde sehnte ich den Feierabend herbei. Und er kam! Freitag. Schluss. Aus. Ende.

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Themenwechsel. Was in den letzten Tagen wahnsinnig Wichtiges geschah:

Ich erwischte am vergangenen Sonntag als „Catch of the Day“ einen Grünspecht auf dem Golfrasen nebenan. Keine Ahnung, ob das ein normales Verhalten für Grünspechte ist, aber dieser verhielt sich wie eine Amsel. Mmmmhhh….

In der vorvergangenen Woche produzierte ich Rote-Bete-Gnocchi mit Rosenkohl, Tomaten und Stilton Sauce. Sehr lecker. War eigentlich als Testlauf für den am letzten Wochenende geplanten Besuch vorgesehen. Den mussten wir dann aber leider wegen meiner dämlichen Erkältung absagen. Ich hasse mich schon wieder. Und ich hatte mich echt darauf gefreut…

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Stattdessen gab es Linseneintopf und Hühnersuppe. Hühnersuppe! Klar. Am Dienstag rief mich nämlich der Hofladen meines Eierhofs an, dass es Suppenhühner gäbe und man mir eins reserviert habe. Ich holte es trotz – oder wegen? – meines geschwächten Zustands natürlich noch ab. Huhn. Klar. Her mit dem Huhn!

Logische Konsequenz war eine Hühnersuppe. Und damit sind wir jetzt auch beim Thema. Wie bereits avisiert hier jetzt das tausendfach überarbeitete Hühnersuppenrezept:

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HÜHNERSUPPE
Zutaten:
2 große Zwiebeln, halbiert
Oel
4 Möhren, in Scheiben
1 Knolle Sellerie, in groben Würfeln
1 Stange Lauch, in Ringen
1 Staudensellerie, in Stücken
4 l Wasser
1 Suppenhuhn
3 Knoblauchzehen
1 größeres Stück Ingwer, in dünnen Scheiben
Nelken
Safran
Lorbeerblätter
Chiliflocken
Salz, Pfeffer
Kurkuma
Petersilie
dünne Scheibchen aus zwei kleinen Möhren
1 Bund Frühlingszwiebeln, in Scheibchen
Suppennudeln
Zubereitung:
Gemüse zerkleinern. Halbierte Zwiebeln mit der Schnittseite nach unten in etwas Oel bei hoher Temperatur anbraten. Gewürfeltes Gemüse zugeben. Kurz mit anschwitzen. Wasser angießen.
Suppenhuhn einlegen, Deckel drauf, warten.
Gewürze, Ingwer und Knoblauch zugeben. Wieder Deckel drauf und etwa drei Stunden kochen lassen.
Huhn herausnehmen und auskühlen lassen. Suppe derweile offen weiterköcheln lassen. Huhn auslösen. Knochen, Haut und Rest zurück in die kochende Suppe geben. Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden und beiseite stellen.
Suppe abseihen. Erst durch ein Sieb, dann durch ein Handtuch. Brühe zurück in den Topf geben. Zerkleinertes Fleisch zugeben, weiter offen einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Kurkuma abschmecken.
Möhrenscheibchen zugeben und mitköcheln lassen. Derweil Suppennudeln gar kochen. Beiseite stellen. Kurz vor Ende der Garzeit gehackte Petersilie und Frühlingszwiebeln zugeben.
Gekochte Suppennudeln auf die Teller verteilen. Mit der Suppe angießen. Essen und gesund werden!
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So. Und damit habe ich mein Versprechen eingelöst. Zusatz: Immer wieder abschmecken gegen Ende. Wischtisch!

Auch wichtig: Nachdem ich mich jetzt im Rückwärtsgang durch das Jahr 2015 gepflügt habe, bin ich am Anfang des Azorenurlaubs angelangt. Den Rest zu bebildern schaffe ich hoffentlich am Wochenende. Und dann geht es ans Feintuning des Blogs. Und an die Reparatur unzähliger Links. Die funktionieren nämlich größtenteils auch nicht mehr. Schwitz…

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